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]]>With up to a thousand BDSU members using think-cell every year, it’s no exaggeration to say that numerous professionals shaping today’s workplaces in Germany got their first taste of think-cell through this collaboration. This is why think-cell was eager to strike up the partnership 18 years ago, with the CEO at the time and think-cell founder, Markus Hannebauer, noting: “… we offer aspiring professionals the opportunity to get to know this new market standard and its benefits for their projects.” think-cell still takes great pride in helping to prepare the next generation of leading professionals as confident data storytellers.

Offering 40+ chart types and typically saving users around 70% of time spent building slides, think-cell is known primarily as a productivity tool. But think-cell is so much more than a simple productivity tool. As people’s attention spans have shortened and the amount of data at our fingertips increases, this presents a clear problem to be successful in the workplace: how to keep people interested when presenting data. The answer: you need to be a compelling data storyteller; people buy stories, not data. This is where think-cell comes in for the modern professional.
With a wide range of features such as the CAGR arrow that can be added to charts, this allows users to share actionable insights much more easily with their data. It’s all about delivering the final mile of a presentation. Members are not only acquiring practical experience by using think-cell, but are helping to deliver a proficiency for data-driven storytelling, more easily driving actionable insights in their presentations. It is this ability to enlighten audiences to insights that they wouldn’t see without a chart that so effectively positions think-cell as an integral tool for BDSU members. It is the ability to turn data into decisions which is the key reason why think-cell is taught at the top business schools like Wharton and INSEAD.

„A very simple and quick way to represent more complex diagrams, especially Gantt charts or waterfall diagrams. It’s very understandable and easy to use once you’re familiar with it. The integration with Excel is also helpful.”
“We have been using think-cell for over 3 years in the organization, and it has become an established tool for the association.”
“We use think-cell for work, for the BDSU, and also for personal use.”
Not only has think-cell provided free access to the software, but the company has also focused efforts on product enablement, with a series of webinars held to help new members be better acclimatized to the tool. The think-cell training webinar focuses on practical, hands-on walkthroughs, empowering BDSU members to apply their newfound skills not only in their university presentations but also when embarking on their careers.
This symbiotic partnership remains a cherished one for both parties, with the BDSU remaining as the largest academic partner of think-cell with hundreds of students benefiting every year.
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]]>Der Beitrag Success Stories NTT Data Mentoring erschien zuerst auf BDSU.
]]>NTT Data stellt den an dem Programm Teilnehmenden eine*n erfahrene*n Mentor*in an die Seite, welche*r zu den Erfahrungen und Interessen der*des Teilnehmenden im IT-Bereich passt. Die Inhalte des Mentorings sind dabei sehr offen und werden nach den Wünschen der*des Teilnehmenden gestaltet. Thematisch ist es offen gestaltet. So kann beispielsweise Code aus Projekten eingeschickt werden, um sich dazu Feedback geben zu lassen oder man tauscht sich zu allgemeinen Erfahrungen zum Berufseinstieg, über Projekte oder Kunden aus. Das Mentoring ist für 1 Jahr angesetzt und endet beim ITeambuilding der Stabsstelle IT.
Die folgenden beiden Success Stories von Moritz und David, bringen spannende Eindrücke aus ihrer Teilnahme am NTT Data Mentoring Programm.
Hallo zusammen,
mein Name ist Moritz und ich werde in diesem Semester mit meinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Ingolstadt fertig. Schon seit meinem ersten Semester hat mich die studentische Unternehmensberatung fasziniert und deshalb bin ich direkt meiner JE consult.IN beigetreten.
Nach drei Semestern im Bereich IT wurde ich 2019 angesprochen und gefragt, ob ich mir nicht vorstellen kann, in der Stabsstelle IT des BDSU zu engagieren. Zuerst war ich etwas verhalten, wie ich Studium, JE und BDSU unter einen Hut bekommen soll. Doch schon sehr schnell habe ich festgestellt, dass mein Engagement in der Stabsstelle sowohl für mich als auch für meine JE einen großen Mehrwert bringt und sich super ergänzen lässt.
In der Stabsstelle kümmere ich mich um alles, was Microsoft 365 betrifft. So haben wir eine Reihe an PowerShell Skripten, mit denen wir unsere administrativen Aufgaben automatisieren. Nebenbei unterstütze ich JEs, die ebenfalls M365 nutzen, bei ihrer Arbeit und der Integration in den BDSU. Meine gesammelten Erfahrungen konnte ich mit in meine JE nehmen und dort ebenfalls viele langweilige, monoton administrative Aufgaben automatisieren. Aktuell arbeite ich mich in die Administration unseres Linux Servers ein, um auch in Zukunft unsere zahlreichen Services dem BDSU und allen JEler*innen zur Verfügung stellen zu können.
Ein großer Benefit an der Stabsstelle IT ist für mich die Kooperation mit NTT Data. Neben dem direkten Kontakt zu einem spannenden IT-Unternehmen konnte ich ein Jahr lang ein exklusives Mentoring durch zwei Mentoren von NTT genießen. Im Rahmen des Mentoringprogramms hatte ich regelmäßige Calls mit zwei Mitarbeitern von NTT, mit denen ich vom Berufseinstieg bis hin zu Feedback zu Coding-Projekten alles Mögliche besprechen konnte. Dadurch, dass einer meiner Mentoren einen Doktor in Wirtschaftsinformatik hat, ist es für mich natürlich sehr spannend gewesen, über den Tellerrand des Bachelors zu blicken. Da für mich immer schon ein Master nach dem Bachelor interessant gewesen ist, konnte ich mir durch meinen Mentor wertvolle Informationen zur Wahl von Schwerpunkten und der passenden Uni besorgen. Mein anderer Mentor hat sich auf App und Frontend Entwicklung spezialisiert und konnte mir viel bei Designentscheidungen und in der Umsetzung meiner Android-App helfen. So haben wir uns unter anderem gemeinsam meinen Code angeschaut, ihn übersichtlicher strukturiert und Fehler behoben. Außerdem hat mein Mentor mir aus seinem Entwickleralltag seine Best Practices für eine erfolgreiche App Umsetzung mitgegeben. Ich fand es auch sehr spannend, regelmäßig einen Einblick in die Welt der IT-Beratung und den Arbeitsalltag von meinen Mentoren zu bekommen. Natürlich hängt die Intensität des Mentorings auch immer von den eigenen Interessen und Bedürfnissen ab. Dennoch hatte ich zwei Mentoren, die super zu meinen Interessen gepasst haben, weshalb ich stark von diesem Programm profitiert habe. Neben dem direkten Mentoring kann die Stabsstelle IT im Rahmen der Kooperation auch die Büroräume von NTT für unser gemeinsames Workend nutzen.
Falls auch du Spaß und Interesse an IT hast, dich mit anderen IT-Interessierten deutschlandweit vernetzen und gleichzeitig den Bundesverband und dich weiterentwickeln möchtest, sprich mich jederzeit einfach an ([email protected]). Schau auch gerne bei einem der kommenden Summer oder Winter of Code vorbei! Und falls dich Microsoft abschrecken sollte, die Stabsstelle IT hat noch ganz viel mehr zu bieten …
Mein Name ist David und ich studiere im Master Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt IT-Sicherheit. Vor meinem Masterstudium habe ich bereits Vollzeit als IT-Projektmanager gearbeitet.
In der Stabsstelle IT des BDSU engagiere ich mich seit Anfang 2022. Hauptsächlich kümmere ich mich dabei um das Thema IT-Sicherheit. Das Engagement in der Stabsstelle ermöglicht es mir, mein theoretisches Wissen direkt praktisch einzusetzen. Sicherheitskonzepte umzusetzen und Systeme dauerhaft abzusichern, ist ein spannendes Thema, über das ich durch die Betreuung der IT-Infrastruktur des BDSU sehr viel lernen kann.
