Asboran https://asboran.de Rur liebt die Vielfalt, Bruderschwestern. Thu, 31 Dec 2020 11:07:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://asboran.de/wp-content/uploads/2015/08/cropped-Asboran-Browser-Logo-32x32.png Asboran https://asboran.de 32 32 97484664 Autorenbriefe 2020: Die Übersicht https://asboran.de/2020/12/31/autorenbriefe-2020-die-uebersicht/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbriefe-2020-die-uebersicht/#comments Thu, 31 Dec 2020 11:07:41 +0000 https://asboran.de/?p=2213 Hier die Liste der teilnehmenden Autorinnen und Autoren mit Link zum jeweiligen Artikel:

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Autorenbrief 2020: Jeanette Marsteller https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-jeanette-marsteller/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-jeanette-marsteller/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:59 +0000 https://asboran.de/?p=2189 Liebe Gemeinde,

wir haben uns heute hier versammelt, um das Jahr 2020 hinter uns zu lassen. Vieles ist bereits über die offensichtlichen Schattenseiten des Jahres gesagt worden, deshalb möchte ich mich damit gar nicht aufhalten. Stattdessen möchte ich lieber über eines der wenigen Dinge sprechen, die für mich das Jahr erträglich gestaltet haben: DSA.

Wie vermutlich viele andere von euch auch kam ich leider selbst nicht so oft zum Spielen, wie ich es mir gewünscht hätte – die Corona-Beschränkungen haben durch viele Pläne einen Strich gemacht. Trotzdem hatte ich ein paar schöne Spiele-Wochenenden im kleinen Kreis, als es möglich war, und auch ein paar online Spielrunden. Besonders die online Testrunde für „Runen des Schicksals“ hat dabei geholfen, den eintönigen Lockdown zu durchbrechen. Insgesamt aber war die Ausbeute an Spielrunden vergleichsweise mager – umso froher bin ich, dass ich noch auf dem KRK war, dessen Hochstimmung noch wochenlang angehalten hat.

Weit mehr Zeit als mit Spielen habe ich aber dieses Jahr mit Schreiben verbracht. Der Großteil meines DSA-Autorendaseins dieses Jahr war sicherlich mit dem gesamten Regional-Projekt zu den „Gestaden des Gottwals“ ausgefüllt. Dabei hat man mir viel Vertrauen entgegen gebracht und mich so einiges schreiben lassen: neben der eigentlichen Regionalspielhilfe habe ich auch Texte zu den Erweiterungsbänden beigesteuert und das Regional-Abenteuer verfasst. Durch die Arbeit an der Spielhilfe kam mir außerdem die Idee, die jüngere Geschichte Thorwals noch um ein paar subjektive Eindrücke in Form von Botenartikeln zu ergänzen. Aus der Idee zu „vielleicht drei, vier Artikeln“ wurden dann über 20, man kennt sowas ja. Dankbarerweise hat die Redaktion dieser Idee zugestimmt und mir außerdem geholfen, noch recht kurzfristig die ganzen Artikel lektorieren und korrigieren zu lassen. Seit ein paar Wochen könnt ihr die ersten der Artikel bereits im Netz finden, und bis zum Print-Release der Regionalspielhilfe werden noch einige weitere folgen. Zwischen den Artikeln ist übrigens auch noch eine besondere Überraschung versteckt, die für alle interessant sein dürfte, die sich über das Ende der politischen Karriere einer bekannten Thorwaler Meisterperson wundern. Lasst euch überraschen!

Für mich schließt sich damit pünktlich zum Jahresende das Kapitel Thorwal & das Gjalskerland. Im Jahr 2021 heißt es deshalb: auf zu neuen Ufern! Mein Autoren-Jahr 2021 beginnt mit der Arbeit an einer weiteren Regionalspielhilfe – diesmal zu einer Region, in der ich bereits ein Abenteuer angesiedelt habe. Ich freue mich sehr, Teil des Projekts zu sein, zumal mir nach all dem Frost an den Gestaden des Gottwals etwas Wärme und Sonnenschein gut tun werden. Neben diesem Projekt, bei dem ich wieder Teil eines fabelhaften Autorenteams sein darf, werde ich 2021 aber auch an anderen Ideen arbeiten.

Eine davon ist schon in der Mache, dauert aber ob des schieren Umfangs an geschriebenen Zeichen einfach seine Zeit – mein erstes Romanprojekt! Obwohl die Arbeit daran – zumindest für mich –  ungleich herausfordernder ist als das Schreiben von Spielhilfen oder Abenteuern, ist die Sache trotzdem eine Herzensangelegenheit. Klein-Jeanette hat schon in der Grundschule davon geträumt, Romane zu veröffentlichen, und mit noch etwas mehr Schweiß und Blut wird es in naher Zukunft wirklich so weit sein. Worum es geht? Die Geschichte spielt in der aventurischen Vergangenheit, und sie erzählt, wie aus einfachen Leuten legendäre Helden werden können.

Und zu guter Letzt will ich 2021 auch wieder an Abenteuern schreiben. Ein kleineres Abenteuer ist bereits in der Mache und ein anderes Abenteuer entsteht gemeinsam mit einem Co-Autor. Und vielleicht, wenn das Jahr 2021 nicht noch unvorhersehbareres Chaos mit sich bringt als das, von dem wir uns gerade verabschieden, vielleicht habe ich dann auch endlich Zeit und Muße, um die Kampagne voranzutreiben, an deren Planung ich seit einer Weile tüftele. Dazu will ich nicht zu viel verraten, denn bei einem großen Projekt mit mehreren Bänden muss viel geplant werden, bevor etwas spruchreif ist.

Nun bleibt mir nichts weiter, als euch allen einen schönen Silvester-Abend zu wünschen – vielleicht verbringt ihr ihn ja genau wie ich im kleinen Kreis mit einer Spielrunde? Ich hoffe, ihr bleibt alle gesund und verliert genau wie ich nie die Freude an DSA, egal wie viele Steine das Jahr 2021 auf unseren Weg legt. Ich würde mich freuen, euch auf Cons (wenn es sein muss eben online) wieder zum Plaudern zu treffen, denn ohne euer Lob und eure Kritik macht das Schreiben für DSA nur halb so viel Spaß.

