Brother P-Touch Labeldrucker unter Linux verwenden

Brother PT-P700Nach meinem Umzug von Windows zu Linux habe ich festgestellt, dass mein Labeldrucker, ein Brother PT-P700, nicht mehr benutzbar war, weil Brother die Software dafür nur für Windows und macOS anbietet. Erfreulicherweise hat aber Dominic Radermacher ein Kommandozeilen-Tool gebaut, dass diese Lücke schließt. Siehe dazu auch https://dominic.familie-radermacher.ch/projekte/ptouch-print/.

Aus eigener Erfahrung kann ich die mit Ubuntu mitgelieferte Snap-Version nicht empfehlen. Sie ist veraltet und funktioniert nicht wie erwartet. Daher nutze ich den Quellcode, aus dem ich das Programm gebaut habe. Dabei ist zu beachten, dass es sich um ein Kommandozeilen-Tool handelt, also ohne komfortablen grafischen Editor mit Vorschau. Das Tool unterstützt jedoch die Erzeugung von PNG-Bildern als Vorschau, sodass man keine Testdrucke durchführen muss, um zu prüfen, ob das Etikett wie gewünscht erstellt wird.

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Kubuntu Linux, Teil 6

Wiederherstellung der GNU coreutils

Bei Ubuntu 25.10 wurde entschieden, die GNU coreutils durch die uutils auszutauschen, die auf Rust statt C basieren. Auch wenn die Entscheidung für Rust grundsätzlich sinnvoll ist, ist uutils aktuell noch kein vollwertiger Ersatz für die GNU coreutils, da die Version 0.5 nur etwa 88% der GNU Testsuite bestehen (siehe auch die Meldung dazu bei heise) und Ubuntu noch eine ältere Version mitliefert, bei der noch deutlich mehr potentielle Probleme bestehen.

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Kubuntu Linux, Teil 5

Ich benutze einen Monitor mit UHD-Auflösung (3840×2160 Pixel) und einer Diagonale von 27 Zoll. Bei dieser Auflösung ist eine Skalierung um Faktor 2 sinnvoll, damit Schriften und Symbole noch lesbar bleiben. Im Desktop kann man das auch leicht einstellen. Die virtuelle Konsole, die mit [Ctrl]+[Alt]+[F3] angezeigt werden kann, nutzt aber eine viel zu kleine Schrift und ist dadurch nur sehr umständlich zu nutzen. Zum Desktop zurück gelangt man übrigens mit [Ctrl]+[Alt]+[F1].

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Kubuntu Linux, Teil 4

Langsam erreicht Linux bei mir den Stand, dass ich nichts mehr vermisse. KiCad ist auch als Linux-Version als Flatpak verfügbar und funktioniert auch mit Wayland unter Kubuntu problemlos. Allerdings war ich mit dem Verhalten der Maus beim Login und in manchen Spielen noch nicht ganz zufrieden. Auch der TL866II plus, mit dem ich Speicher-Chips und und Microcontroller auslesen und beschreiben kann, musste noch eingerichtet werden.

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Kubuntu Linux, Teil 2

Zum Zeitpunkt des ersten Beitrags zu dem Thema hatte ich Kubuntu Linux soweit eingerichtet, dass es grundsätzlich alle Dinge tut, die ich brauche.

Allerdings ist mir ein Punkt aufgefallen, der die Verwendung bestimmter Software schwieriger macht: die verwendete Version 25.10 von Ubuntu ist notwendig, damit ich das PPA für die aktuellste KDE-Version nutzen kann. Allerdings sind viele Pakete nicht als PPA für Ubuntu 25.10 verfügbar, sondern meist nur für die ältere LTS-Version 24.04. Darüber hinaus sind manche Anwendungen in den Versionen, wie sie mit Kubuntu mitgeliefert werden, mitunter problematisch – z.B. OBS Studio, was in einer alten Version 30 geliefert wird, statt in der aktuelle Version 32. Die ältere Version zeigt bei mir aber erhebliche Bildstörungen bei Webcams, während die aktuelle Version problemlos nutzbar ist.

Eine weitere Paketquelle bei Ubuntu ist Snap. Allerdings sind Pakete auf Basis von Snap mitunter „eigenwillig“ – so verwenden z.B. Thunderbird und Firefox eigene Mauszeiger und nicht den, der im System eingestellt ist. Bei meinen Recherchen dazu bin ich u.A. auf eine Diskussion bei Snapcraft gestoßen. Die dort beschriebene Lösung ist zwar technisch möglich, erscheint mir aber sehr umständlich.

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Kubuntu Linux, Teil 1

Linux nutze ich schon seit den frühen 2000er Jahren auch beruflich regelmäßig. Der Schwerpunkt lag dabei aber meistens auf Servern. Auf dem Desktop habe ich Linux bisher nur selten verwendet.

Anlässlich der aktuellen Entwicklung von Windows 11 habe ich mich im Februar 2026 aber endgültig entschieden, auch auf dem Desktop privat dauerhaft auf Linux umzusteigen. Nach einem kurzen Ausflug zu Linux Mint 22.3 bin ich bei Kubuntu 25.10 mit einem aktuellen KDE Plasma 6.5.5 gelandet und werde wohl dabei bleiben. Der wesentliche Grund dafür ist für mich die Anpassbarkeit von KDE und zahlreiche nützliche Tools, die KDE mitbringt, wie die Bildschirmaufnahme, mit der man auch Teile des Bildschirms und Videos vom Bildschirm aufnehmen kann. Auch ist es mir in KDE deutlich leichter gefallen, für manuell eingerichtete Anwendungen Verknüpfungen für das Startmenü und die Taskleiste anzulegen. Der folgende Screenshot zeigt die Installation nachdem ich bereits mein eigenes Hintergrundbild eingestellt und diverse Anpassungen im Desktop vorgenommen habe.

KDE Plasma 6.5.5 mit angepasstem Desktop

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Workaround für „Slow Kit jail setup …“ in Collabora

Hinweis: entsprechend der Hinweise in https://github.com/CollaboraOnline/online/issues/14087 ist das Problem mittlerweile behoben und aktualisierte Docker-Images mit der Korrektur sollten irgendwann nach dem 24. January 2026 verfügbar sein.

In neueren Versionen von Collabora kann es bei der Verwendung von Docker zu einer Warnung „Slow Kit jail setup with copying, cannot bind-mount.“ beim Öffnen eines Dokuments kommen.

Die Ursache und ein Workaround sind im Forum von Collabora beschrieben.

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Gute Reise, alter Freund

Mein langjähriger Freund Aytekin Şahin ist am 20. Dezember 2025 gestorben.

Mit ihm teile ich einen großen Teil meiner Lebensgeschichte seit unserer gemeinsamen Zeit im Gymnasium in Augsburg. Wir haben gemeinsam in den 1980er Jahren viel Zeit nach der Schule in den Computer-Abteilungen der Kaufhäuser in Augsburg verbracht und sind am Ende beide beruflich in der IT gelandet, wo wir auch in verschiedenen Firmen einige Jahre zusammen gearbeitet haben.

Ich möchte auch seinen Kindern und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aussprechen!

Gute Reise, alter Freund!