On top profitiere ich seit Beginn des Jahres außerdem vom NTT-Mentoring-Programm, für das ich euch ebenfalls begeistern möchte. Das Mentoring Programm läuft ein Jahr und du erhältst vollkommen kostenlos eine*n persönliche*n Ansprechpartner*in, die*der dir für deinen Berufsweg und die Entwicklung deiner Fähigkeiten wertvolles Feedback gibt. Du darfst dabei gegenüber NTT Data alle Wünsche bezüglich des Skillsets der zukünftigen Mentor*innen äußern, die dir einfallen.
Für mich ist dieser Mentor ein Mitarbeiter im Bereich Penetration Testing, d. h. er bricht beruflich in physische und digitale Systeme ein, um dem auftraggebenden Unternehmen Schwachstellen aufzuzeigen und Verbesserungspotenziale auszuschöpfen. Weil das Unternehmen dies NTT Data vorab ausdrücklich erlaubt, ist dieser Hack legal. Dieser Job ist sehr anspruchsvoll und vielfältig, da man viele verschiedene Systeme kennen und hacken können muss. Einen herausragenden Mitarbeiter bei NTT Data mit jahrzehntelanger Erfahrung für die persönliche Entwicklung an die Seite gestellt zu bekommen, hat meine Entwicklung sehr stark gefördert. Die Möglichkeit, auch mal ‚blöde‘ Fragen gefahrlos stellen zu können und darauf qualitativ hochwertige Tipps und Tricks genannt zu bekommen, waren meine Highlights.
Unser Mentoring begann im März 2022 in einem Gruppen-Call aller Mentor*innen und Mentees. Alle zwei bis drei Wochen sprechen mein Mentor und ich uns miteinander ab und tauschen uns über Neuigkeiten im Bereich Hacking sowie meine persönlichen und beruflichen Ziele aus.
Wir haben uns in den letzten Monaten über verschiedene spannende Themen unterhalten, beispielsweise über eingesetzte Programme, Erfahrungen, die er auf seinen Einsätzen gemacht hatte, konkrete Taktiken, die Angreifer*innen aktuell nutzen und neue Tools und Programme, die populär werden.
Wer sich angesprochen fühlt, der sollte sich bei der Stabstelle IT engagieren und in das IT-Mentoringprogramm von NTT einsteigen. Ihr werdet es sicher für euch zu nutzen wissen. Bei Interesse am besten direkt eine E-Mail an [email protected].
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]]>Der Beitrag Weitsicht mit studentischer Unternehmensberatung – Im Interview mit Philipp Klaege erschien zuerst auf BDSU.
]]>Ich bin jemand, der sich für sehr vieles begeistern lässt und kaum ein anderes Studium deckt so viele unterschiedliche Disziplinen ab, wie die BWL. Deshalb musste ich auch nicht lange überlegen, was ich studieren möchte. Auch mit meinem heutigen Wissen hätte ich damals vermutlich dieselbe Entscheidung getroffen, mit dem einzigen Unterschied, dass ich wohl gleich die richtige Hochschule ausgewählt hätte. Ich denke, das Studium hilft einem ganz gut dabei, Zusammenhänge in der Wirtschaft zu verstehen, was wiederum im Job oder bei Projekten Vorteile mit sich bringt.
Wie so viele, die ein Vorstandsamt in ihrer studentischen Unternehmensberatung antreten, war auch ich darauf sehr unvorbereitet. Nach kurzer Zeit
stellte sich heraus, dass sich nicht viel bewegen lässt, wenn man ausschließlich Aufgaben delegiert und hofft, dass sie zufriedenstellend erledigt werden. Stattdessen habe ich früh für mich erkannt, dass es das A und O ist, in jeder Situation mit positivem Beispiel voranzugehen. Das bedeutete für mich auch, mich zusätzlich sehr stark in die operative Arbeit einzubringen. Auf diese Weise kann ich meine Mitglieder zum Mitmachen zu motivieren.
Somit konnte ich ganz plastisch die Maßstäbe für den Umfang und die Qualität der Ergebnisse setzen. Nichts verkörpert eine Vision schließlich besser, als wenn man sie wortwörtlich lebt. Natürlich gilt es hier den schmalen Grat zwischen Koordination und „Ich mache alles selbst“ zu finden. Eine hohe Eigenmotivation kann wie ein Funke überspringen und einen Spirit im Team entfachen. Dieser lässt Leute über sich hinauswachsen.
Durch meine Rolle als International Manager des BDSU hatte ich das Glück, Einblicke in zahlreiche Kulturen und nationale Gewohnheiten zu gewinnen. Der diplomatische Aspekt war in diesem Amt etwas, was ich auf Ebene des JE Europe und JE Global besonders gelernt habe bzw. lernen musste. Die Verhandlungen in diesen Gremien sind deshalb so schwierig, weil kein Dachverband, wie der andere ist. In jedem Land herrschen andere Gegebenheiten, aber auch die Ausrichtungen und Zwecke der Konföderationen sind verschiedene. Zwischen den International Managern einen Konsens zu erringen, um die Bewegung der studentischen Unternehmensberatung in Europe bzw. der Welt im Sinne aller nachhaltig weiterzuentwickeln, war daher so herausfordernd wie lehrreich. Rücksicht und Verständnis für konträre Meinungen waren daher meine größten Learnings aus dieser Zeit.
Meine größte Herausforderung war und ist es, alle meine Tätigkeiten und Interessen unter einen Hut zu bekommen. Auf der einen Seite muss das Studium fertig werden. Auf der anderen Seite braucht ein laufendes Projekt meine Aufmerksamkeit und oh – gerade kommt eine Nachricht vom Kollegen: „pls fix“. Das Zeitmanagement ist etwas, dass ich stets versuche weiter zu optimieren. Allerdings hat das natürlich seine Grenzen. Irgendwann werde ich daher hoffentlich noch lernen, besser meine verfügbare Zeit einzuschätzen und Aufgaben zu priorisieren.
Mich treibt das Thema Digitalisierung persönlich sehr stark um und ich sehe es als eine der größten – wenn nicht gar die größte – Herausforderung unserer Generation an. Umso wichtiger ist es für mich Teil der Lösung zu sein und meinen Beitrag zur Verbesserung des Status Quo zu leisten. Es macht mir enorm viel Spaß in einem so dynamischen Umfeld wie der IT und Beratung zu arbeiten. Obwohl es ein (für mich) sehr spannendes Berufsfeld ist, fehlen der Branche meiner Einschätzung nach viele junge Talente, die die IT in der Unternehmenswelt strategisch (weiter-)entwickeln.
In meiner Zeit beim CCT habe ich bisher vier Projekte erfolgreich abgeschlossen. Aktuell arbeite ich auf einem Projekt, bei dem wir unseren Kunden, ein Berliner Legal-Tech Start-up, beim Product Launch unterstützen. Unsere Arbeit reicht dabei von der Konzeption des User Interfaces und Flows bis hin zur operativen Unterstützung bei der Datenrecherche und -aufbereitung. Das Projekt läuft nun bereits seit August 2021. Während der Semesterferien haben wir zu zweit in Vollzeit daran gearbeitet. Projekte, wie dieses, machen für mich das Leben als studentischer Unternehmensberater aus. Sie fordern und fördern in jeglicher Hinsicht. Innerhalb kürzester Zeit haben wir unglaublich viel gelernt und gleichzeitig fantastische Kontakte geknüpft.