Viele Grüße aus dem verschneiten Mitteldeutschland,

Jeanette Marsteller

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Autorenbrief 2020: Carolina Möbis https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-carolina-moebis/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-carolina-moebis/#comments Thu, 31 Dec 2020 11:00:57 +0000 https://asboran.de/?p=2192 Liebe DSA Community,

bei unserer gemeinsamen Jahresend-Briefaktion wollen wir Autoren euch vor Augen führen, dass trotz anderslautender Gerüchte Dinge passieren und wir alle mit ungebrochenem Elan bei der Sache sind. Auch ich arbeite gerade an einem Produkt, das eng mit einer zukünftigen RSH verknüpft ist. Wer mein Œuvre kennt, wird sich denken können, worum es sich dabei handelt.

Und für 2021 stehen schon weitere Projekte dieser Art in den Startlöchern. Und Kurzgeschichten. Aber das wird gar nicht der eigentliche Inhalt dieses Briefs. Stattdessen nutze ich diesen Moment der Rückschau, um euch zu erklären, warum ich so wenig in Foren anzutreffen bin. Dafür, dass ich schon seit über zehn Jahren für Das Schwarze Auge schreibe, bin ich im netzbasierten Bereich der Community relativ schweigsam. Die Gründe dafür haben nichts mit der Community zu tun, sondern allein mit mir. Ihr wisst schon: Es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Klingt abgedroschen stimmt aber.

Anfang der Nullerjahre hatte ich mit einer Onlinesucht zu kämpfen. ICQ und Foren hatten damals viel damit zu tun. Mir blieb schließlich nichts anderes übrig, als komplett mit all dem zu brechen, wenn ich mein Privatleben und meine Arbeitsproduktivität vor dem Absturz bewahren wollte. Seitdem bin ich in dieser Hinsicht wie ein trockener Trinker. Ich meide bestimmte Dinge, um bloß nicht wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen. Daher gibt’s für mich kein Facebook, kaum Social-Media und auch keine Foren.

Das hat absolut nichts mit Desinteresse zu tun, oder dem Umstand, dass ich nichts zu sagen hätte, sondern eher mit der Tatsache, dass ihr zu interessant wärt. Und es wäre zu leicht, mit euch die Nächte durchzumachen. Aber das verschiebe ich heute lieber auf Cons.

Trotzdem nehme ich das Fandom und die Ergebnisse dieser sprudelnden Kraftquelle an Kreativität sehr wohl wahr. Dazu ein kleines Beispiel: Als ich noch Botenredakteur war, habe ich den Botendisput fast immer am Tag seines Erscheinens gelesen. Ich weiß nicht, ob irgendjemand so sehr darauf gewartet und sich so darüber weggelacht hat wie ich. Die Gammatest-Witze werden mir ewig in Erinnerung bleiben. („Gammabunter!“ Im Ernst ein DSA UND Naruto-Joke? Geh’n wir mal ein Bier trinken?)

Selbst, wenn es Kritik gab, die ja meist unglaublich witzig verpackt war, wusste ich einfach, dass diese Art von liebevollem Spott nur von Leuten kommen kann, die DSA lieben. Und das hatten wir gemeinsam.

Obwohl ich nie öffentlich etwas dazu gesagt habe, habe ich dann zum Beispiel auf Wunsch der Disputanten den Reim des Monats wiederbelebt. Eure kreative Arbeit hat also durchaus eine Wirkung auf uns Autoren.

Wer sich in meine Lesungen traut oder anderweitig Kontakt mit mir aufnimmt, wird höchstwahrscheinlich feststellen, dass ich ein zugänglicher Mensch bin und gern mit jedem über die Zwölf Götter und die Welt quatsche. Inzwischen bin ich auch auf Instagram und manchmal auf Discord anzutreffen. Und irgendwann antworte ich auch. Bestimmt. Ganz sicher. Ich schwöre.

Das alles macht mich auf der virtuellen DSA Familienfeier wahrscheinlich weniger zu Aragorn, der geheimnisvoll in einer dunklen Ecke im Wirtshaus Zum tänzelnden Pony sein Pfeifchen raucht, sondern vielmehr zu der schrulligen Tante, bei der man nie so genau weiß, wie man genau mit ihr verwandt ist oder neben wen man sie eigentlich setzen soll. Aber ich habe immer lustige Schwänke zu erzählen.

In diesem Sinne rutscht gut ins neue Jahr rüber, auf das bald wieder bessere Zeiten anbrechen. Und nicht vergessen, Tantchen mag euch.

Eure Carolina

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Autorenbrief 2020: Fred Ericson https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-fred-ericson/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-fred-ericson/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:53 +0000 https://asboran.de/?p=2168 Liebste Bruderschwestern,

wenn ich auf 2020 zurückblicke und die bruderlose Pandemie ignoriere, schaue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das vergangene Jahr – denn so hat Rur die Welt erschaffen. Als Fan von Das Schwarze Auge hätte ich mir einen höheren Output an Regionalspielhilfen und Abenteuern gewünscht, vor allem, weil ich bekennender Fan lebendiger NSCs bin und solche NSCs nur entstehen, wenn sie wiederholte Auftritte im Aventurischen Boten, in Abenteuern und Kurzgeschichten, aber auch in anderen Bänden und sei es nur als Zitategeber erfahren. Geschichten leben von ihren Charakteren und auch wenn die SCs die Protagonisten der heimischen Spielrunde sind, ist ihre Interaktion mit lebendigen und emotional bedeutsamen NSCs für mich der wichtigste Bestandteil immersiven und dramaturgischen Spiels. Um mal ein G7-Beispiel zu bringen: Das Schicksal der Opfer von Liscoms Zeitritual und der Vampirplage in Weiden hat uns weit weniger gerührt als das Schicksal ihres Herzogs Waldemar dem Bären. Und dass andererseits der Sieg über einen wiederkehrenden Antagonisten deutlich befriedigender ist, als der über Balrik Bösebub, den unbekannten Nekromanten, muss man wohl eher nicht erklären.

