4ing – Fakultätentage https://4ing.net Mon, 16 Feb 2026 13:39:02 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://4ing.net/wp-content/uploads/2022/12/4ING1-150x150.jpg 4ing – Fakultätentage https://4ing.net 32 32 Bericht des Vorsitzenden zum zweiten Halbjahr 2025 https://4ing.net/bericht-des-vorsitzenden-zum-zweiten-halbjahr-2025 Mon, 16 Feb 2026 13:39:02 +0000 https://4ing.net/?p=1339

05.02.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

wieder einmal haben uns im zweiten Halbjahr 2025 neben unseren Dauerthemen auch viele neue Themen auf Trab gehalten. Dazu sind wir gemäß unserer Satzung im ständigen Austausch mit Stakeholdern der Wissenschaftsorganisationen, politischen Repräsentanten, Vertretern der Wissenschaftsverwaltungen, Verbänden und Fachgesellschaften im In- und Ausland. Dieser Austausch erfolgt überwiegend telefonisch, virtuell oder klassisch schriftlich und in Präsenz.

Die hochschulpolitische Arbeit konzentrierte sich im zweiten Halbjahr auf die Felder:

  • Neue Personalstrukturen für das dt. Wissenschaftssystem gemäß dem WR
  • Geopolitische Lage: Auswirkungen für den Wissenschaftsstandort Deutschland
  • (ausländischer) MINT-Nachwuchs als ein Baustein der Fachkräftegewinnung
  • Folgen der Einsparungen bei den Ländern für die universitäre Ingenieur/-Informatikerausbildung
  • MINT-Initiativen
  • Novellen der Landeshochschulgesetze
  • Akkreditierung
  • Zukunftsfähigkeit des 4ING-VerbundesDer folgende kurze Abriss der Aktivitäten soll einen Einblick in die Themen und in unsere Arbeit geben:

 

Geopolitische Weltlage und Situation in Deutschland

Die geopolitischen Erschütterungen nehmen leider zu und somit ist eine sehr bedrohliche Lage für Europa bzw. Deutschland entstanden, was sich an dem vierten Kriegsjahr in der Ukraine, der instabilen Waffenruhe in Gaza, der gewaltsamen Unterdrückung der Bevölkerung im Iran, der Situation in Venezuela und dem Konflikt um Grönland zeigt.

Was bedeutet das nun für den Alltag an den Universitäten, wie werden die Lehre und Forschung davon berührt?

Bereits im Bericht über das erste Halbjahr 2025 hatten wir darüber berichtet, dass der Wissenschaftsrat(WR)  sich mit dem Thema „Wissenschaftsfreiheit“ befasst hat. Wir erinnern an die Pressemitteilung vom 12.05.25, dort forderte der WR, dass das Wissenschaftssystem auf neue Sicherheitsanforderungen reagieren muss. Näher führt der WR dies in seinem Positionspapier mit dem Titel „Wissenschaft und Sicherheit in Zeiten weltpolitischer Umbrüche“ vom Mai 2025 aus.

Auch die Hochschulrektorenkonferenz fordert ein „Bündnis Cybersicherheit für Hochschulen“, wie wir bereits berichtet haben.

Die Politik hat sich nun auch wieder des Themas angenommen: Die Wissenschaftsministerkonferenz (WMK) hat am 04.07.25 eine Erklärung zur Wissenschaftsfreiheit  mit dem Titel „Wissenschaftsfreiheut sichern – Wissen, Demokratie und Fortschritt schützen“ abgegeben, der sich auch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) angeschlossen hat. Die Erklärung wird noch mit einer Pressemitteilung der WMK vom 06.07.25 untermauert: Die Freiheit der Wissenschaft ist unverhandelbar.

Die vierte Wissenschaftsministerkonferenz hat am 15.10.25 einen Beschluss zur Stärkung der Resilienz der Wissenschaftsorganisationen gefasst. Hintergrund sind laut der Pressemitteilung vom 15.10.25 zunehmende Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit und eine wachsende Wissenschaftsskepsis in Teilen der Gesellschaft. Ziel ist es, die Integrität und Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu bewahren und das Vertrauen in evidenzbasierte Erkenntnisse dauerhaft zu sichern.

Die WMK knüpft mit diesem Beschluss an frühere Initiativen zur Forschungssicherheit und Resilienz an. Bereits im Juli 2025, s.o., hatte sie Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Wissenschaftssystem beschlossen, darunter die Einrichtung einer Nationalen Plattform für Forschungssicherheit. Der aktuelle Beschluss erweitert diesen Ansatz um die Vertrauensbildung in wissenschaftliche Erkenntnisprozesse und die Stärkung der Wissenschaftskommunikation.

Nicht nur Bedrohungen von außen waren Thema der vierten WMK. Laut einer weiteren Pressemitteilung vom 15.10.25 hat die 4. WMK in Berlin ein klares Zeichen gegen Antisemitismus an deutschen Hochschulen gesetzt. Im Mittelpunkt der Beratungen zum Thema Antisemitismus stand die Übergabe des Forderungskatalogs der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD) sowie die Diskussion über aktuelle Entwicklungen. Die Ministerinnen und Minister betonten, dass Jüdinnen und Juden an deutschen Hochschulen diskriminierungsfrei, sicher und ohne Angst studieren und arbeiten können müssen.

Dem können wir uns nur anschließen.

 

MINT-Nachwuchs und MINT-Fachkräftemangel

4ING hat in seinem letzten Halbjahresbericht ausführlich über die Unzulänglichkeiten des deutschen Schulsystems berichtet.

Der aktuelle IQB-Bildungstrend gibt in seinem Ranking einen Überblick über die einzelnen Bundesländer betreffend die Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften bei Schüler:innen der 9. Klasse.

Laut news4teacher zeigt sich darin ein bundesweiter Abwärtstrend mit deutlichen Unterschieden: Die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in Deutschland beherrschen Mathematik und Naturwissenschaften schlechter als noch vor sechs Jahren. Kein Bundesland konnte sein Niveau halten, manche sackten dramatisch ab. Hier sind die Ergebnisse – Land für Land. Für alle, die es genau wissen wollen, s.u.: https://www.iqb.hu-berlin.de/de/schule/sekundarstufe-i/bildungstrend/2024/ Der Wissenschaftsjournalist Dr. Jan Wiarda schreibt dazu in seinem Blog vom 16.10.25 die Misere, die keine Überraschung ist.

Das ifo Institut hat in einer Auftragsstudie festgestellt, dass bessere Bildung Deutschland Milliardenrenditen bringen könnte, siehe die Pressemitteilung vom 15.12.25: Um dies zu erreichen, müssten laut ifo Institut drei Ziele umgesetzt werden. Diese drei Ziele hatten Anfang des Jahres drei Bildungsminister:innen unterschiedlicher Parteien vorgeschlagen. Erstens müsste die Zahl der Schülerinnen und Schüler halbiert werden, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik nicht erreichen. So ließe sich das Bildungsminimum absichern. Zweitens soll das Bildungsniveau gesteigert werden, da-mit 20% mehr Schülerinnen und Schüler die Regelstandards erreichen oder übertreffen. Drittens sollte die Leistungsspitze gefördert werden und 30% mehr Schülerinnen und Schüler die Optimalstandards erreichen. Die Studie liefert auch Länderbeispiele: Nordrhein-Westfalen würde rund 4,9 Billionen Euro an zusätzlichem BIP gewinnen, Baden-Württemberg etwa 3,0 Billionen und Bayern rund 2,8 Billionen

Euro – Werte, die weit über dem heutigen jährlichen BIP liegen und die volkswirtschaftliche Bedeu-tung von Bildungspolitik unterstreichen.

Der MINT-Herbstreport wird vom IW in Köln im Auftrag von Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Arbeitgeberverband Gesamtmetall und MINT Zukunft schaffen erstellt und wurde am 26.11.25 vorgestellt. Er beinhaltet einen Arbeitsmarktbericht, befasst sich in einer Sonderauswertung zur Zuwanderung über die Hochschulen  und gibt im MINT-Meter Indikatoren für einen Überblick über den MINT-Nachwuchs an.

Im MINT-Herbstreport wird festgestellt, dass die Arbeitskräftelücke in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)  trotz wirtschaftlich schwieriger Lage auf hohem Niveau bleibt.

Die diesjährige Sonderauswertung zum MINT-Report zeigt, dass die Zuwanderung von MINT-Fach-kräften einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leistet. „Im Jahr 2022 lebten 153.000 MINT-Zuwanderer, die über die Hochschulen eingewandert sind, in Deutschland. Diese trugen in dem Jahr 14,6 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei. Auch viele Start-Up-Gründerinnen und Gründer sind im Ausland geboren, jede oder jeder zweite davon hat in Deutschland studiert“, sagt Prof. Dr. Axel Plünnecke, Leiter der Studie und des Themenclusters Bildung, Innovation und Migration am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Auch DAAD und DHZW veröffentlichten  am 26.11.25 eine Pressemitteilung zu internationalen Studierenden in Deutschland, deren Zahl erneut angestiegen ist und deren Abbruchquoten niedriger sind als bislang angenommen, s.u.: https://www.daad.de/de/der-daad/kommunikation-publikationen/presse/pressemitteilungen/2025/erneut-hohe-zahl-internationaler-studierender-in-deutschland/

Weitere Infos finden Sie in Wissenschaft Welt offen, Daten und Fakten zur Internationalität von Stu-dium und Forschung in Deutschland und weltweit, s.u.: https://www.wissenschaft-weltoffen.de/con-tent/uploads/2025/11/7004002xw-1.pdf

4ING nimmt sich dieser Themen über seine Netzwerke an, sei es in den vier Mitgliedsfakultätentage oder über seine Mitgliedschaften, z.B. im Nationalen MINT FORUM, als auch über Kooperationen mit externen Partnern wie Fachgesellschaften, Verbänden, Stiftungen und Wissenschaftsorganisationen.

All diese Bemühungen können nur dann Früchte tragen, wenn in Deutschland kein Klima der Angst herrscht und es nicht Ausgrenzungen oder gar tätlichen Angriffe gibt.