Es mag vielleicht ein wenig gekünstelt klingen, aber meine beste Entscheidung war es, ein Vorstandsamt im CCT zu bekleiden. Diese Zeit hat mich dermaßen aus der Reserve gelockt, dass ich heute Herausforderungen mit ganz anderer Energie, Übersicht und Besonnenheit angehe. Ich kann es nur jeder/jedem empfehlen, seinen ganzen Mut zusammenzunehmen und sich mal ein Jahr auf so einen Job zu committen.

Die Corona-Pandemie hat noch einmal verdeutlicht, wie wichtig physische Treffen für das Teambuilding und die Motivation sind. Gleichzeitig hat sie aber auch als Accelerator für die digitale Zusammenarbeit gewirkt. Während wir uns daher in unseren Teams wieder öfter in Präsenz treffen, bemerke ich auf der anderen Seite, wie das Beraten aus dem Wohnzimmer, insbesondere bei weiter entfernten Kunden, eine erhebliche Verbesserung für Mensch und Umwelt bewirkt. Für mich persönlich ziehe ich daher das Learning, dass wir (auch in Zukunft) den Spagat zwischen Präsenz und Online meistern müssen.
Das kann ich noch gar nicht genau sagen. Oftmals ergeben sich die Dinge einfach aus der Gelegenheit. Wenn aber erstmal alles so kommt, wie ich es erwarte, dann sehe ich mich in einem Jahr in einem spannenden Projekt im Rahmen eines Praktikums bei einer Unternehmensberatung. Bis dahin werden sich jedoch noch viele Chancen eröffnen, um die Welt zumindest ein Stückchen besser zu machen.
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]]>Der Beitrag Einblicke in die Erneuerung der BDSU-Strategie erschien zuerst auf BDSU.
]]>Generell kann Strategie als ein Weg bezeichnet werden, um an ein Ziel zu gelangen. Daher werden Strategien zeitlich begrenzt erarbeitet und auch regelmäßig reflektiert. Die letzte Strategie wurde 2015 mit einem Zielbild für 2020 verabschiedet, daher lief diese nun aus. Zudem ist es gerade im sehr schnelllebigen JE-Umfeld wichtig, regelmäßig zu hinterfragen – was tun wir eigentlich gerade? Wo stehen wir? Welche äußeren und inneren Entwicklungen sind aktuell vorhanden? Und vor allem: Wo möchten wir gemeinsam als Verband hin und wie können wir das bewerkstelligen? Genau diese Fragen haben wir uns gestellt und darauf aufbauend eine neue Strategie erstellt.
Die Erarbeitung einer neuen Strategie ist ein komplexer und aber auch sehr wichtiger Prozess. Es ist dabei wichtig, möglichst viele und diverse Meinungen einzubeziehen. Aus diesem Grund bestand unsere Task-Force aus VertreterInnen des ehemaligen und aktuellen Vorstandsteams, aktiven BDSUlerInnen, Beiräten des BDSU und einem Vertreter des Alumni e. V.-Vorstands.
Für die Entwicklung einer Strategie muss zunächst der aktuelle Standpunkt festgestellt werden. Das bedeutet, wir haben mit Analysen gestartet. In diesen Analysen haben wir uns vor allem mit Interna (Was machen wir aktuell sehr gut? Wo gibt es aktuell noch Luft nach oben?) und Externa (In welchem Umfeld befinden wir uns? Wer sind unsere wichtigen Stakeholder und was sind deren Erwartungen an den BDSU? Wo bieten sich Chancen unsere Wertschöpfung zu verbessern? Wo lauern Risiken, mit denen wir künftig konfrontiert werden können?) beschäftigt.
Sobald die Ausgangslage bewusst ist, gilt es, ein Zielbild zu erarbeiten und sich danach klar zu werden, wie dieses Zielbild erreicht werden kann. Das ist dann die Strategie an sich. Zuletzt sollte man die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Strategie auch umgesetzt werden kann.
Im gesamten Prozess ist es wichtig, die zentralen Stakeholder abzuholen und mit einzubeziehen. Das waren für uns natürlich die Mitglieder des BDSU (repräsentiert durch die 1Vs) und die engagierten BDSUlerInnnen.
Inhaltlich war unser Ziel, neue Akzente zu setzen und verschiedene Themen, die wir im Rahmen unserer Analysen und Gespräche herausgefunden haben, voranzutreiben.
Strukturell sind wohl die größten Änderungen, dass wir diese Struktur näher an die Mitglieder bringen möchten. Dafür gibt es beispielsweise viele Visualisierungen, die alles plastisch darstellen und verständlich machen sollen. Zudem haben wir mehr Wert auf Flexibilität gelegt, um den Trade-Off zwischen Kontinuität und Gestaltungsspielraum anders wahrzunehmen. Daher haben wir beispielsweise ein Strategiegremium zur laufenden Überprüfung eingeführt. Zudem haben wir bewusst keine klaren 5-Jahresziele vorgegeben, sondern vielmehr eine Roadmap erstellt, in der wir klare Initiativen vorschlagen, die der Vorstand jetzt angehen wird.
Für die Zukunft haben wir diese Initiativen dann immer offener als Zielvorstellung definiert, damit wir aus der Komplexität der hohen Dynamik des studentischen Umfelds eine Stärke machen. So haben wir sowohl einen klaren Rahmen als auch die Freiheit, eigene Themen voranzubringen sowie die vorgegebenen Themen gemeinsam mit den BDSUlerInnen und dem Strategiegremium zu gestalten.
Speziell im BDSU-Umfeld ist die größte Herausforderung, die verschiedenen Interessen zu vereinen. Der BDSU als Dachverband versteht sich als Interessensvertretung der Mitgliedsinitiativen. Hier vereinen wir aktuell 34 Mitgliedsinitiativen mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Zielen und Anforderungen. Diese müssen gehört und berücksichtigt werden. Daneben kooperiert der BDSU auch selbst mit Kuratoren und Unternehmen, die natürlich genauso wichtig sind.
Als zusätzliche Herausforderung kann die ausschließlich digitale Zusammenarbeit genannt werden, da die Entwicklung einer Strategie durch lebhafte Diskussionen und viele Gespräche entsteht.

Hier sind drei Dinge zu erwähnen. Zunächst war es super, den Verband so gut kennenzulernen. Durch die Analysen sowie Interviews hatten mein Team
und ich die Möglichkeit, den Verband und die Menschen dahinter kennenzulernen. Gemeinsam konnten wir diskutieren, was den BDSU für jeden einzelnen ausmacht und was die individuellen Wünsche für die Zukunft sind.
Außerdem ist es schön, das Vertrauen zu spüren, die Zukunft des Verbands maßgeblich mit gestalten zu dürfen und ein Teil der Entwicklung des BDSU sein zu können.
Am wichtigsten war für mich die Zusammenarbeit im Team. Trotz der Herausforderungen im digitalen Raum hat es großen Spaß gemacht, gemeinsam mit vielen motivierten BDSUlerInnen an der Entwicklung zu arbeiten.
Die größten ‚Lessons Learned‘ hatten wir mit der Einbindung der Stakeholdergruppen. Mit den Interviews haben wir bereits zu Beginn versucht, viele engagierte BDSUlerInnen und Mitgliedsinitiativen einzubinden. Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass eine Strategieeinführung nicht nur aus einer inhaltlichen, themenbezogenen Arbeit besteht. Es ist eine wahnsinnige Chance, die Mitglieder für den Verband zu begeistern. Das würde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall stärker fokussieren.
Für die nächsten BDSUlerInnen, die sich mit der Strategie beschäftigen dürfen habe ich zwei bzw. drei Tipps.