Nun kommt aber das lachende Auge, denn seit diesem Jahr darf ich das schönste Hobby der Welt aktiv mitgestalten. Mein Heldenwerk Im Namen der Schlange ist bereits erschienen und auch an zwei weiteren Produkten (dem Aventurischen Transmutarium und einem ähnlichen Band) durfte ich bereits mitwirken. Auch wenn Wesensbände nicht in erster Linie Abenteuerideen und NSCs im Fokus haben, konnte ich doch beides in den Bänden verwirklichen, womit ich mich aber nicht rühmen will, denn dies war ein redaktionell vorgegebener Teil des Gesamtkonzepts.

Wer Die Kinder des 23. Ingerimm kennt, weiß, dass mir nicht nur NSCs am Herzen liegen, sondern auch das Karmakorthäon und das Schreiben fluffiger, belletristischer Texte. Meine zwei kommenden Projekte ermöglichen mir und den anderen daran beteiligten Autor*innen, beides umzusetzen, und ich freue mich sehr darauf. Danach steht ein dritter Wesensband mit meiner Beteiligung an und auch auf die ein oder andere RSH darf ich mir wohl Hoffnungen machen. Für eine solche habe ich auch schon ein paar Ideen einreichen dürfen, die natürlich genau das im Fokus haben, was mir besonders wichtig ist.

Ein weiterer Vorteil der Autorenschaft ist der Blick hinter die Kulissen. Ich habe jetzt mit fast allen Redaktionsmitgliedern (nur mit Diana hatte ich noch nicht das Vergnügen) zusammengearbeitet und immer bin ich auf enthusiastische Liebe für DSA und die Lebendige Geschichte gestoßen, habe Bestätigung und Hilfestellung erhalten und meine Ideen wertgeschätzt gesehen. Der Ausblick auf all die Dinge, an denen gerade hinter den Kulissen geplant und gearbeitet wird, sei es von Autor*innen oder Redaktion, lässt die Flamme meiner Begeisterung für unser großartiges Hobby hell lodern!

Darum lasst euch von einem Fan Aventuriens sagen: Die Welt ist schön, Bruderschwestern! Eine spannende (!) Partie Garadan entscheidet sich nicht in wenigen Zügen, doch die Figuren haben so langsam Stellung bezogen. Die kommenden Zeiten, da bin ich mir sicher, werden vielfältig, packend und vierfach gesegnet! Ich freue mich auf das DSA-Jahr 2021 und wünsche mir, dass wir Fans wieder enger zusammenrücken und über unser Hobby fachsimpeln und diskutieren können ohne es an der gegenseitigen Wertschätzung mangeln zu lassen. Wir sitzen im selben Boot und dieses nimmt gehörig Fahrt auf, um uns alle zu fantastischen Orten zu bringen, an denen wir mitreißende Geschichten erleben werden. Also preiset die Schönheit und habt einen großartigen Start in das kommende Jahr!

Ich wünsche euch das uuz’bestere!

Euer Fred Ericson

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Autorenbrief 2020: Rafael Knop https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-rafael-knop/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-rafael-knop/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:53 +0000 https://asboran.de/?p=2164 Liebe DSA-Community,

2020 ist hoffentlich bald Geschichte – ein Jahr, in dem durch Corona so manches zum Erliegen kam, wie auch die meisten physischen Rollenspielrunden. Leider waren auch die Neuerscheinungen zu DSA nicht so umfangreich, wie viele – ich eingeschlossen – es gehofft haben. Als ein Co-Autor der Sternenträger-Reihe trifft mich die Verschiebung ähnlich stark wie alle, die auf die Fortsetzung warten.

Immerhin konnte ich Anfang des Jahres noch eine Testrunde für das vierte Abenteuer der Kampagne leiten, die mir und den Mitspielenden viel Spaß gemacht hat.

Ich möchte dies nutzen, um noch einmal das zu betonen, was ich hier im Forum schon geschrieben habe: Ich bin mir sicher, dass es weitergeht! Band 3 und 4 sind (soweit ich weiß) von den Texten her praktisch fertig, auch Band 5 ist bereits sehr weit. Die Testspielrunde dazu fiel nur den Kontaktbeschränkungen zum Opfer und wird nachgeholt, sobald ein Treffen möglich ist.

2020 war für mich als Autor aber auch ein Jahr, in dem ich so viel geschrieben habe wie noch nie. Das meiste ist noch nicht veröffentlicht oder wird es gerade erst, denn neben den Sternenträgern habe ich viel Zeit und Zeichen für Thorwal aufgebracht. Ich habe zudem ein Szenario für einen künftig erscheinenden Band entworfen.

Womit ich schon beim Ausblick auf 2021 bin: Ich möchte meine Schlagzahl beim Schreiben nicht reduzieren, und für 2021 ist daher einiges in Planung. Nicht nur der oben skizzierte Band, für den ich noch ein weiteres Szenario und andere Texte beisteuern werde oder ein anderes Szenario, das ich für eine anstehende Regionalspielhilfe entwerfe.

Auf meinem Schreibtisch liegt auch ein Konzeptpapier, bei dem ich einer von mehreren Autoren bin, und bei dem der Metaplot wieder richtig bedient werden soll. Ohne zu viel zu verraten spoilere ich mal, dass es ein Thema ist, welches von einigen hier in den Spekulationsthreads gefordert bzw. gewünscht wurde. Ich gehe davon aus, dass es 4 von 4 Punkten für die lebendige Geschichte erhalten wird, und dass es mehrere, aufeinander aufbauende Bände sein werden. Die Exposés sind weit fortgeschritten, 2021 muss weitere Detailarbeit erledigt werden. Ich freu mich darauf!

Bei aller Freude auf 2021 bin ich selbst ein wenig traurig, dass der Output an Abenteuern – sofern sie nicht einer Region zugehörig sind wie bei einer RSH – hinter meinen Erwartungen zurückbleibt. Wenn ich dieses Forum und andere Online-Einträge sehe, geht es glaube ich nicht nur mir so. Ich sehe es aber auch als Chance und arbeite an weiteren Szenarien und Abenteuern, und bin sehr froh, dass die Redaktion mich dabei unterstützt und meinen Ideen offen gegenübersteht. Sogar meine etwas verquere Idee zu einer größeren Sache hat die Redaktion positiv aufgenommen, allerdings darauf verwiesen, dass sie erst in ein paar Jahren umgesetzt werden könne. Vielleicht findet ihr dazu schon eine Andeutung in einem meiner Texte.