 

Neue Personalstrukturen im Wissenschaftssystem

Im Bericht über das erste Halbjahr hatten wir bereits über die Thematik Dauerstellen neben der Professur berichtet.

Der Wissenschaftsrat (WR) hat im Juli ein Positionspapier in Kurz- und Langfassung veröffentlicht,

in welchem er  feststellt, die Wissenschaft, braucht moderne Personalstrukturen und mehr Dauerstellen, und Anstoß für einen Kulturwandel gibt, so die Pressemitteilung vom 14.07.2025.

Er hat  ein Personalstrukturmodell erarbeitet, dass vier Stufen sowohl im Bereich der Wissenschaft als auch im wissenschaftsnahen Bereich umfasst. Im Wissenschaftsbereich, z.B.  ist S4 der Professur als Dauerstelle und S1 als befristete Stellen für Promovenden  vorbehalten.  S 2 und 3 können sowohl befristete als auch unbefristete Stellen sein. Die Anforderungen an eine S3 -Stelle im Wissenschaftsbereich sind einer Professur sehr ähnlich. Zur Umsetzung schlägt der WR eine Departmentstruktur vor, um das Poolen von Stellen zu erleichtern. In dem Positionspapier wird aber nicht erwähnt, an welchem Land im Hinblick auf die Departmentstrukturen sich der WR orientiert. Die neue Personalstruktur soll sowohl für Hochschulen als auch für außeruniversitäre Forschungsein-richtungen gelten. Die Umstellung soll finanzneutral erfolgen, diese Annahme können wir nicht teilen.

Im Hinblick auf das Positionspapier des WR zu Personalstrukturen im dt. Wissenschaftssystem hat 4ING eine erste Stellungnahme im August verfasst und an alle 16 Amtschefs der Wissenschaftsministerien versandt. In Absprache mit 4ING hat sich unser Mitglied der Fakultätentag Informatik im September zu dem Positionspapier geäußert, s.u.: https://cloud.ft-informatik.de/s/b8HWksnf2yASEr6

Vorbereitend auf das Gespräch mit dem WR Anfang Dezember 2025 hat sich 4ING mit den zuständigen Vertretern im Wissenschaftsministerium Brandenburg zur Frage der Einrichtung von Dauerstellen unterhalb der Professur als Landestellen und der Vorgabe einer Quote ausgetauscht.

Anfang Dezember hat 4ING ein längeres Gespräch mit der Leiterin der Arbeitsgruppe beim WR Frau Prof. Dr. Spinat und dem stv. Leiter der  Abteilung „Tertiäre Bildung“ des WR Herrn Dr. Pflaumbaum geführt. Dort haben wir hervorgehoben, dass wir die finanzneutrale Umstellung als nicht realistisch erachten. In den 4ING-Fächer war es bislang eher ein Problem geeignete Personen an der Universität halten zu können. Wir stehen in einem strengen Wettbewerb um die besten Köpfe mit der Industrie. Auch in einem außerakademischen Arbeitsmarkt kann geforscht werden, daher berufen wir eine signifikante Anzahl unserer Professor:innen aus der Industrie zurück an die Universität, das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Quoten für Dauerstellen neben der Professur sehen wir als kritisch an, wie es sie z.B.in Brandenburg und Hessen gibt. Das war auch die Meinung der beiden Vertreter des WR. Wir wurden explizit aufgefordert der Politik mitzuteilen, dass wir am besten im Verbund mit anderen Wissenschaftsorganisationen die Vorgabe von Quoten ablehnen. Nach dem Austausch blieb allerdings offen, welches Land die Arbeitsgruppe des WR als Beispiel für die Departmentstruktur vor Augen hatte. Die Vorstellungen des Vorsitzenden des WR zu den neuen Personalstrukturen können Sie nachlesen, s.u.: WR-Vorsitzender Wick zu den neuen Personalstrukturen in F & L am 30.4.24 

Bezüglich des Positionspapiers stehen wir im Austausch mit dem AFT und dem DHV.

 

Novelle der Landeshochschulgesetzes NRW

Wie Sie bereits aus dem früheren Halbjahresbericht wissen, will NRW  sein Hochschulgesetz novellieren. Nur zur Erinnerung: Sie finden den Referentenentwurf unter: https://www.mkw.nrw/system/files/media/document/file/refe_hochschulstaerkungsgesetz.pdf

4ING hat im Dezember 2024 eine Stellungnahme zu diesem Referentenentwurf abgeben. Der Entwurf ist mit ca. 250 Seiten bzgl. des Hochschulgesetzes nicht nur äußerst komplex, sondern umfasst einen überaus hohen Detailierungsgrad. An etlichen Stellen weist er auch Inkonsistenzen auf. Darüber hinaus unterliegt der Entwurf verschiedentlich (verfassungs-)rechtlichen Bedenken, wie z.B. bei der Trennung von Betreuung und Begutachtung bei Promotionsvorhaben.

Im Kapitel 10 mit Regelungen zur Redlichkeit und Sicherheit in der Hochschule beschreitet das Bundesland NRW völliges Neuland. Den Aufbau von doppelten Strukturen und Zuständigkeiten, z.B. im Hochschulrecht und im Strafrecht, lehnen wir entschieden ab. Gerade bei der Begehung von Straftaten sollte der Vorrang des Strafanspruchs des Bundes gewahrt bleiben und die Ahndung nicht auf das Hochschulrecht einzelner Länder verlagert werden.

Erst am 18.12.25 ist der seit Ostern erwartete Gesetzesentwurf zur ersten Lesung in den Landtag eingebracht worden. Inhaltlich hat er sich aus unserer Sicht nicht wirklich verbessert, sondern das Gesetz wurde noch erheblich erweitert, mittlerweile umfasst es über alle Regelungsgebiete 514 Seiten vorher waren es bereits 337 Seiten. Den Gesetzesentwurf finden Sie unter: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-16798.pdf

 

Hochschulfinanzierung

Mit Sorge sehen wir, dass in vielen Hochschulen die Mittel knapp werden. Stellen werden nicht be-setzt und Rücklagen für Investitionen aufgelöst, um kurzfristig Finanzlöcher zu stopfen. Es ist nur eine Frage von Zeit, bis auch Professuren nicht mehr besetzt werden.

Exemplarisch möchten wir auf die Länder Berlin, Hessen und NRW eingehen.

In Berlin wurden vor Ablauf die bestehenden Hochschulverträge gekündigt. Begründet wurde diese mit dem enormen Haushaltsdefizit. Daher hatten die Hochschulen eine Klageschrift gegen das Land Berlin auf Einhaltung der bestehenden Hochschulverträge wegen der angekündigten Kürzungen vor-bereitet.

Gemäß der Meldung der LRK der Berliner Hochschulen vom 15.07.25 konnten aber wesentliche Fort-schritte bei den Neuverhandlungen erzielt werde, s.u.: https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/250715-hochschulvertraege/index.html

Laut der Meldung der LRK der Berliner Hochschulen vom 22.08.25 empfehlen die Präsidien der Berliner Hochschulen ihren akademischen Gremien, dem Änderungsvertrag über die geltenden Hochschulverträge mit dem Berliner Senat zuzustimmen – was auch zähneknirschend geschehen ist. Kon-kret bedeutet dies: Nach der Kürzung um 142 Mio. Euro im Jahr 2025 sieht der Änderungsvertrag für die Jahre 2026 bis 2028 wieder Steigerungen vor, die jedoch weit hinter dem im ursprünglichen Ver-trag verbindlich vereinbarten jährlichen Mittelaufwuchs von fünf Prozent zurückbleiben. Einzelheiten entnehmen Sie der Meldung unter: https://www.lkrp-berlin.de/aktuelles/250822-hochschulvertraege/index.html

In Hessen stellten bereits Anfang 2025 die Hochschulen dem Land  zur Konsolidierung der Staatsfinanzen 474,5 Millionen Euro aus Rücklagen zur Verfügung, die für Baumaßnahmen ab dem Jahre 2027 bestimmt waren, siehe die Meldung aus dem Finanzministerium vom 13.01.25: https://finan-zen.hessen.de/presse/haushaltsentlastung-durch-bauruecklagen

Dennoch muss in Hessen weiter kräftig gespart werden, was zur heftigen Kritik der Studierenden und Mitarbeitenden führte, s. in Forschung & Lehre vom 11.07.25: https://www.forschung-und-lehre.de/po-litik/tausende-kritisieren-sparzwang-an-unis-in-hessen-und-berlin-7188

In der Meldung heißt es: Die hessischen Hochschulpräsidien hatten kürzlich vor einer strukturellen Unterfinanzierung der Hochschulen in Hessen gewarnt. Die Planungen der Landesregierung würden bei ihnen zu einem Defizit von rund einer Milliarde Euro in den nächsten sechs Jahren führen. Diese Hochrechnung wird von der Landesregierung nach eigenem Bekunden nicht geteilt. Die Universitäten warnen zudem vor einem dauerhaften Abbau von zehn Prozent des Personals in Wissenschaft, Kunst und Verwaltung. Dennoch haben die hessischen Hochschulen den Hochschulpakt 2026-2031 unter-zeichnet, um Planungssicherheit zu erlangen, s. u.: https://wissenschaft.hessen.de/studieren/hessi-scher-hochschulpakt

Wir müssen als Folge davon feststellen, dass Professuren gerade in Grundlagenfächern in Hessen nicht mehr nachbesetzt werden, so dass wir die Gefahr sehen, dass die 4ING-Fächern nicht mehr in Breite und Tiefe gelehrt und vertreten werden.