Zunächst sollte man bei der Entwicklung einer Strategie nicht nur die inhaltliche Komponente sehen. Es sollte nicht nur überlegt werden, wie man von der aktuellen Ausgangssituation zum neu definierten Zielbild kommt. Vielmehr ist die Strategieentwicklung eine Chance, die Mitglieder einzubinden, zu begeistern und den BDSU nach deren Vorstellungen formen zu lassen. Das ist sicherlich kein einfacher Prozess, aber ein extrem wertvoller.
Zudem ist es meiner Meinung nach der falsche Ansatz nur alle fünf Jahre zu überprüfen, wo wir gerade stehen. Gerade das JE-Umfeld ist durch die vergleichsweise kurze Halbwertszeit von Studierenden sehr schnelllebig und es werden ständig neue Impulse gesetzt. Der Verband kann und muss sich dadurch immer wieder neu erfinden. Eine klassische lineare 5-Jahresstrategie ist daher zwar wichtig, um eine gewisse Konstanz zu gewährleisten, es darf dabei aber keinesfalls die Flexibilität verloren gehen. Aus diesem Grund haben wir ein kontinuierliches Strategiegremium eingeführt.
Mein übergeordneter Tipp: Integriert so viel Input wie möglich in die Entwicklung der Strategie und wartet nicht 5 Jahre.
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]]>Der Beitrag Vom Koch zum Organisations- und Managementtalent – Im Interview mit Ole Kamm erschien zuerst auf BDSU.
]]>Nach meinem Abitur war ich mir nicht wirklich zu 100% sicher, was ich machen möchte. Es standen zwei Studienfächer im Raum. Zum einen Wirtschaftsrecht und zum anderen Stadtplanung. Das habe ich dann auch meinem späteren Ausbilder in dem Restaurant gesagt, bei dem ich hin und wieder ein paar Tage mitgeholfen habe. Der Vorschlag zur Ausbildung kam dann von ihm und ich habe mich entschieden mein Hobby zum Beruf zu machen, anstatt irgendetwas zu studieren, von dem ich eigentlich gar nicht wusste, was es genau ist. Es war auf jeden Fall richtig, denn dort habe ich die Disziplin gelernt, die mich heute durchs Studium bringt.
Nach der Ausbildung dachte ich, dass es das nicht gewesen sein kann und wollte ursprünglich Betriebswirtschaft studieren, um später ein Restaurant zu eröffnen. Damals konnte ich sehen, dass viele Restaurants unwirtschaftlich arbeiten, weil den Köchen meist der betriebswirtschaftliche Hintergrund fehlt. So kam ich dann zu BWL.
Bei mir gibt es häufiger Pasta als es wahrscheinlich sein sollte, aber eine gute Pasta ersetzt einige „noble“ Gerichte. Ich lasse es mir aber nicht nehmen noch bis heute in einem Restaurant auszuhelfen, dort kann ich mich dann austoben.

Führung bedeutet für mich erst einmal zu lernen sich selbst zu führen. Dies lernt man häufig aber erst in einer Position mit Verantwortung. Am Ende muss für mich das Ergebnis immer stimmen, aber der Weg dorthin kann je nach Team und dessen Kultur unterschiedlich sein. Auf dem Weg zu einem guten Ergebnis möchte ich aber, dass meine KollegInnen gerne mit mir arbeiten und sich auf Ihrem Weg weiterentwickeln können. Führung ist für mich also ein Gesamtpaket an verschiedenen Komponenten, um ein Ziel zu erreichen.
Die größten Herausforderungen waren die Aufarbeitung von Altlasten und die Reorganisation. Gerade die Aufarbeitung von Problemen mit langjährigen Lieferanten war sehr anstrengend. Wir mussten viele Bereiche komplett neu aufstellen, um effizient und aktuellen Standards entsprechend arbeiten zu können. Das konnten wir in dem kurzen Zeitraum zum Großteil erreichen, aber die Entwicklung reißt natürlich nicht ab.
Mein Favorit ist die gesamte Organisation. Ich mag es einen Überblick über alle Bereiche und Prozesse zu haben. Mir ist es wichtig, immer die gesamte Organisation weiterzuentwickeln. Demnach arbeite ich am liebsten in der Organisations- und Managementberatung. Das ist auch der Grund, warum man in meinem Lebenslauf alle klassischen Divisionen findet, weil mir wichtig ist überall etwas beitragen zu können. Meine Rolle sehe ich allerdings hauptsächlich im Bereich Finanzen und Verwaltung.
Wenn man das liest, erwartet man wahrscheinlich jetzt jemanden, der jeden Morgen um 4 Uhr ins Fitness geht, um gegen 6 Uhr beim ersten Meeting zu sein. Das ist nicht so. Dieser Spruch erinnert mich jeden Tag daran etwas zu bewirken, sei es für mich oder für andere. Das können Kleinigkeiten sein, aber insgesamt soll es dazu führen, dass ich am Ende meiner Karriere zurückblicken kann und dann hoffentlich meine Umwelt ein Stückchen besser oder glücklicher gemacht habe. Das ist mein Ziel.
Ich sehe Unternehmen oder Organisationen immer als Systeme. Ähnlich wie unsere Umwelt aus chemischen Prozessen besteht, bestehen Organisationen auch aus Prozessen. Jeder kleinsten Aufgabe geht ein Prozess voraus. Daraus ergibt sich auch schon die Bedeutung für die Prozessoptimierung. In verschiedenen Projekten konnte ich sehen, dass gerade mittelständische Unternehmen im Bereich der digitalen Prozesse, aber auch in der Verschlankung der Prozesse viel Nachholbedarf haben. Die größten Entwicklungschancen sehe ich auch genau bei diesen KMUs. Dabei sollen effiziente Prozesse, aber auch vor allem den Mitarbeitern zu Gute kommen und am Ende den Erfolg der Organisation sichern.

Das passt sicherlich perfekt ins Bild, aber der Beitritt bei ponte consult und später beim BDSU haben mir die Augen geöffnet und gezeigt, wie komplex die Arbeitswelt sein kann. Das Engagement verbessert sicherlich nicht den Notenschnitt im Studium, ist aber so viel wertvoller als eine 1.0 auf dem Abschlusszeugnis. Daneben würde ich auch jeden Fehler und Misserfolg in meinem Leben als ähnlich wichtig einschätzen. Die Erkenntnisse daraus helfen mir und umso besser ist es, diese Erfahrungen während des Studiums zu machen.
Ich glaube, wir haben alle gelernt, dass nichts beständig ist. Ich konnte mir vor der Pandemie fast nicht vorstellen, wie schnell sich unsere Welt durch die Globalisierung dreht und dass das nicht nur ein Vorteil sein kann. Es fällt mir auch schwer zwei zentrale Learnings aus dem letzten Jahr zu definieren. Das Jahr hat uns mindestens für das nächste Jahrzehnt geprägt und uns gezwungen in einer kurzen Zeit Lösungen für Probleme zu finden, die wir zuvor aus Bequemlichkeit nicht angegangen sind. Wir haben alle im letzten Jahr gelernt, was die Entscheidungen und Entwicklungen der letzten 30 Jahre für uns bedeuten. Es liegt an uns, die Schwächen unserer Systeme zu identifizieren und in neuen Systemen zu verhindern oder es besser zu machen.
Für mich persönlich steht als nächstes ein Masterstudiengang an, den ich, anders als beim Bachelor, als Hauptprojekt sehe. Die nächsten zwei Jahre möchte ich also vor allem für meine persönliche Weiterentwicklung nutzen und nicht noch nebenbei Projekte, Vorstandsamt und Gründung wuppen.
Dazu gehört auch noch der Six Sigma Black Belt um hier nochmal einen Schritt im Qualitätsmanagement zu machen. Ansonsten freue ich mich zusammen mit Eliza Mertins den HK21 in Aachen controllen zu dürfen. Das ist für mich beim BDSU auf jeden Fall das größte Projekt in diesem Jahr.