Ich denke, dass die Problematik durchaus bekannt ist. Wer meine Publikationen kennt, der weiß, dass ich am liebsten Abenteuer schreibe. Der kleine Ausflug ins Bestiarium und die total spannende Arbeit an Thorwal (wobei ich auch da einige Szenarien beigesteuert habe) waren klasse, aber mein Herz hängt an Abenteuern. Die möchte ich daher auch im nächsten Jahr schreiben, und ich bin optimistisch, dass ich dafür den Raum bekomme.

Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr, bleibt gesund und hoffentlich sehen wir uns dann auf einem Con – mal wieder oder zum ersten Mal!

Viele Grüße, Rafael.

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Autorenbrief 2020: Julian Härtl https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-julian-haertl/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-julian-haertl/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:47 +0000 https://asboran.de/?p=2156 Liebe Fans des Schwarzen Auges,

das Jahr 2020 neigt sich – den Zwölfen sei Dank! – seinem Ende zu. Es wird Zeit, einen Blick nach vorne zu werfen, nicht nur auf das neue Jahr, sondern auch auf die neuen Ufer, die wir in den kommenden Monaten gemeinsam erstürmen wollen. Wir, einige der Autoren des Schwarzen Auges, haben uns deswegen entschieden, euch, der Community, aus der wir selbst stammen, ein paar Worte zum Jahresabschluss mit auf den Weg zu geben.

Das Jahr 2020 war verrückt. Ich glaube, viele von uns sind einfach nur froh, wenn es endlich vorbei ist. Gerade in diesen Zeiten, in welchen man viel Zeit hat, sich im Internet auszutauschen, aber keine Gelegenheit, aufeinander zu treffen und sich aufeinander zuzubewegen, brodelt die Stimmung wie in einem der Kessel der Urkräfte. Und das kann ich gut verstehen. Wie auch so viele andere Punkte:

Ich verstehe viele Worte der Frustration, die wir hier immer wieder lesen. Glaubt nicht, dass sie nur als Motzerei abgetan werden. Versetzt euch in unsere Lage: Man kommt nicht zum Autorensein, wenn man nicht für diese Spielwelt, für dieses gemeinsame Hobby, in Flammen steht. Wir teilen uns unsere Wurzeln mit euch, denn wir sind brennende Fans des Schwarzen Auges. Die Arbeit für Das Schwarze Auge erledigen die meisten unter uns neben unserer Hauptbeschäftigung. Und wenn man ein Hobby derartig liebt, wie ihr oder wir, dann ist man natürlich frustriert, wenn Vorstellungen und Ansprüche nicht erfüllt werden. Das geht uns genauso, wie euch. Wir sehen es, wenn Dinge nicht gut laufen. Daran zu arbeiten, ist unsere Aufgabe – eine Aufgabe, die oftmals einfach nicht von Heute auf Morgen zu bewerkstelligt ist. Auch diejenigen, die unsere Arbeit koordinieren, die Redakteure des Schwarzen Auges (ebenso wie ihr und wir: Fans, nur noch schlimmer: Fans, die sich dafür entschieden haben, für dieses Hobby ihre Hauptbeschäftigungen aufzugeben), lesen hier mit. Sie verstehen eure Kritikpunkte, eure Befürchtungen und eure Wünsche. Und glaubt mir: Sie nehmen sie ernst. Sie arbeiten daran, ebenso wie wir.

Das ist keine Rechtfertigung, sondern ein Appell: Behaltet im Hinterkopf, dass wir alle auf der gleichen Seite stehen. Dass wir alle am gleichen Strang ziehen: Für Das Schwarze Auge!

Und deswegen möchte ich einen Dank aussprechen. An dich, der du dir gerade die Zeit nimmst, diese Zeilen zu lesen. An die ganze Community, einer Familie aus neu hinzugestoßenen und alteingesessenen Fans, dafür, dass ihr Das Schwarze Auge so sehr liebt, wie wir. Dafür, dass ihr euch Tag für Tag mit diesem fantastischen Hobby beschäftigt. Dass ihr nicht nachgebt. Dass ihr das Feuer hoch lodern lasst, dass uns allen im Herzen brennt. Wenn ich lese, dass „Das Ende von DSA bevorsteht“ oder „Die goldenen Zeiten von DSA vorbei wären“ – da kann ich nur laut lachen. Weil ich weiß, dass es euch gibt. Ihr, die ihr mir das Gegenteil beweist, Tag für Tag und Monat für Monat. Denn ich weiß eines: Wir müssen nicht einer Meinung sein. Ich bin mir sogar sicher, dass wir niemals alle einer Meinung sein werden. Aber ich bin mir auch sicher, dass das in Ordnung ist: Denn solange wir mit dem Bewusstsein diskutieren, dass Das Schwarze Auge das Herzblut wert ist, das wir alle Tag um Tag vergießen, dann haben wir immer einen gemeinsamen Nenner.

Ich möchte meinen Dank auch an meine Kollegen aussprechen. An diejenigen, die mich mit ihrer Arbeit inspirieren. An diejenigen, die mich anspornen, über mich selbst hinauszuwachsen. Und an diejenigen, die mich festhalten, wenn die Last so groß wird, dass man loslassen möchte.

Und letztlich gebührt mein Dank meinen zuständigen Redakteuren, die teilweise am Wochenende und bis spät in die Nacht zur Verfügung stehen, die mit uns ihren Schweiß vergießen, um Aventurien zum Leben zu erwecken.

Um das Ganze abzuschließen, darf ich euch noch Einblick in meine aktuellen Projekte gewähren. Ich weiß, denn ich kenne es selbst als Fan, dass oft nicht greifbar oder sichtbar ist, wieviel hinter den Kulissen passiert. Ich hoffe, dass euch das ein wenig aufmuntern kann:

Ich arbeite aktuell zusammen mit Niko Hoch an einer umfassenden, mehrteiligen Metaplot-Kampagne (wir sprechen hier von 4 Sternen in der Skala ‚Lebendigen Geschichte‘), die mir seit Monaten die Augen vor Freude leuchten lässt. Außerdem schreibe ich gerade an Texten für eine im kommenden Jahr erscheinende Regionalspielhilfe, bin an der konzeptionellen Arbeit für eine weitere Regionalspielhilfe beteiligt, für die mein Herz brennt (ihr könnt ja einfach mal nachforschen, was das sein könnte), sowie an Konzeptarbeiten zu einem Quellenbuch, dass in dieser Form zwar in einer für DSA-Verhältnisse wohl uralten Tradition steht, allerdings sicherlich Veteranen und Jungabenteurer zugleich begeistern wird.