Auch in NRW stehen die Zeitzeichen auf Sparen. Das hat heftige Bedenken und Proteste hervorgerufen. So schlimm wie angekündigt kam es Gott sei Dank laut der Pressemitteilung vom 19.12.25 nicht, s.u.: https://www.mkw.nrw/hochschulen-und-landesregierung-unterzeichnen-verlaengerung-der-hoch-schulvereinbarung

 

Darin heißt es:

Noch im Herbst 2024 war ein Konsolidierungsbedarf von 255 Millionen Euro und zusätzlich die Rück-führung von Rücklagen prognostiziert worden. Dank der intensiven, sehr offenen Gespräche ist es dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft gelungen, den Konsolidierungsbeitrag bei der Grundfinanzierung auf 120 Millionen Euro festzulegen. Das sind rund 2,3 Prozent der über 5 Milliarden Euro Hochschulgrundfinanzierung im Haushalt 2026. Zur jetzt vereinbarten Verlängerung der Hochschul-vereinbarung gehört auch, dass die Hochschulen ihre Rücklagen behalten dürfen. Nach einer deutli-chen Kritik des Rechnungshofes angesichts von freien Rücklagen, die auf inzwischen insgesamt 2,5 Milliarden Euro angewachsen sind, verzichtet das Land auf eine Rückzahlung mit der klaren Erwar-tungshaltung, dass die Hochschulen ihre Rücklagen so einsetzen, dass die jährlichen 120 Millionen Euro Einsparung abgepuffert werden. Die Hochschulen selbst haben die dringende Bitte geäußert, ihre freien Rücklagen zu behalten, um die Kürzungen in der Grundfinanzierung abzufedern. Die Son-derrücklagen in Höhe von insgesamt rund einer Milliarde Euro, die für bestimmte Zwecke (etwa Bau-vorhaben oder Berufungen) gebunden sind, bleiben unberührt.

Wir raten dazu sich in den Fakultätentagen konkret dazu auszutauschen und auch 4ING informiert zu halten, damit es nicht zu strukturellen Verwerfungen durch Einsparmaßnahmen kommt, die Lehre und Forschung behindern oder gar im schlimmsten Fall unmöglich machen.

 

EUA-CDE

Wir haben mit dem Kollegen Hesselbarth einen engagierten Kollegen, der 4ING im EUA- Council of Doctoral Education (CDE) vertritt. Auch in diesem Gremium ist Deutschland mit nur wenigen Personen vertreten und unsere Fachrichtungen nur über 4ING. Auch hier gilt es immer noch wachsam zu sein, dass nicht über die Hintertür die in Deutschland bewährte und wichtige Assistenzpromotion durch europäische Sonderformen beschädigt wird. Die EUA und somit auch das EUA-CDE wird von der Kommission gerne zu Rate gezogen.

 

Herr Kollege Hesselbarth arbeitet aktiv in der Thematic Peer Group (TPG) “Doctoral schools: building bridges beyond academia” mit, die voraussichtlich im Frühjahr diesen Jahres ihren Abschlussbericht erstellt und veröffentlicht haben wird.

 

SEFI

Die SEFI ist das größte europäische Netzwerk, das sich mit der Ingenieurausbildung befasst. Noch immer sind wir mit zwei Personen im Board of Directors aktiv. Dies ist vor dem Hintergrund, dass neben 4ING nur noch 3 deutsche Universitäten Mitglied bei SEFI sind, eine sehr respektable Leistung. Die diesjährige Jahrestagung mit Mitgliederversammlung fand in Tampere/Finnland vom 15.-18. September statt. Hier finden Sie die Zusammenfassung der diesjährigen Jahrestagung der SEFI,

s.u.: https://www.sefi.be/wp-content/uploads/2025/12/SEFI-2025-Annual-Conference-In-Brief.pdf?utm_campaign=SEFI%20December%20Newsletter&utm_medium=email&utm_source=news letter

Wer sich über die eingereichten Papers informieren will, sollte in die Proceedings schauen.

Die Proceedings der SEFI Konferenz 2025 sind online unter: https://zenodo.org/records/18002499 Oder unter: https://zenodo.org/communities/sefi2025/records?q=&l=list&p=1&s=10&sort=newest

 

Infos

DAAD startet neues Programm „Academic Horizons“ zur Gewinnung internationaler Talente, s.u.: https://www.daad.de/de/der-daad/kommunikation-publikationen/presse/pressemitteilungen/2025/ausschreibung-programm-academic-horizons-zur-gewinnung-internationaler-talente/

 

KMK-Vorausberechnung der Studierendenzahlen von 2024-2035

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat ihre Vorausberechnung der Studienanfänger:innen- und Stu-dierendenzahlen für den Zeitraum 2024 bis 2035 vorgelegt. Die Prognose zeigt, dass die Zahl der Stu-dienanfängerinnen und Studienanfänger zunächst sinken, aber ab 2027 wieder steigen wird. Die Be-rechnung basiert auf Daten der amtlichen Hochschulstatistik sowie der KMK-Vorausberechnung der Schulabsolvierendenzahlen und wurde im Rahmen der Wissenschaftsministerkonferenz abge-stimmt. Wegen der Einzelheiten wird auf verwiesen:

https://www.bildungsserver.de/bildungswesen-allgemein/hochschulstatistik-deutschland-305-de.html

 

CHECK Hochschulzugang 2025, s.u.: https://www.che.de/download/check-hochschulzugang-2025/?wpdmdl=34450&refresh=696e4203418041768833539

„Der Übergang von der Schule zur Hochschule ist oft von Entscheidungsunsicherheiten geprägt. Deutsche Hochschulen nehmen hier ihre Verantwortung wahr, wie aktuelle Daten des CHE Centrum für Hochschulentwicklung zeigen. Die Mehrheit der Fachbereiche bieten umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen oder Monitoring-Maßnahmen an, um auf Probleme im Studium frühzeitig zu reagieren.

Die Angaben zu Self-Assessments und Beratungsangeboten der Studieneingangsphase beruhen auf Befragungen im Rahmen des CHE Hochschulrankings zwischen 2023 und 2025 und umfassen Daten von 1.811 Fachbereichen an 228 deutschen Hochschulen.“

 

Allianz für MINT-Fachkräfte

Der Stifterverband hat eine Allianz für MINT-Fachkräfte ins Leben gerufen. Der frühere 4ING-Vorsitzende Herr Prof. Wünsch sitzt dort im Beirat und unsere Geschäftsführerin ist in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv. 4ING hat sich mit einem Beitrag bei den 4 Ansätzen für ein attraktives MINT-Studium eingebracht.

Des Weiteren verweisen wir auf die Landkarte für Projekte:

https://forms.office.com/pages/responsepage.aspx?id=vFj_xj6Z20uNEGAT4s02HzCyNvpxdZhOhMjo CGzAQLxURExKTDJGTkNCM1BQMVdBMzZQQTNKTkU5US4u&route=shorturl

 

Promovenden und Postdocs

Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (BuWiK) 2025, s.u.: https://buwik.de/

Stellungnahme der Bundesregierung (BReg) zum BuWiK am 24.09.25, s.u.: https://buwik.de/ F & L zur Stellungnahme der BReg zum BuWiK am 24.09.25 online:

 

Das Bundesverfassungsgericht hat am 25.06.25 entschieden, dass es keine  Entfristung für alle Postdocs durch den jeweiligen Landesgesetzgeber geben kann. Die HU Berlin hatte eine Verfassungsbeschwerde gegen das Berliner Hochschulgesetz erhoben, das vorgesehen hatte, dass alle Postdocs verpflichtend zu entfristen sind, wenn ihre Qualifizierung  erfolgt ist.

Das Urteil hat Auswirkungen für alle Bundesländer und auf die bevorstehende Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZVG).

 

Die Pressemitteilung vom 10. 07. 25 finden Sie unter:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/bvg25-058.html?nn=68112

Verständlicher formuliert hat es am 10.07.25  Frau Schmoll von der FAZ „Keine Pflicht zur Entfristung von Post-Doc-Stellen“ , s.u.:

https://www.faz.net/aktuell/politik/bundesverfassungsgericht-keine-pflicht-zur-entfristung-von-post-doc-stellen-110584458.html

 

GWK-Gleichstellungsmonitor 

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat den aktuellen „Gleichstellungsmonitor Wissenschaft und Forschung“ veröffentlicht, siehe PM vom 16.10.25. Laut der PM handelt es sich bereits um die 29. Datenfortschreibung (2023/2024) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen, die jährlich die Situation von Frauen im deutschen Wissenschaftssystem beleuchtet und sowohl Fortschritte als auch Baustellen darstellt.

Der Gleichstellungsmonitor Wissenschaft und Forschung liegt nun mit den Daten für den Zeitraum 2023/2024 vor und ist online als Heft 94 der „Materialien der GWK“ abrufbar. Die Zusammenfassung ist ebenfalls dort abrufbar.

 

Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) 

Der WR hat die NFDI-Struktur evaluiert, siehe Drs 2639-25_K. Er kommt dabei zu folgendem Ergeb-nis:

Nach der Aufbauphase sieht der Wissenschaftsrat nun eine Konsolidierung als notwendig an, um die Nachhaltigkeit der Infrastruktur zu sichern und Synergien zu heben. Um den Verein zu befähigen, Dienste nachhaltig bereitzustellen und den Übergang in die dynamische Betriebsphase zu meistern, ist eine intensivere Koordination und Steuerung durch den NFDI e. V. und eine dementsprechende Veränderung der Finanzströme notwendig. Mit dem Ziel, eine Zusammenführung und Integration der verschiedenen Aktivitäten zu ermöglichen und die Arbeit der Konsortien in einen verlässlichen Rah-men zu überführen, macht der Wissenschaftsrat Vorschläge für eine künftige Governance-Struktur

in deren Zentrum der NFDI e. V. als Mittelempfänger steht. Im Einzelnen wird auf die o.g. Drucksache verwiesen.