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]]>Der Beitrag ProJEct: Finden wir Coworking bald überall? erschien zuerst auf BDSU.
]]>Marvin Langenbacher (M.Sc.) berichtet in diesem Artikel, wie für einen Kunden eine Nutzwertanalyse für den Neubau eines Coworking Spaces erfolgreich umgesetzt wurde.
New Work ist heutzutage ein mehr als relevantes Thema. Spätestens seit dem Beginn der Corona Pandemie sind Begriffe wie Home Office, Work from anywhere oder flexibles Arbeiten nicht mehr aus dem Vokabular wegzudenken. Den Bedarf nach zeitlich und räumlich flexiblen Arbeitsmöglichkeiten haben Coworking Spaces frühzeitig erkannt und gehandelt.
In diesem Zuge haben immer mehr Anbieter gemeinsame Arbeitsmöglichkeiten geschaffen und das Angebot in vielen deutschen Städten ausgebaut. Im Februar 2021 kam eine Firma aus dem Ulmer Umland auf ponte-consult mit der Bitte zu, eine Standortbewertung für ein neues Coworking Space durchzuführen.
Das Projektteam war schnell gefunden und die Rahmenbedingungen geklärt. Dann ging es bereits an den Kick-off mit dem Kunden, um die Erwartungen und Ziele abzustecken. Die Herausforderung bei diesem Projekt war, dass es nahezu keine Vorgaben und Einschränkungen gab und der Kunde parallel zu unserer Arbeit selbst recherchierte.
Insgesamt kristallisierte sich innerhalb des Projektteams heraus, dass eine quantitative und qualitative Erhebung in Verbindung mit einer Konkurrenzanalyse die gewünschten Ergebnisse liefern soll.
Das Team konnte die Risiken der Erhebungsmethoden schnell identifizieren.
Gerade bei der quantitativen Analyse besteht die Gefahr, dass die Teilnahme lediglich gering ist und kein repräsentatives Ergebnis zustande kommt.
Bei der qualitativen Erhebung steht und fällt die Qualität der Analyse mit den TeilnehmerInnen. Es ist wichtig, dass es sich hierbei um ExpertInnen handelt, die mit dem Thema und der lokalen Gegebenheit vertraut sind.
Mit den Erkenntnissen aus den angewandten Methoden ging es dann an die Formulierung von Handlungsempfehlungen. Bei den beiden Erhebungen wurde jeweils ein Fragebogen erstellt, der Teilnehmerkreis definiert und die Werbetrommel gerührt. Da es sich bei Coworking eher um ein Nischenthema handelt, war die Resonanz auf den Fragebogen zu Beginn sehr verhalten. Mit einem Gewinnspiel und einem vergrößerten TeilnehmerInnenkreis konnte aber ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden.
Coworking ist eine ausgezeichnete Idee, da es sich um ein sehr zukunftsfähiges Modell handelt. Jedoch muss gewährleistet sein, dass eine ausreichende Nachfrage vorhanden ist und sich das vorhandene Angebot nicht kannibalisiert. Zudem ist es empfehlenswert, um sich durch eine geschickte Marktpositionierung und ein Alleinstellungsmerkmal von der Konkurrenz abzuheben.
Leider haben die Ergebnisse in vielen Teilen Parallelen mit den internen Ergebnissen des Kunden aufgezeigt, was die Bedenken bzw. Erwartungen des Kunden auf das Projekt gedämpft hat.
Alles in allem ist es aber ein sehr gelungenes Projekt gewesen, was nicht zuletzt auch die Ergebnisse des Kundenevaluationsbogen gezeigt haben. Der Kunde war insgesamt sehr zufrieden mit der Arbeit des Teams, da sowohl die Kommunikation als auch die Arbeitsweise den Ansprüchen entsprochen hat. Dies ist besonders hervorzuheben, da es sich bei dem Kunden um eine Beratungsgesellschaft gehandelt hat.
Der Beitrag ProJEct: Finden wir Coworking bald überall? erschien zuerst auf BDSU.
]]>Der Beitrag Risikomanagement in ungewissen Situationen – Hybrides Projektmanagement als möglicher Ausweg? erschien zuerst auf BDSU.
]]>Die nachfolgende Grafik zeigt auf einen Blick, inwiefern zwischen den verschiedenen Konzepten, die im Kontext von Risikomanagement häufig synonym verwendet werden, zu unterscheiden ist. Gerade in der Differenzierung zwischen Risiko und Ungewissheit steckt eine hohe Sprengkraft:

Wie der Abbildung bereits zu entnehmen ist, gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Risiko und Ungewissheit. Für das Risiko lassen sich Annahmen über die Eintrittswahrscheinlichkeit treffen. Für Ungewissheit ist dies nicht möglich. In den meisten Projekten ist allerdings nicht zwischen Risiko und Ungewissheit zu unterscheiden. Da das Risikomanagement die bekannteste Methode des Umgangs mit der unsicheren Zukunft in Projekten darstellt, versuchen die meisten ProjektmanagerInnen, die Ungewissheit in ein Risiko zu überführen.
Risiko: Mithilfe von Annahmen kann die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses bestimmt werden.
Ungewissheit: Die Schätzung einer Eintrittswahrscheinlichkeit ist nicht möglich. Hätte man sich beispielsweise am Anfang der diesjährigen Corona-Pandemie zugetraut, einschätzen zu können, mit welcher Wahrscheinlichkeit Maßnahmen wie Maskenpflicht, Sperrstunden etc. eingesetzt werden?
Für ProjektleiterInnen besteht die Schwierigkeit darin, in hektischen Projektsituationen folgenden Sachverhalt schnell einzuordnen: Ist das Risiko auf Grundlage angstbasierter Motive künstlich geschaffen, um der Ungewissheit zu entgehen? Oder handelt es sich tatsächlich um ein händelbares Risiko?
Klassisches Risikomanagement ist in den meisten Projekten mit hohem administrativen Aufwand verbunden. Manche Projekte geben einen beachtliche Anteil ihres Budgets für den Umgang mit Risiken aus. Es gibt jedoch einen Punkt, an dem jeder weitere Euro, der in die Vorab-Reduktion von Projektrisiken gesteckt wurde, keinen nennenswerten risikoreduzierenden Effekt mehr erzielt. Und dieser Punkt ist früher erreicht als gedacht. Dies ist u. a. im Fazit dieses Artikels über zwei Infrastrukturprojekte in Südamerika nachzulesen.
Risikomanagement basiert auf Annahmen. Diese sind wunsch- oder angstmotiviert und immer subjektiv. Dies sollte EntscheiderInnen immer bewusst sein, da die Annahmen häufig als Fakten missinterpretiert werden. Fakten von Annahmen zu trennen ist essenziell, um nicht auf Basis von wunsch- oder angstmotivierten Annahmen Entscheidungen zu treffen.
Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil in jedem Projekt, sollte aber von ProjektmanagerInnen durchgeführt werden, denen die damit verbundenen Herausforderungen bewusst sind.
Die meisten Projekte – insbesondere Transformationsprojekte in Digitalisierungskontexten – sind auf eine ungewisse Zukunft ausgerichtet. In diesen Projekten sind Neubewertungen, ausgelöst durch veränderte Umfeldfaktoren, keine Seltenheit. Dann ist es sinnvoll, zusätzlich zum Regelprozess des Risikomanagements, einen Risikoworkshop durchzuführen. In diesem können mögliche Risiken zusammengetragen, Annahmen über die Wahrscheinlichkeit des
Auftretens und der Schadenshöhe getroffen und anschließend monetär bewertet werden. Hierdurch kann es zu neuen Erkenntnissen kommen, weswegen alle Annahmen einer erneuten kritischen Bewertung zu unterziehen sind. Als Konsequenz ist daraufhin die Projektplanung anzupassen und möglicherweise das Projektziel umzudefinieren.
