Den Krieg im Nahen Osten verstehen: Klassenkampf und Imperialismus

English, Dutch, French, SpanishItalian and Portuguese (Brazil)

Die folgenden Thesen und ihre Erläuterungen sind Teil einer laufenden Diskussion, die bislang noch nicht zu einer vollständigen Einigung geführt hat. Angesichts der Dringlichkeit, einen rätekommunistischen Standpunkt zu diesem sich rasch entwickelnden Krieg zu veröffentlichen, werden wir diese Diskussion in Kürze fortsetzen. Sollten andere Beteiligten ihren Standpunkt veröffentlichen, werden wir hier darauf verweisen.

Über den gegenwärtigen Krieg im Nahen Osten, die Rivalität der Blöcke und die Aufgaben der Arbeiterklasse

Rätekommunistische Thesen, März 2026

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Den Krieg im Nahen Osten verstehen: Klassenkampf und Imperialismus

Thesen zur Revolution in Russland

Englisch, Französisch, Espagnol – Italian – Brazilian Portuguese, Niederländisch

Die folgenden Thesen sind das vorläufige Ergebnis einer Diskussion einiger Genossen und spiegeln die erzielten Übereinstimmungen wider. Damit sind einige Fragen geklärt, andere müssen noch diskutiert werden. Die Thesen konzentrieren sich auf Imperialismus und Isolation als wichtige Faktoren der russischen Revolution. Sie befassen sich nicht mit der internen Konterrevolution durch den Bolschewismus an der Macht, dessen Fehlern im Bereich des Staatskapitalismus und dessen Verbrechen gegen die Arbeiterklasse.

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Thesen zur Revolution in Russland

März 1921. Eine Geschichte von Mut, Widersprüchen und Zukunft

Spanisch

Im März 1921 spitzte sich in Mitteldeutschland ein harter Konflikt zu: Arbeiter kämpften für Würde, Sicherheit und politische Macht, während der Staat mit Polizei, Kontrollen und Härte reagierte. Wer nur auf das Ergebnis blickt, sieht eine Niederlage. Wer genauer hinsieht, erkennt auch etwas anderes: Lernprozesse, Selbstorganisation und den Versuch, aus Wut kollektive Kraft zu machen. Genau darin liegt die Bedeutung dieser Geschichte bis heute.

Im vergangenen Jahr ist ein interessantes Buch über die Märzrevolution von 1921 in Mitteldeutschland erschienen:  Berndt Langer, „Im Glauben an die Weltrevolution. Die Märzrevolte 1921”. Unrast Verlag.

Berndt Langer war nach dem Fall der Mauer jahrelang in der deutschen Antifa-Bewegung aktiv. Diese Bewegung war und ist, gelinde gesagt, unklar in ihrer Haltung gegenüber der bürgerlichen Demokratie und der Bildung einer Front mit bürgerlichen Kräften. Langers Studie erschien mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, von der keine Sympathie für den Rätekommunismus zu erwarten ist. Dies kommt auch in Randbemerkungen im Buch zum Ausdruck. Dennoch ist das Buch wegen seiner historischen Beschreibung der letzten großen Bewegung des revolutionären Proletariats in Deutschland interessant.

 Die Revolution vom März 1921 markierte die endgültige Niederlage, eine Niederlage, die durch den Aufstand von 1920 im Ruhrgebiet gegen den rechten Kapp-Putsch eingeleitet wurde. Aber jede Niederlage ist ein Fortschritt, wenn man aus ihr lernen kann. Das versuchen wir hier zu tun.

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März 1921. Eine Geschichte von Mut, Widersprüchen und Zukunft