 

KI

Hochschulforum Digitalisierung (HFD)

KI Monitor 2025“ des Hochschulforums Digitalisierung (HFD), ein gemeinsames Projekt des Stifterverbandes und des CHE ist veröffentlicht. Daraus ergibt sich, künstliche Intelligenz längst den Lehr- und Lernalltag an Hochschulen prägt. Die Hochschulen reagieren darauf mit neuen Regeln, Konzepten und Strategien: Fast alle befassen sich mit Prüfungen, drei Viertel arbeiten an sicheren KI-Zugängen und mehr als die Hälfte entwickelt eigene Strategien. Details unter: https://www.che.de/download/ki-monitor-2025-hochschulen-gestalten-den-ki-alltag/?wpdmdl=34382&refresh=696e3d03ec7861768832259

Leopoldina zu KI, s.u.: https://www.leopoldina.org/themen/kuenstliche-intelligenz/ Diskussionspapiere, z.B.: Generative KI – jenseits von Euphorie und einfachen Lösungen

(2024), s.u.: https://www.leopoldina.org/fileadmin/redaktion/Publikationen/Nationale_Empfehlungen/2024_Diskussi onspapier_Generative_KI_web.pdf

 

Future Skills 2030

Der Stifterverband legt mit dem Future-Skills-Framework 2030 ein neues Kompetenzmodell vor: 30 zentrale Zukunftskompetenzen – von AI Literacy bis Nachhaltigkeitskompetenz – sollen Hochschulen helfen, ihr Bildungsangebot strategisch auf die kommenden fünf Jahre auszurichten, s.u.:
https://www.stifterverband.org/sites/default/files/2025-12/future_skills_2030.pdf

Akkreditierungsrat (AR)

Der AR hat eine Handreichung zur Akkreditierung Alternativer Verfahren am 4.12.25 beschlossen,

s.u.: https://www.akkreditierungsrat.de/sites/default/files/downloads/2026/AR_Beschluss_Handreichung_A V_20251204_Drs.AR101-2025.pdf

 

4ING pflegt Kontakte und ist regelmäßiger Gesprächspartner

4ING steht im Austausch mit dem Akkreditierungsrat, Mitgliedern des KMK-Wissenschaftskonferenz, dem BMFTR, dem BMFSFJ und den Wissen- und Wirtschaftsministerien einzelner Länder u.a. zu den Themen MINT-Nachwuchs, WissZeitVG, Deutscher Qualifikationsrahmen, Novellen der Landeshochschulgesetze, Promotionsrecht an/für Fachhochschulen, Akkreditierung, Profilierung der Hochschullandschaft und digitaler Transformation.

4ING pflegt regelmäßig den Kontakt mit dem Stifterverband, der Bundesingenieurkammer, dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der BDA, der acatech, dem VDMA, dem ZVEI, dem VDE, dem VDI, dem NMF, der GI, dem DAAD und vielen anderen gerade im Bereich Nachwuchssicherung. Dies ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

Auf Europäischer Ebene arbeiten wir insbesondere bei der European Society for Engineering Education (SEFI) und der European Engineering Deans Conference (EEDC) mit und halten Kontakte zu ENAEE, EUA und den Engineers Europe mit der Engineers Europe Advisory Group. Die Kollegen H. Meyer und S. Krusche gehören dem SEFI-Board of Directors an. Herr Kollege Hesselbarth ist der 4ING-Vertreter beim EUA-Council for Doctoral Education (EUA-CDE).

Allen Fakultätentagen und den Mitwirkenden in den Leitungsgremien möchte ich ganz herzlich für ihre engagierte Mitarbeit danken. Nur das gemeinsame Engagement und das geschlossene Auftreten nach außen haben die bisherigen Erfolge von 4ING möglich gemacht.

Das ehrenamtliche Engagement unserer Mitstreitenden trägt gerade im hochschulpolitischen Bereich Früchte. 4ING hat sich als Vertreterin der universitären Ingenieurwissenschaften und Informatik seit vielen Jahren etabliert. Die Erkenntnis, dass die Zukunft der Ingenieurwissenschaften und der Informatik von fundamentaler Bedeutung für die Zukunft unseres Landes ist, konnte bei den politischen Entscheidungsträgern nachhaltig verankert werden.

Die Zusammensetzung des Leitungsgremiums und das dort vorhandene Wissen, die effiziente Kommunikation, das Engagement und die Erfahrung sind eine hervorragende Basis für die weitere reibungslose Arbeit, bei der die gemeinsame Sorge um unsere Studierenden und Wissenschaftler:innen und um die Zukunft der Ingenieurwissenschaften und der Informatik als tragende Säulen unseres Landes immer im Vordergrund steht. Ich möchte Sie alle einladen, sich auch weiterhin, neu oder wieder engagiert in die Arbeit von 4ING einzubringen.

Mein Dank gilt insbesondere allen Mitgliedern von 4ING, Frau Kollegin Vogel-Heuser und den Kollegen Desel, Hans, Ihlemann, Lüttgen (bis 30.11.25), Weber und Ziegler. Ein besonderer Dank gilt den Kollegen Hesselbarth, Krusche und Meyer, die sich für 4ING stark auf der europäischen Ebene einbringen, und dem Kollegen Heiß insbesondere für die Vertretung von 4ING im Nationalen MINT-Forum. Des Weiteren danke ich dem Kollegen Bargstädt für sein Engagement im Akkreditierungsrat, dem Kollegen Garbe für seine langjährige Mitwirkung im Präsidium des Allgemeinen Fakultätentages als Vertreter der Ingenieure, dem Kollegen Palis für seine Mitwirkung im wissenschaftlichen Beirat bei NFD4ING und den Kollegen Czylwik, Gerke und Lüttgen als Mitglieder des ASIIN-Vorstandes. Besonders herzlich möchte ich mich bei unserer Geschäftsführerin, Frau Heike Schmitt, bedanken.

Prof. Dr.-Ing. Sven Klinkel

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Erste 4ING-Stellungnahme zum Positionspapier des WR vom 11.07.25 https://4ing.net/erste-4ing-stellungnahme-zum-positionspapier-des-wr-vom-11-07-25 Tue, 02 Sep 2025 15:00:54 +0000 https://4ing.net/?p=1312
Der Dachverein der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten e.V., kurz 4ING, 

möchte hiermit erste Gedanken zum Positionspapier des Wissenschaftsrates (WR) vom 11.07.25 zu den Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem äußern…..

Erste 4ING-Stellungnahme zum Positionspapier des WR vom 11.07.25

 

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Bericht des Vorsitzenden zum ersten Halbjahr 2025 https://4ing.net/bericht-des-vorsitzenden-zum-ersten-halbjahr-2025 Tue, 02 Sep 2025 08:18:45 +0000 https://4ing.net/?p=1316

01 Juli 2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist der erste Halbjahresbericht in meiner Amtszeit, die am 1.1.25 begonnen hat. Wieder einmal haben uns im ersten Halbjahr 2025 neben unseren Dauerthemen auch viele neue Themen auf Trab gehalten. Dazu sind wir gemäß unserer Satzung im ständigen Austausch mit Stakeholdern der Wissenschaftsorganisationen, politischen Repräsentanten, Vertretern der Wissenschaftsverwaltungen, Verbänden und Fachgesellschaften im In- und Ausland. Dieser Austausch erfolgt überwiegend telefonisch, virtuell oder klassisch schriftlich und in Präsenz.

Die hochschulpolitische Arbeit konzentrierte sich im ersten Halbjahr auf die Felder:
• Geopolitische Lage: Auswirkungen und Chancen für den Wissenschaftsstandort Deutschland
• (ausländischer) MINT-Nachwuchs als ein Baustein der Fachkräftegewinnung
• MINT-Initiativen
• Unbefristete Stellen neben der Professur
• Novellen der Landeshochschulgesetze
• Akkreditierung
• Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG)
• Kontaktaufnahme zu den neuen Fachministerien des Bundes
• Zukunftsfähigkeit des 4ING-Verbundes

Der folgende kurze Abriss der Aktivitäten soll einen Einblick in die Themen und in unsere Arbeit
geben:

Geopolitische Weltlage und Situation in Deutschland
Die geopolitische Lage könnte aktuell für Europa nicht bedrohlicher sein mit dem Krieg in der Ukraine, der Auseinandersetzung in Gaza und dem Krieg im Iran. Gerade der Überfall der Hamas auf Israel hat erhebliche Konfliktlagen in Deutschland und an deutschen Hochschulen/Universitäten geschaffen. Wenn auch antisemitische Einstellungen unter Studierenden weniger verbreitet sind als in der Gesamtbevölkerung und nur wenige gegen Israel auch protestieren wollen, so gibt es dennoch weiterhin Probleme. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Konstanz, s.u.:https://kops.uni-konstanz.de/server/api/core/bitstreams/4aae7133-419d-405b-972f-e92ed7b686dd/content

Wir sind sehr besorgt darüber, dass im Jahr 2024 an Hochschulen/Universitäten dreimal mehr antisemitische Vorfälle registriert wurden als im Vorjahr. Die meisten haben einen Israel-Bezug. Näheres dazu findet sich im Jahresbericht antisemitischer Vorfälle 2024, den der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen e.V. (Bundesverband RIAS) kürzlich herausgeben hat, s.u.: https://report-antisemitism.de/documents/04-06-25_RIAS_Bund_Jahresbericht_2024.pdf

Ich darf in diesem Zusammenhang nochmals an unsere Erklärung vom 13.03.24 erinnern, der 4ING-Verbund steht für Weltoffenheit und Demokratie! Den Text der Erklärung finden Sie unter: https://4ing.net/4ing-fuer-weltoffenheit-und-demokratie

Nicht nur kriegerische bzw. gewaltsame Handlungen sind bedrohlich, sondern auch das Vorgehen der Trump Administration ist aus Sicht der Wissenschaft eine Bedrohung für das grenzüberschreitende Studieren, Lehren und Forschen. Allerdings könnten sich für Europa und auch Deutschland daraus auch Chancen ergeben, in dem man attraktive Programme für Promovierende, Postdocs und Forschende, die ansonsten in die USA gegangen wären, auflegt. Die Bundesforschungsministerin hat bereits mehrfach in der Presse ein solches „1000 Köpfe-Programm“ angekündigt. Laut unseren Recherchen soll sich dieses Programm an Postdocs und arrivierte Forschende weltweit richten.