Agile Projektmanagement-Methoden unterstützen genau dieses Vorgehen. Bei der Arbeit mit kurzen Sprints lassen sich verändernde Rahmenbedingungen kontinuierlich berücksichtigen. Die genaue Ausgestaltung des Projektergebnisses wird im agilen Projektmanagement über den Projektverlauf immer klarer. Die so geschaffene Ergebnisoffenheit ermöglicht es Teams, in dynamischen und komplexen Kontexten erfolgreich zu sein.
Auch Hybride Projektmanagement-Methoden können die Projektarbeit bei Ungewissheit erleichtern. Denkbar sind Projektkonstellationen, in denen die Teams, die mit volatilen Anforderungen arbeiten müssen (z. B. App-Entwicklung), agil arbeiten. Dagegen können eher statisch orientierte Bereiche (z. B. Compliance) weiterhin nach klassischen Projektmanagement-Methoden vorgehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass alle Teams agil arbeiten und das Reporting klassisch aufgesetzt ist. Das schafft dringend benötigten Handlungsspielraum für die MitarbeiterInnen und bietet dem Management gleichzeitig einen Kontrollrahmen.
Einen Einblick, wann welche Projektmanagement-Methoden sinnvoll angewendet werden und welche Herausforderungen sich daraus ergeben, können in den Fact Sheets zum Hybriden Projektmanagement und zur Einführung von agilen Arbeitsweisen nachgelesen werden.
Indem wir:
Weitere Informationen zu diesem Thema sind unter www.assure.de oder auf diversen Social Media-Kanälen zu finden. Darüber hinaus lassen sich hier auch aktuelle Stellenanzeigen im Bereich finden.
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]]>Der Beitrag ProJEct: Mit Employer Branding die Zielgruppe optimal erreichen erschien zuerst auf BDSU.
]]>Andreas Olijnyk (M.Sc. Informatik) berichtet heute, wie für einen Kunden eine neue Employer Branding Strategie konzipiert wurde und warum für solche Themenbereiche gerade studentische Beratungen hervorragend geeignet sind.
Die richtigen Mitarbeiter zu finden ist eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen. Der Fachkräftemangel betrifft jedoch nicht nur den so oft
genannten IT-Sektor, sondern auch traditionelle Branchen. In diesem Fall geht es um das renommierte Immobilienunternehmen DV Immobilien Management GmbH, das gewerbliche Großprojekte wie Einkaufszentren oder Gewerbeparks umsetzt und verwaltet.
Dafür werden einerseits Architekten/Innen und Ingenieure/Innen gesucht, aber andererseits auch operative und technische Berufe wie Elektriker/Innen, Installateure/Innen oder Hausmeister/Innen. Gerade vor dem Hintergrund neuer digitaler Möglichkeiten und Kanäle stellte sich der Kunde die Frage, ob die bestehenden Aktivitäten noch zeitgemäß sind.
Ziel des Projekts war es demzufolge, die aktuelle Employer Branding Strategie zu analysieren und anhand zielgruppenspezifischer Anforderungen zu optimieren. Der Fokus lag dabei auf der Erarbeitung von konkreten und umsetzbaren Maßnahmen, die das Employer Branding verbessern oder erweitern.
Zusammen mit dem Kunden definierte das Projektteam zuerst die auf das Immobilienunternehmen zugeschnittenen Zielgruppen. Anschließend wurden die Wünsche und Anforderungen der einzelnen Gruppen erarbeitet. Dies geschah einerseits anhand bereits existierender Studien und andererseits ergänzten eigene Befragungen von Seiten des Projektteams. In der Umfrage wurden Personen der Zielgruppen zu ihren Erwartungen hinsichtlich der Arbeitskultur, des Bewerbungsprozesses und eines attraktiven Arbeitgebers befragt.
Da der Kunde zum Zeitpunkt des Projekts am Relaunch der Website arbeitete, wurden darüber hinaus spezifische Fragen zur Usability in die Umfrage mit aufgenommen. Obwohl dieser Aspekt ursprünglich nicht geplant war, gab es für das Projektteam kein Problem diese Fragen kurzfristig einzubauen. Gerade diese Flexibilität ist ein großer Pluspunkt studentischer Beratungen.
Ein weiterer Vorteil studentischer Teams war in diesem Fall der einfache Zugang zur Zielgruppe. Um die Teilnehmer für die Umfrage zu gewinnen wurden Architekten/Innen und Ingenieure/Innen aus dem Freundeskreis und aus den entsprechenden Fachschaften angesprochen. Hier galt „die Zielgruppe kennt die Zielgruppe“, was v.a. für Employer Branding- und Hochschulmarketing-Projekte enorm hilfreich ist.
Mithilfe der Ergebnisse der ersten beiden Schritte entwickelte das Team eine auf die Zielgruppen ideal abgezielte Employer Branding Strategie. Zeitgleich wurde die Ist-Situation beim Kunden analysiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf den bereits vorhandenen Prozessen zum Thema Employer Branding lag. Diese Prozesse hat das Projektteam entsprechend detailliert dokumentiert.
Die Ist-Situation wurde dann mit der herausgearbeiteten Soll-Situation verglichen. Aus dieser Gegenüberstellung konnten Gemeinsamkeiten und Unterschiede ermittelt werden. Basierend auf diesen Ergebnissen hat das Projektteam Optimierungspotenziale in der Employer Branding Strategie evaluiert und dem Kunden präsentiert. Der Kunde hat diese Empfehlungen anschließend in seine Strategie integriert und angewandt.
„Wir planen weitere Projekte an intouchCONSULT e.V. zu vergeben.“
Dieses starke Statement gab der Kunde nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts dem Verein. Die DV Immobilien Management GmbH war sehr zufrieden mit der Arbeit des Projektteams von intouchCONSULT e.V. Das Engagement der Teams benotete der Kunde deshalb auch mit der Gesamtnote von 1,29.

Dabei war der Kunde vor allem begeistert von der Vielseitigkeit des Vereins und den verschiedenen Blickwinkeln, die wir aufgrund unserer unterschiedlichen Studiengänge auf ein Projekt geben konnten. Die Flexibilität und pragmatische Herangehensweise sorgten zudem dafür, auch kurzfristig auf Änderungswünsche eingehen zu können.
Auch aus Sicht des Projektteams war die Arbeit ein voller Erfolg. „Die Arbeit im Projektteam hat sehr viel Spaß gemacht. Jedes Mitglied hatte individuelle Stärken und Kompetenzen und so konnten wir uns die Aufgaben optimal aufteilen und uns entsprechend ergänzen.“ (Andreas Olijnyk)
Der Beitrag ProJEct: Mit Employer Branding die Zielgruppe optimal erreichen erschien zuerst auf BDSU.
]]>Der Beitrag Technologie im Prozessmanagement – Ein Interview mit Moritz Knopp erschien zuerst auf BDSU.
]]>Ich könnte jetzt groß erzählen, wie sehr mich andere Kulturen und die beinhalteten Auslandsaufenthalte angezogen haben. Aber eigentlich war ich mir noch nicht sicher, was ich machen möchte und da hat sich ein BWL ähnlicher Studiengang mit internationaler Komponente für mich sehr gut angeboten.
Rückblickend habe ich definitiv gelernt, wie kostbar Zeit ist und wie man diese priorisieren sollte. Darüber hinaus habe ich gelernt: Wenn man eine extra Meile geht, erntet man vielleicht nicht sofort, aber bestimmt zukünftig die Lorbeeren dafür.