Drei Beiträge zur Sozialisierung der privaten Haus- und Sorgearbeit

Frei erfundenes Plakat

Englisch

  1. Die „Initiative Demokratische Arbeitszeitrechnung“ (IDA) veröffentlichte mit dem Titel “Feministisch vergesellschaften?” einen Beitrag zur “Chance der Arbeitszeitrechnung für das Problem der privaten Reproduktionsarbeit”. Zur Beantwortung der Frage “Wie kann private Reproduktionsarbeit im Sozialismus vergesellschaftet werden?” analysiert der Text politische, kulturelle und strukturelle Besonderheiten privater Reproduktionsarbeit und will aufzeigen, inwiefern die Arbeitszeitrechnung (weiter AZR) ein Werkzeug sein könnte, sie ökonomisch und damit auch politisch anzuerkennen.
  2. Wir empfehlen useren Lesern diesen Artikel, nicht zuletzt wegen der kritischen Reaktion von Hermann Lueer. Lueer schrieb als Antwort an die IDA den Artikel Gesellschaftliche versus private Reproduktionsarbeit, oder: Wie man die marxistische Arbeitszeitrechnung ad absurdum führen kann. Lueer zieht aus seiner ausgezeichneten Analyse auf Grundlage der AZR im Sinne der Gruppe Internationaler Kommunisten (GIK) die Schlussfolgerung das “Der Versuch, private Reproduktionsarbeit moralisch aufzuwerten, ohne sie real zu vergesellschaften, die Arbeitszeitrechnung nicht erweitert, sondern systematisch unterläuft.” Lueer schlägt anstatt vor Reproduktionsarbeit real zu vergesellschaften (z. B. durch kollektiv organisierte Kindergärten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Gemeinschaftsküchen, öffentliche Gesundheits- und Sorgeinfrastrukturen), wobei – wie im vorhergehenden Abschnitt gezeigt – diese Vergesellschaftung nur dann emanzipatorisch ist, wenn sie die Transparenz des Arbeitsaufwands wahrt und nicht unter dem beliebten Schlagwort ‘Nehmen nach Bedarf’ in die Aufgabe gesellschaftlicher Selbstverwaltung umschlägt.”
  3. Wir schließen uns dieser Kritik an mit dem folgenden bescheidenen historisch-theoretischen Beitrag zur Diskussion.

Kapitalistische Vergesellschaftung und kommunistische Sozialisierung

Das von der IDA angesprochene Problem ist real und kann nach einer proletarischen Machtübernahme in einem Gebiet mit ausreichenden Ressourcen angegangen werden. Die Erfahrungen aus der Russischen Revolution von 1917 sind aus verschiedenen Gründen leider begrenzt. Auf diese Gründe möchten wir in diesem kurzen Beitrag nicht alle erschöpfend eingehen. 

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Drei Beiträge zur Sozialisierung der privaten Haus- und Sorgearbeit

Gesellschaftliche versus private Reproduktionsarbeit

oder: wie man die marxistische Arbeitszeitrechnung ad absurdum führen kann

Von Hermann Lueer

Der vorliegende Text ist eine Erwiderung auf den Artikel der IDA – Feministisch vergesellschaften? Die Chance der Arbeitszeitrechnung für das ökonomische Problem der Reproduktionsarbeit –, in dem das von der GIK entwickelte Modell der Arbeitszeitrechnung durch die Einbeziehung privater Reproduktionsarbeit erweitert wird. 

Ausgangspunkt der Kritik ist nicht die politische Intention des Beitrags, sondern seine innere Logik: Der IDA-Ansatz greift zwar zentrale Kategorien der marxistischen Arbeitszeitrechnung auf, löst sie jedoch aus ihrem systematischen Zusammenhang. Im Folgenden soll gezeigt werden, dass der vorgeschlagene Umgang mit privater Reproduktionsarbeit nicht zu einer Präzisierung oder Fortentwicklung der Arbeitszeitrechnung führt, sondern deren buchhalterische und gesellschaftstheoretische Grundbedingungen unterläuft.

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Gesellschaftliche versus private Reproduktionsarbeit

Das Proletariat zwischen imperialistischen Blöcken

Der Iran, Venezuela, Rojava und die USA im Kontext der Rivalität zwischen den USA und China


Die gegenwärtige Situation ist geprägt von einer beschleunigten Neugestaltung der imperialistischen Machtverhältnisse, die zunehmend vom Antagonismus zwischen den Vereinigten Staaten und China bestimmt wird. Dieser Antagonismus löst die bestehenden Hierarchien nicht ab, sondern reorganisiert sie und gestaltet Allianzen, untergeordnete Konflikte und regionale Kriege neu. In diesem Zusammenhang erscheint das Proletariat nicht als autonomes historisches Subjekt, sondern in erster Linie als soziales Material, an dem konkurrierende bürgerliche und imperialistische Strategien getestet und durchgesetzt werden.

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Das Proletariat zwischen imperialistischen Blöcken

New York: Krankenpflegerstreik – Es ist Zeit, als Klasse zu kämpfen!