MINT-Nachwuchs und MINT-Fachkräftemangel
Unser Schulsystem trägt in erheblichem Maße zum Mangel an MINT-Nachwuchs bei, das ist ja be-reits hinlänglich untersucht worden. Eine Studie aus Frankreich zeigt, dass bereits in der ersten Grundschulklasse eine Kluft in den Leistungen in Mathematik zwischen Jungen und Mädchen ent-steht, die vor Einschulung nicht bestanden hat. Bereits nach vier Monaten zeigen Jungen bessere Leistungen als Mädchen in Mathematik. Schuld an dem Gender Gap sind demnach nicht etwaige ge-schlechterspezifische Kompetenzen, sondern der Umgang von Lehrern und Schülern mit Mathematik in der Grundschule. Die Forschenden plädieren dafür, diese Lücke möglichst früh in der kindlichen Bil-dung anzugehen. Dafür sollen unter anderem Lehrern ihre Vorurteile abtrainiert und eine genderneut-rale Mathebildung beigebracht werden.
Gender Gap in Mathe schon im ersten Schuljahr, s.u.: https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psy-chologie/gender-gap-in-mathe-schon-im-ersten-schuljahr/
Die Originalstudie finden sie unter: https://www.nature.com/articles/s41586-025-09126-4 

Wir dürfen davon ausgehen, dass wir in Deutschland ähnliche Befunde finden können. Das acatech-MINT-Barometer hat in seiner Ausgabe 2023 hervorgehoben, dass Jungen am Ende der vierten Klasse 15 Lernwochen den Mädchen voraus sind und die Lernunterschiede seit 2011 ansteigen.

Daher sollten wir uns stärker bei der Lehramtsausbildung einbringen, damit die Lehramtsstudierenden besser ausgebildet werden, um zu verhindern, dass Vorurteile entstehen und Im Unterricht sich stark auswirken. Je früher wir anfangen Mädchen und junge Frauen für unsere Fächer zu interessieren, umso größer ist die Chance, dass sie diese auch studieren werden.

Ebenso haben wir bereits festgestellt, siehe Halbjahresbericht 2-24, dass der demografische Wandel neue Wege der Ansprache erfordert. Das gilt besonders für die Elternarbeit als Teil der Lösung bei der Studienwahl. Das Umfeld der Studieninteressierten als Beratende spielt gerade im familiären Bereich eine große Rolle. Daher ist es sinnvoll, Eltern bei der Studienorientierung als Zielgruppe aktiv anzu-sprechen. Dies kann am leichtesten erfolgen, wenn man Vertrauen durch Transparenz schafft, nied-rigschwellige Formate anbietet und Eltern als Multiplikator: innen nutzt. Hiermit möchten wir sie ermu-tigen, diesen Weg zu beschreiten bzw. fortzusetzen.

Auch im ersten Halbjahr 2025 haben wir einen Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Gewinnung ausländischer Studierender als Beitrag zur Fachkräftegewinnung gelegt. Uns treibt dabei die Frage der Passfähigkeit um, wie wir die richtigen Studierenden gewinnen können. Vielleicht bräuchten wir einen Test für ausländische Studierende, gerade wenn wir diese zum Master zulassen? Daher haben wir das Gespräch mit dem DAAD gesucht und wollen eine gemeinsame Veranstaltung 2026 dazu durch-führen.

Gerade die 4ING-Fachrichtungen haben schon immer viele ausländische Studierende angezogen. Die Beliebtheit für ein Studium nach Deutschland steigt. Mittlerweile sind 13% der Studierenden internationale. „Auch für internationale Wissenschaftlerinnen ist Deutschland höchst attraktiv. 2021 lag Deutschland mit 75.000 internationalen Forschenden auf Platz 2 nach den USA mit 80.000, so eine DHZHW-Meldung vom 9.11.2024. Auf Grund der gestoppten Visaerteilung und Einschränkungen in der Forschung durch die Trump Administration könnte die Anzahl noch steigen. Da wir in Deutschland aus eigener Kraft nicht genügend Absolventen generieren, um die aktuelle Lücke als auch den kom-menden Fachkräftebedarf in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu decken, könnte in der zielgerichteten Anwerbung von ausländischen Studierenden der Schlüssel zur Lösung liegen. Nicht immer wird eine wachsende Anzahl an internationalen Studierenden gerne gesehen. Uns erreichen Rückmeldungen, dass dies zuweilen sogar in Wissenschaftsministerien negativ beurteilt wird. Daher möchten wir Ihnen mit der u.g. DAAD-Studie Argumente für einen Aufwuchs an die Hand geben.

Der DAAD hat eine Studie beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) beauftragt, die feststellt, dass internationale Studierende die deutsche Wirtschaft stärken. Danach tragen internationale Studierenden langfristig rund acht Mal mehr zu den Einnahmen der öffentlichen Haushalte bei, als der Staat in sie investiert. Je mehr nach dem Abschluss bleiben, desto besser.
Internationale Studierende sind somit ein wirtschaftlicher Gewinn für Deutschland. In der Studie wurde umfassend untersucht, wie groß der volkswirtschaftliche Beitrag internationaler Studierender vom Studienbeginn bis zum Renteneintritt ist.
Die Studie finden Sie unter: https://static.daad.de/media/daad_de/infos-services-fuer-hochschulen/expertise-zu-themen-laendern-regionen/daad_2025_vweffekteinst_gutachten.pdf

4ING versucht dieses Thema über seine Netzwerke zu bearbeiten, sei es in den vier Mitgliedsfakultä-tentage, über seine Mitgliedschaften, z.B. im Nationalen MINT FORUM als auch über Kooperationen mit externen Partnern wie Fachgesellschaften, Verbände, Stiftungen und Wissenschaftsorganisationen.

All diese Bemühungen können nur dann Früchte tragen, wenn in Deutschland kein Klima der Angst herrscht und es nicht Ausgrenzungen oder gar tätlichen Angriffe gibt.

Novelle des WissZeitVG und Dauerstellen neben der Professur
4ING hat sich wie bereits bekannt mehrfach zur Novelle des WissZeitVG geäußert, siehe auch die letzten Halbjahresberichte. Zwar hat noch eine erste Lesung im Bundestag im Herbst 2024 stattgefunden, aber letztlich ist der Gesetzesentwurf dem Ampel-Aus zum Opfer gefallen. Die neue Forschungsministerin will bis Frühjahr 2026 das Gesetz novellieren. Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, soll es ein Gesetz geben ohne die bei der letzten Novelle in Streit befindlichen Inhalte. Wir hoffen, dass wir wieder zum Entwurf Stellung nehmen werden können. Unsere Bereitschaft dazu haben wir an entsprechender Stelle im BMFTR bereits verankert.

In diesem Kontext wird die Forderung nach Dauerstellen neben der Professur erhoben. Die Gruppe der Universitäten der HRK hat mit der Jungen Akademie ein Papier mit Leitlinien für Dauerstellen neben der Professur verfasst, das drei verschiedene Personalkategorien und deren Ausgestaltung beinhaltet, s.u.: https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/leitlinien-fuer-unbefristete-stellen-an-universitaeten-neben-der-professur/
4ING hat sich darüber im Januar mit der Sprecherin der Gruppe der Universitäten in der HRK und dem HRK-Präsidenten ausgetauscht. Die Position der HRK teilen wir aus vielen Gründen nicht. Das HRK-Papier berücksichtigt nicht die in unseren Fächer bestehende Konkurrenz zur Industrie. Befristete Qualifikationsstellen dürfen aus unserer Sicht nicht für Dauerstellen umgewidmet werden.
Des Weiteren fand dazu noch ein Gespräch mit dem DHV-Präsidenten und der Geschäftsführerin statt. Dort waren wir uns einig, dass für solche Dauerstellen nicht das Prinzip „one size fits“ all gelten kann.
Unser Mitglied Fakultätentag Informatik hat auf das Leitlinienpapier der Gruppe der Universitäten der HRK mit einem eigenen Leitlinienpapier geantwortet, s.u.:
https://cloud.ft-informatik.de/s/MiRWoqwJxAxij8Y

Akkreditierung, neue Musterrechtsverordnung (MRVO)
Die neue MRVO ist Ende 2024 in Kraft getreten, aus diesem Anlass hat der Akkreditierungsrat eine Informationsveranstaltung des Akkreditierungsrates am 28.1.2025 „Novellierung für die Qualitätsentwicklung an Hochschulen – die Musterrechtsverordnung 2024“ veranstaltet. Das Programm und weitere Informationen wie den Text der neuen MRVO und die in den Ländern geltenden Übergangsregelungen finden Sie unter: https://www.akkreditierungsrat.de/de/aktuelles-und-veroeffentlichungen/veranstaltungen/veranstaltungen

Sie finden den sehenswerten Livestream der Veranstaltung unter: https://www.youtube.com/watch?v=tzmchM0MqVk

Novelle der Landeshochschulgesetzes NRW
NRW will sein Hochschulgesetz novellieren. Den Referentenentwurf finden sie unter:
https://www.mkw.nrw/system/files/media/document/file/refe_hochschulstaerkungsgesetz.pdf

4ING hat im Dezember eine Stellungnahme zu diesem Referentenentwurf abgeben. Der Entwurf ist mit ca. 250 Seiten nicht nur äußerst komplex, sondern umfasst einen überaus hohen Detailierungsgrad. An etlichen Stellen weist er auch Inkonsistenzen auf. Darüber hinaus unterliegt der Entwurf verschiedentlich (verfassungs-)rechtlichen Bedenken, wie z.B. bei der Trennung von Betreuung und Begutachtung bei Promotionsvorhaben.
Im Kapitel 10 mit Regelungen zur Redlichkeit und Sicherheit in der Hochschule beschreitet das Bundesland NRW völliges Neuland. Den Aufbau von doppelten Strukturen und Zuständigkeiten, z.B. im Hochschulrecht und im Strafrecht, lehnen wir entschieden ab. Gerade bei der Begehung von Straftaten sollte der Vorrang des Strafanspruchs des Bundes gewahrt bleiben und die Ahndung nicht auf das Hochschulrecht einzelner Länder verlagert werden. Noch vor Ostern sollte ein überarbeiteter Entwurf in den Landtag eingebracht werden, das ist bislang noch nicht geschehen.

Hochschulfinanzierung
Mit Sorge sehen wir, dass in vielen Hochschulen die Mittel knapp werden. Stellen werden nicht be-setzt und Rücklagen für Investitionen aufgelöst, um kurzfristig Finanzlöcher zu stopfen. Es ist nur eine Frage von Zeit, bis auch Professuren nicht mehr besetzt werden.
In Berlin bereiten die Hochschulen eine Klageschrift gegen das Land Berlin auf Einhaltung der beste-henden Hochschulverträge wegen der angekündigten Kürzungen vor. In Hessen überlegen die Hoch-schulen, ob sie die neuen Hochschulverträge wegen der signifikanten Einsparungen unterschreiben sollen. Die möglichen Einsparungen könnten zu einem Stellenabbau auch beim wissenschaftlichen Personal führen.