Ich freue mich auf 2021 – auch, wenn ich weiß, dass uns ein riesiger Berg an Arbeit bevorsteht.

Und ich hoffe, ich kann euch einen Teil dieser Vorfreude abgeben. Ich lade euch gerne ein, euch mit mir auf das zu freuen, was uns noch bevorsteht – auf uralte Mysterien, die wir gemeinsam ergründen können und fantastische Abenteuer, die es zusammen zu bestreiten gilt!

Ich wünsche euch von Herzen einen guten Abschluss für das Jahr 2020, auf das wir dieses mishkara-verfluchte Drecksding endlich hinter uns lassen können und zu besseren Zeiten aufbrechen können!

Fantastische Grüße & ein frohes neues Jahr wünscht

euer Julian.

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Autorenbrief 2020: David Schmidt https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-david-schmidt/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-david-schmidt/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:45 +0000 https://asboran.de/?p=2179 Liebe DSA-Community,

das alte Jahr geht zu Ende, das nächste steht bevor. Wenn ich auf mein persönliches Jahr 2020 zurückblicke, stelle ich fest, dass die Beschäftigung mit Aventurien in dieser unruhigen Zeit ein wichtiger Ruhepol für mich war.

Während bei mir beruflich und privat durch die Corona-Situation vieles sehr chaotisch und gefühlt jede Woche anders verlief, hat das Schreiben für mich eine wohltuende Kontinuität bedeutet. Das hatte etwas Beruhigendes und war, wenngleich Arbeit und nicht immer einfach, doch ein schöner Ausgleich zum aus den Fugen geratenen Alltag. Ganz ähnlich ging es mir auch beim Spielen mit meinen beiden DSA-Runden, auch wenn wir meist nur online zusammenkommen konnten. Ich hoffe, euch ging es ähnlich und die Ausflüge in phantastische Welten haben in diesem Jahr, so paradox das klingt, ein Stück weit Normalität in euer Leben gebracht.

Das wichtigste und mit Abstand umfangreichste Schreibprojekt in diesem und auch schon im vorangegangenen Jahr war für mich die Rabenkrieg-Kampagne, an der Armin und ich gemeinsam arbeiten. Ich weiß, dass viele von euch schon länger auf diese Abenteuer gewartet haben und ich hätte zumindest den ersten Band auch gerne schon Ende 2019 in den Händen gehalten. Gleichzeitig sehe ich aber auch, je länger ich an diesem Projekt beteiligt bin, wie aufwändig und mühsam die redaktionelle Abstimmung einer sechsteiligen Kampagne mitunter ist, wie viele unterschiedliche Schritte es zu gehen gilt und wie viele Faktoren dadurch auch zu Verzögerungen führen können. Umso mehr freue ich mich, dass die ersten drei Abenteuer inzwischen erschienen sind und ich bin zuversichtlich, dass im nächsten Jahr die drei verbleibenden Abenteuer in regelmäßiger Folge erscheinen können und die Kampagne in der zweiten Jahreshälfte ihren Abschluss finden wird. Für 2021 ist außerdem ein kürzeres Abenteuer geplant, dass ebenfalls Bezüge zu den Ereignissen des Rabenkriegs enthalten wird.

Ein weiterer Bereich, zu dem ich in diesem Jahr Texte beisteuern dürfte waren die Regionalbeschreibungen für die Dampfenden Dschungel und die Gestade des Gottwals sowie die dazugehörigen regionalen Rüstkammern. Und tatsächlich liegen, während ich das hier schreibe, bereits die Notizen für eine weitere Rüstkammer auf meinem Schreibtisch, die regional zwischen den Dschungeln des Südens und den Küsten des Nordens angesiedelt ist. Momentan brüte ich außerdem über einem Pitch für eine Kurzgeschichte, in der das Wort „Stern“ eine prominente Rolle spielt.

In meinem Notizbuch und in meinem Kopf wartet noch so manche Idee darauf, in der nächsten Zeit umgesetzt zu werden. Gleichzeitig weiß ich, dass viele meiner Autoren-Kollegen an anderen spannenden Projekten arbeiten, die sich in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung befinden und von denen sicher einige bereits im kommenden Jahr ihre Veröffentlichung erleben werden. Die Bereitschaft der Redaktion, ganz unterschiedlichen Ideen und Konzepten eine Chance zu geben, die Welt des Schwarzen Auges zu bereichern, ist für mich mit ein Grund dafür, dass das Spiel, das wir alle lieben, ungebrochen lebendig ist und alte und neue Spieler für sich begeistern kann.

Ich wünsche euch einen guten Start in das neue Jahr und, ganz gleich ob beim Lesen, dem Entwickeln von Charakterkonzepten und Abenteuern oder dem Spielen mit eurer Runde, viele spannende Stunden in Aventurien!

Viele Grüße

David

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Autorenbrief 2020: Josch K. Zahradnik und Thorsten Most https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-josch-k-zahradnik-und-thorsten-most/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-josch-k-zahradnik-und-thorsten-most/#comments Thu, 31 Dec 2020 11:00:45 +0000 https://asboran.de/?p=2173 Liebe Bruderschwestern!

natürlich wissen wir, dass nicht alle von euch sich als Freunde Maraskans sehen, manche von euch mögen Maraskaner – Bei der Schönheit der Welt! – vielleicht sogar als nervig empfinden, aber dennoch ist der Bezug zum Maraskanischen in unseren Augen gerade ganz passend: Ob Fan, Autor oder Autorin, Redakteur oder Redakteurin – im Endeffekt bilden wir doch eigentlich alle eine Gemeinschaft, denn uns alle verbindet die Liebe zum Spiel DSA in irgendeiner seiner Formen. Und ganz wie bei den Bruderschwestern auf der uuz’schönsteren Insel wäre es natürlich völlig einzigartig (sprich: doof), wenn wir alle einer Meinung wären. Rur liebt die Vielfalt, und gerade diese ist ja auch eine wichtige Stärke des Schwarzen Auges: Jede neue Generation von Autorinnen und Autoren setzte eigene Schwerpunkte und vertritt neue Interpretationen der Welt, und auch wenn oft herzhaft darüber gestritten wird, was jetzt am besten oder schönsten ist, ergibt sich am Ende häufig ein Ergebnis, an dem zwar jeder etwas aussetzen hat, wo aber zumindest die meisten auch etwas finden, mit dem sie sich anfreunden können.