Foto: France24.com

14.000 Krankenschwestern und Krankenpfleger der Krankenhäuser Mt. Sinai, NY Presbyterian und Montefiore streiken für Forderungen, die wir als Teil der breiteren Arbeiterklasse teilen. Die Krankenhäuser versuchen, den Krankenschwestern und Krankenpflegern ihre Gesundheitsleistungen und Renten zu streichen und sie dazu zu zwingen, die Gesundheitsversorgung, der sie ihren Arbeitstag widmen, aus ihrer Rentenkasse zu bezahlen. Mt. Sinai und Presbyterian haben bereits die Krankenversicherung der streikenden Beschäftigten gekündigt, um den Streik zu brechen.

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New York: Krankenpflegerstreik – Es ist Zeit, als Klasse zu kämpfen!

Iran: Demonstrationen und Regimewechsel, Volksgemeinschaft oder Arbeiterkampf?

Englisch, Niederländisch, Spanisch

Aus dem Iran und von linken iranischen politischen Flüchtlingen kommen Berichte über Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der aktuellen Massendemonstrationen in weiten Teilen des Iran. Die Demonstrationen begannen im Dezember 2025 als Protest der „Bazari”, die bis dahin eine Stütze des Mullah-Regimes waren. Ihr Handel ist bedroht durch westliche Boykotte, den Anstieg der Importpreise aufgrund des Wertverfalls der iranischen Währung unter dem Druck einer massiven Geldschöpfung durch das Regime und die sinkende Kaufkraft der Bevölkerung aufgrund einer Inflation, die die Einkommen immer weiter übersteigt. Bedroht durch Hunger und Stromausfälle haben sich andere Teile der Bevölkerung angeschlossen, und die Demonstrationen haben sich von Protesten gegen bestimmte Maßnahmen zu einem Kampf für den Sturz des Regimes gewandelt. Linke Organisationen sind sich uneinig darüber, ob die iranischen Arbeiter diese breite Volksbewegung nun bedingungslos unterstützen sollten („Einheit“) oder ob sie sich als unabhängige Klasse positionieren sollten, die für ihre eigenen Klasseninteressen kämpft. Die letztere Alternative ist unter Marxisten als Kampf der Klasse für sich bekannt. Neben der aktuellen Entscheidung zwischen Einheit oder unabhängigem Arbeiterkampf im Kampf gegen das Mullah-Regime gibt es noch die zukünftigen Fragen für die Zeit nach dem Sturz des Regimes.

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Iran: Demonstrationen und Regimewechsel, Volksgemeinschaft oder Arbeiterkampf?

Der Marionnettenpräsident MADURO geht, das kapitalistische System bleibt

Lasst uns nicht in die Falle tappen, einen Ausbeuter gegen den Anderen zu verteidigen

Übersetzung von einem Spanischen Artikel der bordigistischen PCint (El Comunista), mit deren Auffasung der Partei wir als Rätekommunisten nicht einverstanden sind. Weiter ein ausgezeichneter Artikel der nicht in die Falle des bürgerlichen ‚Anti-Imperialismus‘ tappt.

In den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 bombardierte das US-Militär eine Militärbasis in Caracas mit sieben Explosionen, während US-Kampfhubschrauber langsam über den Himmel von Caracas flogen.

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Der Marionnettenpräsident MADURO geht, das kapitalistische System bleibt

Die vergessene Logik des Kommunismus

Von Hermann Lueer

Englisch, Spanisch

Der Text entstand nach der Niederlage der Arbeiterräte in Deutschland und Russland. Er griff die wesentlichen Erkenntnisse von Marx und Engels über eine kommunistische Produktionsweise wieder auf. Gleichzeitig flossen in ihn die Erfahrungen und Lehren aus früheren Versuchen der Arbeiterbewegung ein, eine Alternative zum Kapitalismus aufzubauen. Die Schrift war weniger eine dogmatische Neuformulierung als vielmehr ein Versuch, die praktische und theoretische Logik des Kommunismus in einer Zeit, in der diese Logik in den Hintergrund getreten war, erneut zu etablieren. Dies ermöglichte es den Autoren, auf der Grundlage einer Kritik der gescheiterten Versuche neue Wege aufzuzeigen.

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Die vergessene Logik des Kommunismus