Als ich 2019 im BDSU angefangen habe, war ich hauptsächlich für die Verbandskommunikation zuständig. Im letzten Sommer habe ich dann mit dem wunderbaren Lukas Probst das Advocacy Team aufgebaut. Wir konnten wirklich tolle Leute, wie Julia Groß, Tjark Melchert oder Vicky Wagemann ins Team holen und die ersten Schritte in der bundesweiten Politik und in den Wirtschaftsverbänden gehen. Mittlerweile schafft das Team auch ohne mich besonderes.
Der Partner sowie die Ausgründung von consult.IN Business Consulting House GmbH & Co. KG (BCH) führt regelmäßig Schulungen und Workshops zum Themengebiet Robotic Process Automation bei uns durch. Diese Workshops geben sowohl Einblicke in die Theorie hinter der Technologie beim Prozessmanagement als auch in die praktische Anwendung. Hier wurde mein Interesse für die Themen im Prozessmanagement geweckt. Durch eine tolle Ausbildung und Betreuung bei BCH konnte ich mir ein solides Wissen dafür aneignen. Währenddessen habe ich die Celonis Academy für Process Mining durchlaufen. Als daraufhin der Bedarf am Markt nach der neuen Technologie immer größer wurde, konnte ich der Business Consulting House GmbH & Co. KG zum First-Mover Status im Beratungsmarkt in Sachen Process Mining verhelfen.
Mein Team unterstützt Beratungen aus der ganzen Welt dabei Process Mining und das Celonis Execution Management System in ihre Service Lines zu integrieren sowie bei ihren Kunden anzuwenden. Außerdem bin ich verantwortlich für das Process Mining Mentorship Program, welches unsere Beratungspartner mit studentischen UnternehmensberaterInnen zusammenbringt, um gemeinsam an Kundenprojekten zu arbeiten. Celonis bietet studentischen Beratungen außerdem kostenlose Lizenzen für Kundenprojekte. Falls also jemand Lust hat, Projekte in diesem Bereich zu bearbeiten, kann die Person gerne auf mich zukommen.
Celonis bietet seit längerem den Process Mining Expert Track an. In diesem Format lernen die TeilnehmerInnen, wie man Process Mining benutzt und probieren sich an ersten kleinen Projekten aus. Um dieses entstandene Wissen nicht untergehen zu lassen und dem Ressourcenmangel unserer Partner entgegenzuwirken, haben wir entschlossen, die beiden Parteien zusammen zu bringen. Hierdurch entstehen zur Zeit viele interessante Projekte.
Process Mining geht mittlerweile weit darüber hinaus, nur Prozesse zu visualisieren. Es ermöglicht es uns auch, Probleme direkt mittels Machine Learning vorherzusagen und automatisiert lösen zu können. Wer also in Zukunft im Prozessmanagement arbeiten möchte, kommt meiner Meinung nach um diese Technologie nicht mehr herum.

Im Sommer 2020 habe ich mich zum Process Mining Trainer ausbilden lassen. Mein Ziel dabei war es, andere Interessierte in das Thema zum Prozessmanagement einzuführen, da ich es sehr spannend finde. In diesem Zuge habe ich auch am Management Center Innsbruck (MCI) einen zweistündigen Vortrag gehalten. Beinhaltet waren die grundsätzlichen Möglichkeiten, die Process Mining bietet und wie der Markt dazu aussieht.
Ich bin in den letzten 18 Monaten zum richtigen Daten-Enthusiasten geworden. Mich faszinieren all die Möglichkeiten, die entstehen, wenn man die vorhanden Daten erst einmal richtig einsetzt und verwendet.
Mein Learning des vergangenen Jahres dreht sich wahrscheinlich um das Thema Flexibilität. Man sollte immer flexibel bleiben, weil sich so neue Chancen ergeben, durch welche man eventuell eine versteckte Leidenschaft entdeckt.
Der Beitrag Technologie im Prozessmanagement – Ein Interview mit Moritz Knopp erschien zuerst auf BDSU.
]]>Der Beitrag Gründerin, Autorin und Studentin – Ein Interview mit Lilith Diringer erschien zuerst auf BDSU.
]]>Ich denke, dass ich schon seit meiner Kindheit eine Macherin war. Ich habe ganz einfach in den Ferien festgelegt, ein Buch zu schreiben. Das habe ich dann eben auch durchgezogen. Ich habe angefangen, auf Papier eine Geschichte zu beginnen und weiterzuentwickeln. Nachdem ich sie abgeschlossen hatte, habe ich sie jedoch etwas beiseitegelegt. Nach einiger Zeit habe ich die beschriebenen Blätter beim Aufräumen wiedergefunden und mir gedacht, dass es schade wäre, sie alle wegzuschmeißen. Deswegen habe ich die Blätter abgetippt, umgearbeitet, ein Cover gestaltet und recherchiert, wie man ein Buch veröffentlicht. So kam es, dass ich mein erstes Buch über einen Self-Publishing-Verlag veröffentlicht habe.
Da ich aber mit den Inhalten nach der Veröffentlichung nicht mehr zufrieden war und mir gedachte habe ‚Hey, das kannst du doch noch viel besser‘, habe ich angefangen, das zweite Buch zu verfassen und auch zu veröffentlichen. Danach habe ich mir immer wieder neue Challenges und Herausforderungen gesucht, weil ich keine Standard-Bücher schreiben wollte. Ich wollte beispielsweise ein Märchen-Buch verfassen, das ich dann auch selbst illustriert habe. Es folgte dann ein Kurzgeschichten-Band, um ganz einfach innerhalb meiner Herausforderungen kreativ zu werden.
Im Prinzip konnte ich mir vieles vorstellen, da ich sehr breit interessiert und engagiert bin. Ich habe deswegen über meine Schulzeit hinweg eine Ansammlung an Studiengängen gehabt, die ich mir näher ansehen wollte. Dann habe ich 2014 beim Wettbewerb Jugend präsentiert den zweiten Platz gewonnen und war im Jahr darauf in der Jury tätig. Mit in dieser Jury war derjenige, der im Jahr zuvor den ersten Platz gewonnen hat. Diese Person hat in Dresden Internationale Beziehungen studiert.
Nachdem ich mich mit ihm unterhalten hatte, ist dieser Studiengang auf meiner Liste gelandet. Ich habe mich daraufhin in viele verschiedene Vorlesungen gesetzt. War vier Tage in Dresden, um mich mit den Leuten zu unterhalten und mitzuerleben, wie es dort ist. Ich fand dabei sowohl die Stadt sehr schön als auch den interdisziplinären Studiengang sehr interessant. Er ist methodisch und inhaltlich sehr breit und die Inhalte lassen sich wiederum verknüpfen.
Ich brenne und engagiere mich für sehr viele Themen. Dementsprechend finde ich die Abwechslung im Alltag sehr bereichernd und motivierend. Mir wird nie langweilig, da ich mir immer neue Herausforderungen suche und so Menschen finde, die mich inspirieren und Projekte gemeinsam mit mir durchführen. Es gibt schon Zeiten, in denen ich wenig Schlaf bekomme oder viele Abgaben anstehen. Alles in allem gab es bei mir aber noch nie einen Punkt, an dem ich ein Ziel komplett verschieben musste bzw. nicht erreichen konnte oder gar überfordert war. Ich habe es immer sehr genossen, meine Zeit einteilen zu können und diese Abwechslung im Alltag zu haben.
Ich glaube aber, dass sich dieser Alltag mit einem getakteten Zeitmanagement vereinbaren lässt. Dabei ist aber trotzdem eine gewisse Flexibilität immer wichtig, damit es nicht zu versteift wird. Ich finde es auch immer sehr schön, wenn sich Themen überschneiden und verbinden lassen. Dass Inhalte, die ich beim einen Projekt lerne, beim anderen wieder auftauchen. So kann ich ähnliche Systeme bei verschiedenen Projekten anwenden.