Das Jahr 2020, das als Patzer direkt aus dem 8. Zeitalter zu kommen scheint, und, global betrachtet, sicherlich keine Perle unter Rurs Geschenken darstellt, hat es uns allen fürwahr nicht leicht gemacht. (Was nicht heißt, dass hier alles schlecht war: Die Freude über die Veröffentlichung von Wandel im Chaos, das mit Beiträgen und Hilfe von Karl-Heinz Witzko entstand, lassen wir uns durch keine Magnum Opus der Mishkara nehmen.)

Umso schöner, dass wir auch in solch eher düsteren Zeiten liebgewonnene Hobbys hatte und haben, die dabei helfen, die negativen Seiten zumindest zeitweilig auszublenden oder weniger schlimm zu finden. Kehrseite der Medaille ist aber vermutlich auch, dass wahrgenommene Störungen, die in diesem Bereich auftauchen, gerade jetzt als sehr ärgerlich wahrgenommen werden. Der Namenlose ist ein Eichhörnchen.

Um ein Beispiel herauszunehmen, das uns selbst betrifft: die Sternenträger-Kampagne. Wir sind nicht nur Fans der Geschichten, auf denen die Kampagne aufbaut (Bruderschwester Thorsten leitet sie auch in seiner heimischen Runde), und warten gespannt auf deren Fortgang, wir gehören auch zu den Lektoren der Reihe. Dass nach wie vor nicht sicher ist, wann der dritte Band erscheinen wird, ist definitiv etwas, das uns auch stört. Ohne Frage wäre es uns und allen an der Reihe Beteiligten lieber, wenn es nun zügig weitergehen würde. Wir sind uns aber auch sicher, dass das Stocken nicht ohne Not andauert, und so bleibt uns wie allen anderen auch nur geduldiges Warten, bis weißer Rauch über dem Himmelsturm aufsteigt. Nicht immer gibt es für Dinge, die sich ungünstig entwickeln, auch jemanden, dem dafür die Schuld in die Schuhe geschoben werden kann, und eine alte Maru-Weisheit lehrt uns: „Was Dich nicht auffrisst, macht Dich nur hungriger.“

Wir verstehen oft, wenn ihr euch über bestimmte Sachen ärgert, denn, Autoren hin oder her, wir sind auch Spieler und Fans und letztendlich ja vor allem als Autoren dabei, um an der Spielwelt, die wir genau so mögen wir ihr, mitarbeiten zu können. Wir kennen auch unter den anderen Autoren und Autorinnen, Redakteuren sowie Redakteurinnen keine, denen Fehler egal wären oder die sich Kritik nicht zu Herzen nehmen würden, auch wenn nicht immer die Zeit dafür da ist, um in öffentlichen Diskussionen auf alles zu antworten – sei es in Foren, bei Facebook oder anderswo im Limbus. Als Autoren sehen wir fundierte Kritik als Voraussetzung dafür, eigene Fehler zu erkennen und beim nächsten Mal besser zu werden. (Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir beide, bevor wir angefangen haben, offiziell an DSA mitzuarbeiten, selbst eine ganze Reihe von Rezensionen und Kommentaren zu DSA-Produkten im Netz veröffentlicht hatten und dabei natürlich immer gehofft hatten, dass diese auch von den Offiziellen einmal ernsthaft zur Kenntnis genommen werden.) Dabei merken wir auch, dass Kritik an Sachen, in die man viel Herzblut gesteckt hat, einem selbst sehr nahe gehen kann. Gerade dann, wenn sie berechtigt ist.

Aber nur, weil wir das kritische Feedback aus dem Fandom für sehr wichtig und nötig halten und uns sicher sind, dass es die anderen Offiziellen auch so halten, heißt das nicht, dass jede Kritik auch die Folgen haben kann, die Kritiker/innen sich davon erhoffen. Nicht allen Kritikpunkten stimmen wir der Sache nach zu, und manchmal gibt es einfach keinen Königsweg, mit dem die Interessen aller Zielgruppen gleichermaßen erfüllt werden können. Alle, die schon einmal in einer WG versucht haben, im Konsensmodell einen gemeinsamen Putz- und Einkaufsplan zu verabschieden, wissen, wie schwer das sein kann. Wenn es um die Ausgestaltung von DSA geht, potenziert sich das Problem manchmal ins Unermessliche.  Am Ende bedeutet das auch für uns oft, dass unsere Lieblingsideen sich als nicht realisierbar oder als wenig ratsam erweisen. Als Autoren können wir davon fürwahr ein ordentliches Liedchen singen – wie es für Redakteure aussehen muss, wollen wir uns da lieber gar nicht ausmalen. Denn es ist schon schlimm genug, manche liebgewonnene Idee nicht umsetzen zu können, vor allem dann, wenn einem die Gründe dafür auch noch einleuchten. Die Lieblingsideen anderer mit einem Veto versehen zu müssen, stellen wir uns noch mal eine Stufe härter vor.

Selbst wenn wir einer öffentlichen Diskussion einmal aber nichts abgewinnen können, bleibt sie für uns dennoch ein Zeichen dafür, dass vielen das Spiel wichtig ist, und damit etwas, das wir sehr schätzen, sofern die Grenzen der Höflichkeit und des Respekts geachtet werden. Daher wollen wir an dieser Stelle vor allen aktiven DSA-Fans von Herzen „Danke!“ sagen, denn nur euretwegen und aufgrund von eurer Begeisterung gibt es dieses Spiel, für das es uns so viel Spaß macht, uns kreativ auszutoben.