Wir raten dazu sich in den Fakultätentagen konkret dazu auszutauschen und auch 4ING informiert zu halten, damit es nicht zu strukturellen Verwerfungen durch Einsparmaßnahmen kommt, die Lehre und Forschung behindern oder gar im schlimmsten Fall unmöglich machen.

Allerdings scheint auch innerhalb der gemeinsamen Wissenschaftlichen Konferenz (GWK) Hoffnung zu bestehen, dass für die Länder Hilfe aus dem Sondervermögen Infrastruktur möglich wird. Dies soll auch Inhalt der GWK-Sitzung am 4.7.25 sein.

 

Neue Zuständigkeiten in der Bundesregierung für Bildung und Wissenschaft
Die neue Bundesregierung steht seit dem 7.05.25 fest:
Bildung ist nun Teil eines neuen Superministeriums, das von der CDU von Frau Prien geführt wird, es beinhaltet Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Frau Prien ist als uns als langjährige Bildungs- und Wissenschaftsministerin Schleswig-Holsteins und Koordinatorin der CDU/CSU-geführten Länder in der KMK bereits bekannt.

Auf Grund dieser Veränderung wird die ehemaligen Abteilung 3 (Berufliche Bildung) des alten BMBF in das neue Ressort eingegliedert und ist nun auch dort für das Thema Deutscher Qualifikations-rahmen (DQR) zuständig.

Frau Ministerin Prien wurde am 21.05.25 von 4ING zu Ihrem neuen Amt beglückwünscht.

Daneben gibt es das neue Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), das von der CSU von Frau Bär geführt wird. Frau Bär war unter Frau Dr. Merkel bereits Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung. Die beiden bereits ernannten Parlamentarischen Staatssekretäre Frau Dr. Launert (CSU) und Herr Hauer (CDU) haben sich zuvor nicht mit den Themen des neuen Ministeriums befasst. Noch ist unklar, wer von den beiden für welche Themen zuständig sein wird. Beruhigend ist, dass als einer der beiden beamteten Staatssekretäre der frühere Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst Herr Dr. Jungk berufen wurde, der sein früheres Haus mit viel Umsicht geleitet hat. Er hat auch federführend an der Umstrukturierung der KMK mitgewirkt. Der 2.beamtete Staatsekretär Dr. Pleyer ist wie alle übrigen auch ein Jurist.
Das neue BMFTR ist konkret für Hochschulen, Raumfahrt, für das DLR, Grundsatzfragen der nationalen und internationalen Innovations- und Technologiepolitik, die Entwicklung digitaler Technologien, die Hightech-Agenda, Gigafactories, Games, die Förderung von unbemannten Luftfahrzeugen und Advanced Air Mobility, Erdbeobachtung, Sattelitennavigation und -kommunikation, die Deutsche Galileo-PRS-Behörde, Quantentechnologien und Kernfusion, sowie auch eine Abteilung Geisteswissenschaften zuständig. Noch offen ist, wer aus dem BMFTR bei der anstehenden Verrechtlichung des DQR für die Hochschulen sprechen wird.
Frau Ministerin Bär und StS Dr. Jung wurden ebenfalls per Brief zum Amtsantritt am 21.05.25 beglückwünscht.

Der Wissenschaftsrat zur neuen Bundesregierung
Der Vorsitzende Prof. Wolfgang Wick fordert, dass Bund und Länder an einem Strang ziehen müssen. Er sieht die ressortübergreifende und föderale Zusammenarbeit als Schlüssel für wissenschaftspolitische Erfolge in der neuen Legislatur. Siehe im Einzelnen in der Pressemitteilung vom 12.05.25 unter:
https://www.wissenschaftsrat.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/PM_2025/PM_0525

Die neue Forschungsministerin Bär hat am Mittwoch, den 25.06.25 ihr Programm im Ausschuss Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages vorgestellt.

  1. Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) möchte die geplante Hightech-Agenda schnell auf den Weg bringen und dadurch Anreize schaffen, um rasch Innovationen in den Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Mikroelektronik, Biotechnologie, klimaneutrale Mobilität und klimaneutrale Energieerzeugung zu ermöglichen. Am Mittwochmittag stellte sie das Programm ihres Ministeriums im Forschungsausschuss vor.
  2. Bei ihrem Antrittsbesuch im Ausschuss zeigte sich die Bundesministerin für Forschung, Technik und Raumfahrt zufrieden, dass der aktuelle Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2025 trotz der angespannten finanziellen Lage eine Erhöhung des Kernhaushalts vorsehe. So könnten unter anderem die Bereiche Raumfahrt und Games mit mehr Geld rechnen. „Die Raumfahrt ist eine der treibenden Kräfte für Innovationen“, sagte Bär. Auch von dem Sondervermögen Infrastruktur, aus dem beispielsweise Gelder zur Umsetzung der Hightech-Agenda vorgesehen seien, würden die Vorhaben ihres Ministeriums profitieren.
  3. Für das „1.000 Köpfe-Programm“, mit dem die Bundesregierung internationale Talente für den Wissenschaftsstandort Deutschland gewinnen möchte, sind laut Bär rund 27 Millionen Euro für das Jahr 2025 eingeplant. Ab 2026 seien dann jährlich 50 Millionen Euro hierfür veranschlagt worden.
  4. Um die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft zu verbessern und Bürokratie abzubauen, sei eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes geplant. Bis Mitte 2026 soll dieses Vorhaben laut Koalitionsvertrag abgeschlossen sein, ein Referentenentwurf wird laut Ministerin derzeit erarbeitet. „Mehr Verlässlichkeit für die Forschenden und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ seien zwei Aspekte, die durch das Gesetz verbessert werden sollen, sagte Bär. Sie räumte allerdings ein, dass noch großer Beratungsbedarf bestehe, da die Ansätze der unterschiedlichen Akteure weit auseinandergingen.

Quelle: Newsletter „Heute im Bundestag Nr. 247


EUA-CDE
Anlässlich der 20 Jahre Salzburg Prinzipien zur europäischen Doktorandenausbildung erschien der untenstehende Bericht:

Doctoral education in Europe today: enhanced structures and practices for the European knowledge society, s.u.: https://www.eua.eu/publications/reports/doctoral-education-in-europe-today-enhanced-structures-and-practices-for-the-european-knowledge-society.html

Wir haben mit dem Kollegen Hesselbarth einen engagierten Kollegen, der 4ING im EUA- Council of Doctoral Education (CDE) vertritt. Auch in diesem Gremium ist Deutschland mit nur wenigen vertreten und unsere Fachrichtungen nur über 4ING. Auch hier gilt es immer noch wachsam zu sein, dass nicht über die Hintertür die in Deutschland bewährte und wichtige Assistenzpromotion durch europäische Sonderformen beschädigt wird. Die EUA und somit auch das EUA-CDE wird von der Kommission gerne zu Rate gezogen.

SEFI
Die SEFI ist das größte europäische Netzwerk, das sich mit der Ingenieurausbildung befasst. Noch immer sind wir mit zwei Personen im Board of Directors aktiv. Dies ist vor dem Hintergrund, dass neben 4ING nur noch 3 deutsche Universitäten Mitglied bei SEFI sind, eine sehr respektable Leistung.
Die diesjährige Jahrestagung mit Mitgliederversammlung wird in Tampere/Finnland vom 15.-18. September stattfinden.
Wir würden es begrüßen, wenn mehr deutsche Universitäten Mitglied bei der SEFI wären, um unserer Stimme ein größeres Gewicht im europäischen Kontext zu geben. Dies wäre vor dem Hintergrund, dass auch die SEFI bei der Kommission angehört wird, besonders wichtig. Aktuell sind nur die TU Berlin, TU Braunschweig und die TU München Mitglieder der SEFI.

Infos
DAAD
In dem Strategiepapier zur Zusammenarbeit mit Indien empfiehlt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Potenzial des akademischen Austausches und der wissenschaftlichen Kooperation mit Indien zu nutzen. Dies ist vor dem Hintergrund, dass die größte Gruppe der internationalen Studierenden mittlerweile aus Indien kommt, sicher eine wichtige/hilfreiche Information.
Das Papier wurde anlässlich des „Indo-German Forum“ in Neu-Delhi veröffentlicht.
Zum Strategiepapier Indien als strategischer Partner, s.u.: https://static.daad.de/media/daad_de/der-daad/kommunikation-publikationen/presse/250312_daad_perspektiven_indien_dt_bf.pdf 

MINT-Frühjahresreport
PM: https://table.media/bildung/news/mint-fachkraefteluecke-gefaehrdet-regierungsvorhaben/
Report: https://www.nationalesmintforum.de/fileadmin/medienablage/content/presse/2025/mint-report/MINT-Fruehjahrsreport-2025.pdf

HRK-Projekt MODUS:
Mit dem kürzlich erschienenen „Praxishandbuch Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen https://mailing.hrk.de/c/105443556/61a14b843d8-sui5qq“ steht Ihnen eine umfassende und praxisnahe Unterstützung für Ihre Arbeit zur Verfügung. Das Handbuch beschreibt ausführlich, welche rechtlichen Grundlagen für Anerkennung und Anrechnung gelten, wie Verfahren gestaltet werden können und wie der wesentliche Unterschied sowie die Gleichwertigkeit geprüft werden. Darüber hinaus liefert es Einblicke in die Kompetenzorientierung, den Umgang mit Noten und die Qualitätssicherung von Anerkennung und Anrechnung.
Gute Beispiele aus den Hochschulen demonstrieren Umsetzungsmöglichkeiten für spezifische Aspekte der Anerkennung und Anrechnung. Außerdem bieten FAQ und Checklisten Hilfestellungen für die Verfahrensoptimierung an der eigenen Hochschule und für die konkrete Fallbearbeitung.
„Entwicklung, Wirkungsweisen und Potenziale pauschaler Anrechnungsverfahren, s.u.: https://mailing.hrk.de/c/105443589/61a14b843d8-sui5qq“

Wissenschaftssicherheit

Wissenschaftsrat
Auch der Wissenschaftsrat hat sich mit dem Thema „Wissenschaftsfreiheit“ befasst. In seiner Pressemitteilung vom 12.05.25 fordert er, dass das Wissenschaftssystem auf neue Sicherheitsanforderungen reagieren muss, s.u.: https://www.wissenschaftsrat.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/PM_2025/PM_0625

Das Positionspapier mit dem Titel „ Wissenschaft und Sicherheit in Zeiten weltpolitischer Umbrüche“, Mai 2025 findet sich unter.: https://www.wissenschaftsrat.de/download/2025/2485-25, https://www.wissenschaftsrat.de/download/2025/2485-25.pdf?__blob=publicationFile&v=0

Im Podcast geht Prof Ferdi Schüth, Vorsitzender des Forschungsausschusses auf die Lage der Wis-senschaftsfreiheit zwischen Bedrohung und Verteidigung näher ein, s.u.: https://9te-etage.podi-gee.io/8-wissenschaftssicherheit ein.
Zum Inhalt:
„Ob Cyberattacken, Spionage oder Einflussnahme von außen: Sicherheitsrisiken bedrohen Hochschu-len und Forschungseinrichtungen. Wie kann unser offenes Wissenschaftssystem geschützt werden, ohne Freiheit und internationale Kooperation zu gefährden? Und welche Folgen hat es, dass die lange gültige Unterscheidung zwischen ziviler und sicherheitsrelevanter Wissenschaft, sogenannte Dual Use-Forschung, immer weniger möglich ist?
Ob die Arbeit an KI und Gesichtserkennung, an Infektionskrankheiten oder an der Datenspeicherung – fast jedes Forschungsthema hat heute etwas mit Sicherheit zu tun. Wie die Wissenschaftsfreiheit ge-schützt werden kann und wie Wissenschaft zugleich zur Sicherheit einer offenen Gesellschaft beitra-gen kann, erklärt der Chemiker und Vorsitzende des Forschungsausschusses im Wissenschaftsrat, Ferdi Schüth, im Gespräch mit Georg Scholl.“

HRK
Sie fordert „Bündnis Cybersicherheit für Hochschulen“, s.u.:
https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-fordert-buendnis-cybersicherheit-fuer-hochschulen-5119/

KI
Hochschulforum Digitalisierung
Künstliche Intelligenz: Grundlagen für das Handeln in der Hochschullehre, s.u.:
https://hochschulforumdigitalisierung.de/wp-content/uploads/2025/01/HFD_AP_86_Kuenstliche-Intelligenz_Grundlagen-fuer-das-Handeln.pdf

Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt)
Effektiver studieren mit KI: Bayerische Hochschulen erproben Lernerfolg von Künstlicher Intelligenz im Hörsaal, PM vom 18.03.25, s.u.: https://idw-online.de/de/news849038

„Mit Chatfragen und Quizspielen den Inhalt der Vorlesung erfassen – das können Studierende mit dem KI-Assistenzsystem OneTutor, der von Studierenden der Technischen Universität München (TUM) entwickelt wurde. Doch stärkt der KI-Tutor auch den Lernerfolg? Diese Frage untersucht das Projekt „AIffectiveness in Education“. Unter Federführung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erforschen führende bayerische Hochschulen, wie effektiv KI-basierte Assistenzsysteme den Lernerfolg beeinflussen.“

Zum bidt-Forschungsschwerpunkt „Mensch und generative Künstliche Intelligenz: Trust in Co-Creation“: Weitere Informationen:
Informationen zum KI-Assistenzsystem OneTutor: https://onetutor.ai/ https://www.bidt.digital/generative-ki/
Die Ergebnispräsentation TechnikRadar 2025 – Digitale Transformation und KI fand am 26.06.25 online statt. Die Ergebnisse mit interaktiven Grafiken finden sie unter:
https://technikradar.acatech.de/technikradar-2025/  und das Booklet unter: https://www.acatech.de/publikation/technikradar-2025-schwerpunkt-digitale-transformation-und-ki/

4ING pflegt Kontakte und ist regelmäßiger Gesprächspartner
4ING steht im Austausch mit dem Akkreditierungsrat, Mitgliedern des KMK-Hochschulausschusses, dem BMFTR, dem BMFSFJ und den Wissen- und Wirtschaftsministerien einzelner Länder u.a. zu den Themen MINT-Nachwuchs, WissZeitVG, Deutscher Qualifikationsrahmen, Novellen der Landeshochschulgesetze, Promotionsrecht an/für Fachhochschulen, Akkreditierung, Profilierung der Hochschullandschaft und digitaler Transformation.

4ING pflegt regelmäßig den Kontakt mit dem Stifterverband, der Bundesingenieurkammer, dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der BDA, der acatech, dem VDMA, dem ZVEI, dem VDE, dem VDI, dem NMF, der GI, dem DAAD und vielen anderen gerade im Bereich Nachwuchssicherung.
Dies ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

Auf Europäischer Ebene arbeiten wir insbesondere bei der European Society for Engineering Education (SEFI) und der European Engineering Deans Conference (EEDC) mit und halten Kontakte zu ENAEE, EUA und den Engineers Europe mit der Engineers Europe Advisory Group. Die Kollegen H. Meyer und S. Krusche gehören dem SEFI-Board of Directors an. Herr Kollege Hesselbarth ist der 4ING-Vertreter beim EUA-Council for Doctoral Education (EUA-CDE).

Allen Fakultätentagen und den Mitwirkenden in den Leitungsgremien möchte ich ganz herzlich für ihre engagierte Mitarbeit danken. Nur das gemeinsame Engagement und das geschlossene Auftreten nach außen haben die bisherigen Erfolge von 4ING möglich gemacht.

Das ehrenamtliche Engagement unserer Mitstreitenden trägt gerade im hochschulpolitischen Bereich Früchte. 4ING hat sich als Vertreterin der universitären Ingenieurwissenschaften seit vielen Jahren etabliert. Die Erkenntnis, dass die Zukunft der Ingenieurwissenschaften und der Informatik von fundamentaler Bedeutung für die Zukunft unseres Landes ist, konnte bei den politischen Entscheidungsträgern nachhaltig verankert werden.
Die Zusammensetzung des Leitungsgremiums und das dort vorhandene Wissen, die effiziente Kommunikation, das Engagement und die Erfahrung sind eine hervorragende Basis für die weitere reibungslose Arbeit, bei der die gemeinsame Sorge um unsere Studierenden und Wissenschaft-ler:innen und um die Zukunft der Ingenieurwissenschaften und der Informatik als tragende Säulen unseres Landes immer im Vordergrund steht. Ich möchte Sie alle einladen, sich auch weiterhin, neu oder wieder engagiert in die Arbeit von 4ING einzubringen.

Mein Dank gilt insbesondere allen Mitgliedern von 4ING, Frau Kollegin Vogel-Heuser und den Kollegen Desel, Friebe (bis 9.5.25), Hans (ab 9.5.25), Ihlemann, Lüttgen, Weber und Ziegler. Ein besonderer Dank gilt den Kollegen Hesselbarth, Krusche und Meyer, die sich für 4ING stark auf der europäischen Ebene einbringen, und dem Kollegen Heiß insbesondere für die Vertretung von 4ING im Nationalen MINT-Forum. Des Weiteren danke ich dem Kollegen Bargstädt für sein Engagement im Akkreditierungsrat, dem Kollegen Garbe für seine langjährige Mitwirkung im Präsidium des Allgemeinen Fakultätentages als Vertreter der Ingenieure, dem Kollegen Palis für seine Mitwirkung im wissenschaftlichen Beirat bei NFD4ING und den Kollegen Czylwik, Gerke und Lüttgen als Mitglieder des ASIIN-Vorstandes. Besonders herzlich möchte ich mich bei unserer Geschäftsführerin, Frau Heike Schmitt, bedanken.

Prof. Dr.-Ing. Sven Klinkel

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Prof. Dr.-Ing. Sven Klinkel, RWTH Aachen, ist neuer 4ING-Vorsitzender https://4ing.net/prof-dr-ing-sven-klinkel-rwth-aachen-ist-neuer-4ing-vorsitzender-2 Sun, 15 Jun 2025 09:13:12 +0000 https://4ing.net/?p=1266

Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung für den Erhalt des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Deutschland, dem wir mit gut ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Informatikerinnen und Informatiker begegnen. Im Verbund mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Fachgesellschaften ist 4ING mit vielfältigen Aktivitäten bereits bei der Gewinnung von MINT-Studierenden aktiv.

Der neue 4ING-Vorsitzende Prof. Klinkel sieht hierbei die Umsetzung einer erfolgreichen Internationalisierung als große Chance zur Gewinnung von Studierenden und späteren Fachkräften. Er fordert daher die Politik auf die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen bereitzustellen.
Zum 01.01.2025 fand turnusmäßig eine Veränderung im Vorstand des Dachvereins 4ING, Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten e.V. statt. Nach vier Jahren erfolgreicher Tätigkeit von Prof. Wünsch (Universität Kassel) übernahm nun Prof. Klinkel (RWTH Aachen) den Vorsitz.