Auf der anderen Seite möchten wir an dieser Stelle aber auch um Verständnis werben: Denkt bitte daran, dass sowohl Redaktion als auch Autoren und Autorinnen versuchen, nicht einfach nur irgendeine Auftragsarbeit abzuliefern, sondern Sachen zu schreiben, die uns selbst und dann hoffentlich auch euch Fans mitreißen. Dabei ist da niemand ein Einzelkämpfer: Vom sog. Pitch, in dem eine Idee erstmals umrissen wird, bis zum fertigen Werk kommen viele, viele Stunden zusammen, die von ganz unterschiedlichen Personen in ein Projekt fließen. Deswegen wollen wir heute auch einmal den anderen verrückten Personen danken, ohne die nichts von alledem möglich wäre: Danke an unsere geliebten Partner wie auch an euch anderen Autoren und Autorinnen – ohne den Austausch mit euch und die Unterstützung durch euch würde sicher kaum ein Projekt über den Status der Idee herauskommen. Danke auch an die Reaktion, die nicht nur immer bei Fragen zur Stelle ist, sondern auch hilft, die anfängliche Idee zu etwas werden zu lassen, das gedeiht und umgesetzt werden kann. Viel wird über das so schöne, aber eben auch komplexe Geflecht geschrieben, zu dem DSA inzwischen geworden ist. Ohne die Hilfe der Redaktion, d.h. ihren kreativen Input und, soviel Ehrlichkeit muss auch sein, ihre ordnende Hand, wäre jeder von uns hoffnungslos in den Strängen dieser Welt oder den eigenen Privatspinnereien verheddert. (Um dazu mal ein konkretes Beispiel zu nennen: Wir sind sehr glücklich mit der finalen Fassung von Wandel im Chaos und freuen uns sehr, dass das Feedback dazu bislang auch recht positiv ausgefallen ist. Hätten wir einfach die erste Version unseres Konzepts niedergeschrieben, die dem ausführlichen und detaillierten Austausch mit Niko Hoch vorausging, wäre das Endergebnis sicher deutlich weniger erfreulich ausgefallen.) Danke auch an all die Künstlerinnen und Künstler, die das, was wir uns als Autoren vorstellen, visuell umsetzen: Wir staunen jedes Mal wieder, wie aus einer trockenen Beschreibung oder groben Skizze ein lebendiges Bild oder eine wunderschöne Karte wird, die fast immer deutlich besser aussieht als das, was wir uns so vorgestellt hatten.

Wir blicken auf jeden Fall mit viel Vorfreude auf das kommende Jahr. Abgesehen davon, dass wir von dem einen oder anderen Projekt wissen, an dem die Kolleginnen und Kollegen sitzen und bei dem wir sicher sind, dass es eine Menge Freude bringen wird, sind wir selbst auch inmitten der Planung zweier Projekte, auf deren finales Ergebnis wir schon sehr gespannt sind. Eines, ein Vademecum, für das wir mit Bruderschwester Niko eine Menge komplexer Dinge besprochen haben, geht nun in seine finale Phase. Das andere, ein deutlich umfangreicheres im Hinblick auf Umfang und Reichweite, steht aktuell noch am Anfang der Planungsphase. Doch freuen wir uns schon sehr darauf, hier die Umsetzung zu erleben, die im kommenden Jahr richtig Fahrt aufnehmen soll, nicht zuletzt, wenn wir an die anderen hieran beteiligten Personen denken. Außerdem widmet sich dieses Projekt einer ganzen Reihe alter Bekannter aus Aventurien, die uns sehr am Herzen liegen. Ihre weitere Entwicklung und die damit zusammenhängende Fortführung eines wichtigen Teils der aventurischen Geschichte und Tradition ist etwas, in das wir schon viele Gedanken investiert haben und auf dessen Umsetzung wir uns sehr freuen. Das ist jetzt recht kryptisch, aber keine Sorge, der Nebel wird sich schon bald lichten, und bis dahin werden wir die Zeit noch nutzen, um intern weiterhin heiß über große und kleine Ideen zu disputieren. So ist es schön und gut, denn so hat Rur die Welt erschaffen.

In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen guten und meinungsfreudigen Start ins neue – und hoffentlich sehr viel erfreulichere – Jahr 2021!

Eure Bruderschwestern Josch K. Zahradnik und Thorsten Most

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Autorenbrief 2020: Marcel Blex https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-marcel-blex/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-marcel-blex/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:29 +0000 https://asboran.de/?p=2177 Die Zwölfe zum Gruß werte Freundinnen und Freunde des Schwarzen Auges!

2020. Doppel-Zwanzig. Uff, bei den Göttern! Sowas nennt man im DSA-Jargon gemeinhin einen Patzer. Und in der Tat kann ich jeden verstehen, der über das dahinscheidende Jahr, im Allgemeinen, aber gerade auch im Bezug auf das Schwarze Auge vielleicht denkt: Was für ein scheiß Jahr!

Ausgefallene und sogar abgebrochene Conventions, stockende Kampagnen, sich verzögernde Crowdfundings und allgemein ein geringerer Output als in den vergangenen Jahren, auch an metaplotrelevanten Abenteuern, all das konnte einem wirklich die Laune ganz erheblich verderben. Hat es mir persönlich in Teilen auch, als Fan, als Spieler und als Meister. Aber, und da möchte ich jeden ermuntern sich meiner Sichtweise anzuschließen, das ist nicht der Untergang des Spiels.

Ich beschäftige mich nun seit über 20 Jahren mit dem Schwarzen Auge und klar, es hat immer wieder Umstände und Dinge gegeben, die mir nicht gefallen haben oder an denen ich mich gestört habe. Aber in all den Jahren war das nie ein Grund für mich, das Schwarze Auge an sich in Frage zu stellen, eine Einstellung, die ich in den vergangenen Monaten und Jahren zunehmend in verschiedenen Diskussionen bemerkt habe und die ich sehr Schade finde. Ich kann euch versichern, keines der Probleme, keine der Schwierigkeiten und Verzögerungen die auftreten, geschehen aus vorsätzlicher, böser Absicht. Auch geübte Kritik wird gehört und berücksichtigt, wenn auch nicht immer von jetzt auf gleich eine sichtbare Reaktion darauf erfolgt. Dinge umzusetzen dauert. Leider! Wie sagt man bei uns so schön: Entspannt durch die Hose atmen!