Die 4ING-Vorstandsmitglieder sind seit 01.01.2025:
Prof. Dr.-Ing. Sven Klinkel, RWTH Aachen (FTBGU), 4ING-Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. Marcus Ziegler, Universität Kassel (FTEI)
Prof. Dr. Gerald Lüttgen, Universität Bamberg (FTI)
Prof. Dr.-Ing. Jörn Ihlemann, TU Chemnitz (FTMV)

4ING befasst sich, auch vor dem Hintergrund der durch die digitale Transformation hervorgerufenen Veränderungen in der Wissenschaft und Technik, besonders mit folgenden Themen:

  • Sicherung des Ingenieur- und Informatiker-Nachwuchses durch Förderung junger Menschen mit Interesse an MINT-Fächern
  • Förderung, Entwicklung und Unterstützung von innovativen Lehr-/Lernformen
  • Sicherstellung berufsrelevanter akademischer Qualifizierung der Bachelor- und Masterabsolventen durch geeignete Qualitätssicherungsinstrumente für die Studiengänge der Ingenieure und der Informatik
  • Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses durch Mitgestaltung des europäischen Hochschulraums in Kooperation mit nationalen und europäischen Wissenschafts- und Berufsorganisationen
  • Förderung der Internationalisierung deutscher Ingenieurausbildung und deutscher Ingenieurkompetenz vor dem Hintergrund einer globalisierten Welt
  • Qualitätssicherung in der Ingenieurpromotion zur Gewährleistung hoher Fach- und Handlungskompetenz von promovierten Ingenieuren und Informatikern in Schlüsselpositionen in Wissenschaft und Wirtschaft
  • Sicherstellung hoher Lehrqualität und Konkurrenzfähigkeit in der Forschung der Ingenieurfakultäten durch angemessene Rahmenbedingungen
  • Ethische Anforderungen an die Ingenieure und Informatiker der Zukunft als Folge der gesellschaftlichen Herausforderungen, wie z.B. Klimawandel, Energiewende und digitale Transformation

Weitere Informationen: https://4ing.net

Ansprechpartnerin:
Ass. iur. Heike Schmitt
Geschäftsführerin des Dachvereins „Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten“ (4ING) e.V.,
c/o RWTH Aachen, LBB
Mies-van-der Rohe-Straße 1
52074 Aachen
Tel.: 06151-950 51 35
E-Mail: [email protected]
Internet: https://4ing.net

Der Dachverein „Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten“ (4ING) vertritt 144 Fakultäten, Fachbereiche und Abteilungen an 60 Universitäten und Technischen Universitäten in Deutschland. Diese stellen mehr als 90% des universitären Studienangebotes bereit in den Fächern Bauingenieurwesen, Geodäsie; Maschinenbau, Verfahrenstechnik; Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Informatik.

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Novellierung für die Qualitätsentwicklung an Hochschulen – die Musterrechtsverordnung 2024 https://4ing.net/prof-dr-ing-sven-klinkel-rwth-aachen-ist-neuer-4ingvorsitzender Mon, 09 Jun 2025 11:17:11 +0000 https://4ing.net/?p=1234
Der Akkreditierungsrat veranstaltet eine Online-Informationsveranstaltung am 28.01.25 zum Thema:
„Novellierung für die Qualitätsentwicklung an Hochschulen – die Musterrechtsverordnung 2024“
Die Veranstaltung findet von 11 bis 16 Uhr statt, Einzelheiten zum Programm und zur Teilnahme finden Sie unter: https://www.akkreditierungsrat.de/de/aktuelles-und-veroeffentlichungen/veranstaltungen/veranstaltungen
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4ING für Weltoffenheit und Demokratie https://4ing.net/4ing-fuer-weltoffenheit-und-demokratie Tue, 13 May 2025 19:37:52 +0000 https://4ing.net/?p=1113

Erklärung vom 13.03.2024: Der Dachverein „Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten e.V.“ (4ING) steht mit seinen 140 Fakultäten an 60 deutschen Universitätsstandorten für eine offene Gesellschaft und eine starke Demokratie, die das Fundament für Freiheit, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit unseres Landes bilden.

Wir leben in unseren Fächern Weltoffenheit, denn nur gemeinsam mit einer breiten Vielfalt an Talenten und Ideen können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern. Für Studium und Lehre sowie das gesamte wissenschaftliche Spektrum von der Grundlagenforschung bis zum Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft gilt uneingeschränkt: Menschen mit Migrationshintergrund sind eine tragende Säule unseres Innovationssystems. Die Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen gelingt nur im internationalen Austausch und mit Mitarbeitenden und Studierenden, die in großer Zahl auch aus dem Ausland zu uns kommen. Vielfalt ist essenzieller Erfolgsfaktor in der Wissenschaft, sie ist unsere Stärke.

Dass Menschen aus aller Welt nach Deutschland kommen, um hier zu studieren und zu forschen, ist nicht selbstverständlich. Wir müssen uns um sie bemühen und eine aufrichtige Willkommenskultur leben. Wer dagegen Menschen ausgrenzt, sie gar vertreiben will, handelt in beschämender Weise inhuman und geschichtsvergessen, beschädigt die Werte unserer Gesellschaft und zerstört die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Wir sehen daher nicht tatenlos dabei zu, wenn die Kultur des Miteinanders und des gegenseitigen Respekts untergraben wird, sondern stellen uns entschlossen gegen jede Form von Rassismus, religiöser Diskriminierung und insbesondere Antisemitismus.

Pressemitteilung 4ING für Weltoffenheit und Demokratie

Pressemitteilung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen

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Nachwuchs gesucht: Demografische Welle, Image und ungenutzte Potentiale https://4ing.net/nachwuchs-gesucht-demografische-welle-image-und-ungenutzte-potentiale-6-gemeinsame-plenarversammlung-06-07-07-2023 Sun, 07 Jul 2024 13:04:01 +0000 https://4ing.net/?p=620

Die 6. Gemeinsame Plenarversammlung am 06/07.07.2023 richteten wir gemeinsam mit der Universität Kassel aus. In der Nachmittagsveranstaltung drehte sich alles um die Frage, wie wir ausreichend Studierende in unseren Fachrichtungen gewinnen. 4ING hatte den Jugendforscher Simon Schnetzer beauftragt, eine Trendbefragung unter Bachelorstudierenden aus den 4ING-Fachrichtungen durchzuführen und die Ergebnisse auf der Veranstaltung vorzustellen.

Programm Nachwuchs gesucht: Demografische Welle, Image und ungenutzte Potentiale

Vortrag Generation Z für 4ING begeistern. Wie sie ticken, kommunizieren, und was sie wollen.

Trendbericht Junge Menschen für ein 4ING-Studium begeistern.

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Datenkompetenz von Anfang an – Teil 2 https://4ing.net/15-04-24-workshop-von-1100-bis-1300-uhr-via-zoom-datenkompetenz-von-anfang-an-teil-2 Mon, 15 Jan 2024 08:53:52 +0000 https://4ing.net/?p=424

Workshop vom 15.04.2024: In diesem Workshop ging es um erste Erfahrungen mit Modulen zur Digitalen Bildung und Datenkompetenz am Beispiel des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau – Sustainable Engineering. Die Module waren im Oktober 2023 im ersten 4ING-Workshop „Datenkompetenz von Anfang an“ von Prof. Dr.-Ing. Peter Pelz und seinem Team von der TU Darmstadt vorgestellt worden. Im zweiten Workshop ging es um die gezielte Weiterentwicklung einer zentralen, universitätsweiten Infrastruktur für die Datenverarbeitung an der TU Darmstadt für Studierende und Lehrende.

Programm Datenkompetenz von Anfang an – Teil 2

Impulsvortrag „Digitale Bildung und Datenkompetenz. Kultureller Wandel in der Aus- und Weiterbildung in den Ingenieurwissenschaften – Eine Rückschau auf das Praktikum Digitalisierung“

Vortrag über die Einführung im ersten Semester: Grundlagen der Digitalisierung

Vortrag über einen studentischen Versuch: FAIRes Prüfdatenmanagement an einem Prüfstand für Fahrwerkskomponenten

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Datenkompetenz von Anfang an – Teil 1 https://4ing.net/datenkompetenz-von-anfang-an-teil-1-workshop-09-10-2023 Mon, 09 Oct 2023 13:02:33 +0000 https://4ing.net/?p=617

Workshop vom 09.10.2023: In diesem Workshop stellten Prof. Dr.-Ing. Peter Pelz und sein Team von der TU Darmstadt zwei Einheiten Makerspace und Digitaler Baukasten des Moduls „Praktikum Digitalisierung“ aus dem 5. Semester vor. Im Wintersemester 2023/24 waren die beiden Einheiten im Bachelor Curriculum Mechanical Engineering – Sustainable Engineering nach einer Testphase in den Live-Betrieb mit über 300 Studierenden gegangen. Damit ist dieses Modul eines von sieben Angeboten im Rahmen des „Blauer Faden“-Digitalisierung in diesem Studiengang. Durch kontinuierliche Optimierung der digitalen Arbeitsabläufe, Harmonisierung der Nutzung von Werkzeugen und Vernetzung sowohl curriculums- als auch disziplinübergreifend konnte somit Nachhaltigkeit geschaffen werden.

Programm Datenkompetenz von Anfang an – Teil 1

Impulsvortrag „Digitale Bildung und Datenkompetenz: Kultureller Wandel in der Aus- und Weiterbildung in den Ingenieurwissenschaften“

Präsentation Digitaler Baukasten: FAIRe Qualitäts-KPIs für ein LEGO-Fahrzeug

Präsentation Makerspace: Kalorimetrie als Selbstlerneinheit

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Integration von Ethik-Lehrveranstaltungen https://4ing.net/integration-von-ethik-lehrveranstaltungen Mon, 10 Oct 2022 20:07:58 +0000 https://4ing.net/?p=715

4ING-Ethik-Workshop am 10.10.2022: Die Integration von Ethik-Lehrveranstaltungen steht in den technischen Studiengängen, die in 4ING vertreten sind, gerade erst am Anfang bei den meisten unserer Mitgliedsfakultäten. Es ist unbestritten, dass die Herausforderungen der Zukunft im technischen Bereich nur mit Absolventen und Absolventinnen angegangen werden können, die ihr Handeln auch ethisch bewerten können. Insofern sollte der Workshop einen Einblick geben, in welcher Form dies in einem Studiengang integrierbar ist. In einer Keynote wurden von Prof. Carmen Leicht-Scholten, RWTH Aachen, Anforderungen an zukunftsfähige Technikwissenschaften im Allgemeinen dargestellt; weitere Referenten berichteten über erfolgreiche Umsetzungen ethischer Gesichtspunkte in das Curriculum von Ingenieurwissenschaften und Informatik. Zusammen mit den Teilnehmenden wurden die Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen in den einzelnen Fakultäten diskutiert.

 

Keynote: Zukunftsfähige Technikwissenschaften (Prof. Carmen Leicht-Scholten)

Präsentation: Echte Herausforderungen für echt verantwortungsvolle Ingenieur*innen – Challenge-based Learning in der Lehre zur Technikethik (Dr.-Ing. Christian Herzog)

Präsentation: Ethische und gesellschaftliche Perspektiven in der Informatik lehren – Ein Praxisbeispiel (Dr. Catharina Rudschies)

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