Wir haben eine so tolle Community, so viele kreative Leute, so viele geile Ideen und so viel Engagement, lasst uns auch in Zukunft alles dafür geben, dass das Spiel so toll bleibt, wie es in den vergangenen 36 Jahren war, und dass es künftig sogar noch besser wird. Dabei ist es völlig egal ob wir Fans sind, Autorinnen oder Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren, die Redaktion oder sonstige, auf die eine oder andere Weise daran Beteiligte. Das Spiel lebt von uns allen, als Gemeinschaft!

Obwohl ich seit den späten 90ern ohne Unterbrechung spiele und leite, hat sich für mich persönlich erst seit relativ kurzer Zeit die wohl größte Änderung ergeben, die ich mir vorstellen konnte, nämlich der Schritt vom Fan zum Autor. Ende 2019 habe ich die Chance bekommen, mich mit meinen ersten Arbeiten am Aventurischen Pandämonium 2 zu beteiligen, welches dann ihm Frühjahr 2020 auch erschien. Darauf folgte ein kurzer Abstecher über den Aventurischen Boten Nr. 200 zur Arbeit am Aventurischen Transmutarium. Bei all diesen Arbeiten standen mir nicht nur alle meine lieben Kolleginnen und Kollegen aus der Autorenschaft stets mit Rat und Tat zur Seite, auch die Reaktion hatte immer ein offenes Ohr, eine ordnende Hand und einen motivierenden Spruch parat. Daher möchte ich diese Gelegenheit nutzen, mich nochmal ganz herzlich bei euch allen zu bedanken. Danke, danke, danke! Ihr macht einen mega Job!

Zum Abschluss vielleicht noch ein kleiner Ausblick auf künftige Dinge. Aktuell stehen noch die letzten Arbeiten an einem weiteren Band der blauen Reihe an, der sich mit Wesen beschäftigt, die in diesem Detailgrad, meines Wissens nach, noch nie in vergangenen Editionen des Schwarzen Auges beschrieben wurden. Der Redaktion liegt außerdem ein Exposee vor, dass sich mit der verlorenen gegangenen Heimat eines der vier großen aventurischen Zwergenvölker befasst, ein in meinen Augen mehr als reizvolles Thema.

Somit bleibt mir nur noch, euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2021 zu wünschen, und euch viele Grüße aus dem Herzen des Ruhrgebiets zu übermitteln.

Hömma, wir sehn uns!

Marcel

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Autorenbrief 2020: Christian Nehling https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-christian-nehling/ https://asboran.de/2020/12/31/autorenbrief-2020-christian-nehling/#respond Thu, 31 Dec 2020 11:00:25 +0000 https://asboran.de/?p=2186 Hallo an alle DSA-Freunde,

hinter uns liegt die Wintersonnenwende im Dezember und der neue Jahresbeginn steht bevor. Die besonderen Umstände aus dem 2020 haben auch unser liebstes Hobby erfasst.

Corona und diverse rechtliche Änderungen hielten mich beruflich in Atem. Freizeitaktivitäten wie die Musik kamen zeitweise komplett zum Stillstand und die DSA-Runde wechselte auf den Online-Kontakt. Zu meinen Lichtblicken gehört das Recherchen und Schreiben für Aventurien, welche mir regelmäßig wohltuende Ausflüge in das Reich der Fantasy eröffnen.

Unter meinen Projekten aus dem vergangenen Jahr sind einige Spielhilfen: Das Herbarium ging im Anschluss an Band I in die zweite Runde. Wie beim Pandämonium II durfte ich mich im Aventurischen Transmutarium mit widernatürlichen Kreaturen beschäftigen. Daneben verfasste ich Texte für ein weiteres Buch, das noch geheim ist und zu dem ich borongefällig schweige.

Inmitten des heißen Sommers schickte ich meine Gedanken in den kühlen Winter, um das Ifirn-Vademecum mit Leben zu füllen. Dort spielen unter anderem Sterne der Schwanengleichen eine Rolle. Die Sonnenstrahlen konnte ich stattdessen für die Beiträge zu einer zukünftigen Regionalspielhilfe aufheben und nutzen. Diese wird hoffentlich im folgenden Jahr ihr Antlitz zeigen.

In den Foren erschallt der Ruf nach Questen für Helden und lebendiger Geschichte. Einige Autoren arbeiten an solchen Themen, hörte ich. Die Prozesse sind aber zeitaufwendig und bedürfen der detaillierten Abstimmung mit der Redaktion. Insofern habt bitte etwas Geduld. Wir brennen wie ihr für heldenhafte Erlebnisse in möglichst naher Zukunft.

Extra für euch folgt hier ein kleiner Blick in meine persönliche Schneekugel des Jahres 2021:

Heiß geht in „Tage des Feuers“ zu. Dieses Abenteuer spielt in Almada und ist Teil der Anthologie „Hinterhalt & Sturmangriff“ aus den Werkzeugen des Meisters. Mit meinem Kollegen Christoph Trauth konnte ich die zugehörigen Blips und Bodenpläne einbinden.

Aktuell konzipieren wir gemeinsam noch ein weiteres Abenteuer. Analog zu „Jadegrün & Kobaltblau“ führt es zum Status quo einer zukünftigen RSH. Die entsprechenden Inhalte werden aber nicht nur vor Ort relevant, sondern auch außerhalb des Landstrichs zu spüren sein. Ansonsten zeigt meine TO-DO-Liste das Wort „Rüstkammer“ an.

Ein „Stern“ hat nicht nur an Weihnachten eine außergewöhnliche Bedeutung. In diesem Rahmen denke ich gerade jetzt über den Beitrag zu einem romanhaften Projekt nach.

Der Horizont hält im Jahr 2021 daher einige Lichter bereit. Ich wünsche der gesamten Community wundervolle und phantasiereiche Stunden in der Welt des schwarzen Auges, vor allem aber Gesundheit.

Viele Grüße

Christian Nehling

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