Ich denke, dass ich jemand bin, der ganz einfach gerne anpackt und auf ein Ziel hinarbeitet. Das finde ich immer sehr hilfreich, wenn ich Projekte umsetze. Ich kann mich motivieren, wenn ich ein Ziel oder mehrere kleine Ziele vor Augen habe und auf diese hinarbeiten kann. Das kann denjenigen helfen, die Schwierigkeiten haben, motiviert und am Ball zu bleiben. Ich würde euch daher das Setzen von kleineren Zielen empfehlen.
Einigen kann es auch helfen, sich eine Peergroup zu suchen, die einen mitzieht. Die Idee ist, sich gegenseitig zu challengen und untereinander Ziele zu formulieren. Natürlich kann man sich so auch bei einem Motivationstief unterstützen. Dementsprechend hat man hier nochmal mehr Anreize oder verspürt Druck. Das ist natürlich eine starke Typ-Sache.
Man muss natürlich aufpassen, sich dabei nicht zu sehr unter Druck zu setzen, wenn man Ziele nicht erreichen kann oder nicht geschafft hat. Man sollte da ganz einfach nicht sauer auf sich sein, wenn es nicht so klappt, wie man es sich vorgestellt hat. Aus Fehlern sollte man lernen und darauf aufbauend etwas Neues anpacken. Man sollte sich nicht zu lange am Geschehenen aufhängen. Ich muss sagen, dass ich jemand bin, der in die Zukunft schaut und deswegen mit Situationen, die eben nicht so gut liefen, gut umgehen kann. Ganz nach dem Motto: Jetzt der nächste Anlauf, jetzt wird es besser.
Bei Ideen zu Start-ups und Gründung würde ich sagen Motivation und Durchhalten. Man muss sehr viel leisten, ohne ein direktes
Feedback zu bekommen oder etwas Positives zurückzuerhalten. Deswegen sollte man sich immer wieder vor Augen halten, was es einem letztendlich bringt.
Was mich inspiriert hat, waren aber auch die vielen verschiedenen Themen, in die ich mich eingearbeitet habe. Dies umfasst die allgemeine Gründerszene, Themen zur Branche oder Forschungsergebnissen bzw. Statistiken im Bereich. Dabei habe ich immer wieder gesehen, dass es zwar viel Arbeit, aber auch hochinteressant ist.
Ich selbst lerne enorm viel, indem ich mir immer Fragen zu den Hintergründen, Funktionsweisen oder Stakeholdern stelle. Das motiviert mich in jedem Fall. Ich denke aber auch, dass man sich hier nicht zu sehr versteifen oder festklammern sollte, sondern eine gewisse Flexibilität vorhanden sein muss. Mit neuen Ideen stößt man eben immer wieder auf neue Inhalte und Erkenntnisse, welche wieder um 180 Grad gedreht werden müssen.
Es gab tatsächlich viele kleinere Hürden. Eine größere Hürde war allerdings die Erkenntnis, dass das System schon sehr ausgeklügelt ist und schon viele Verbindungen vorhanden sind. Wenn man sich das Netzwerk anschaut, sind dort schon sehr viele agierende Partner vorhanden. Daher war es sehr schwierig, den ersten Schritt in die Tür zu bekommen. Ich wollte mit den Hotels beispielsweise auf Business-Reisen sprechen. Dann ist mir durch Interviewführung aufgefallen, dass es eben schon sehr viele Verträge und Kooperationsvereinigungen gibt.
Man selbst weiß zwar genau, was die Vorteile der eigenen Idee bzw. des Start-ups sind. Es ist allerdings schwierig, es wiederum potenziellen Nutzern klarzumachen, die sich bereits in einem System befinden. Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung, die jedem in gewisser Weise unterkommt. Es ist natürlich ein Unterschied, ob man in einem leeren Markt startet und etwas Neues entwickelt oder in einem bereits existierenden. Aber in beiden Situationen muss man eben einen Schritt zurückgehen und sich Gedanken zur richtigen Kommunikation machen.
Das ist auf jeden Fall eine spannende Frage, die ich mir auch hin und wieder stelle. Ich muss aber sagen, dass mich die abwechslungsreichen Wochen und interessanten Inhalte immer motivieren können. Natürlich ist es manchmal auch nervig, einen vollen Terminkalender für die nächsten Tage zu sehen und dabei ständig zu versuchen, weitere Termine unterzubekommen. Es ist natürlich schon ein straffes Zeitprogramm und man überlegt, in Zukunft nicht doch ein Angestellten-Verhältnis einzugehen. Das ist ganz einfach nicht die spaßige Seite. Aber auf der anderen Seite motivieren mich die Termine dann auch wieder, da sie mir viel Freude bereiten. Man lernt in den Terminen viele verschiedene Menschen kennen und bekommt neue Inhalte vermittelt. Und diese Seite überwiegt im Vergleich zum vollen Terminkalender.
Durch die Corona-Situation ist es natürlich sehr schade, dass man wenig unterwegs ist. Im Normalfall bin ich von morgens bis nachts unterwegs und habe eben sehr viele Termine. Dadurch reise ich aktuell virtuell und nehme so viele verschiedene Eindrücke mit. Andernfalls hätte ich natürlich mehr Eindrücke vor Ort bzw. in meinem Umkreis bekommen. Dementsprechend sehe ich die Situation positiv und negativ, obwohl es natürlich weniger motivierend ist, sich nur von einem Online-Termin in den nächsten zu schalten. Im Vergleich spart es aber auch Zeit. Schön wäre daher zukünftig ein bisschen von beiden Seiten.
Fazit: Es ist am Anfang der Woche immer etwas schwierig, wenn man auf den Kalender sieht, aber am Ende der Woche bin ich dann wieder sehr froh und hatte sehr viele interessante Events.
Ich glaube Interesse und Neugier sind Eigenschaften, die mich auszeichnen. Ich finde sie auch sehr wichtig. Dementsprechend bin ich offen für neue Inhalte, Themen und Menschen. Damit einhergehend auch für unterschiedliche Sprachen, weil ich so einen Zugang zu unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen bekomme. Damit ist natürlich auch viel Geografisches oder Historisches verbunden.
Ich war ganz einfach schon immer ein ‚Warum-Kind‘, habe in Museen Zeit verbracht und mich gerne mit Menschen unterhalten.
Ich habe beispielsweise meinen Eltern und Lehrern Löcher in den Bauch gefragt. Hier bin ich auch sehr dankbar, dass mein Umfeld meine Neugierde nicht erstickt, sondern diese aufgefangen hat. Ich konnte mir zur Auslebung meiner Neugierde immer neue Herausforderungen suchen, an vielen Wettbewerben teilnehmen und war in Forschungscamps sowie bei Summer-Labs. Für diese Möglichkeiten bin ich sehr dankbar.
Ich glaube Ideen zum Start-up kommen zum einen durch diesen Macher-Drang, da ich mein Wissen weitertragen und umzusetzen will. Zum anderen aber auch durch viele zufällige Kontakte, die sich ergeben haben. Bei mir ist das auch stark mit dem Thema Nachhaltigkeit verbunden. Das ist seit 2014 unter anderem durch einen Forschungscampus beim WWF entstanden.
Ich bin zudem beim netzwerk n Nachhaltigkeitscoach und berate deutschlandweit nachhaltige Hochschulinitiativen. Dabei geht es darum, wie sie an Hochschulen noch nachhaltiger werden können. So habe ich meine Nachhaltigkeits-Brille immer weiter entdeckt. Ich habe deswegen bei allen möglichen Dingen gesehen, welche Faktoren nachhaltig sind und welche nicht. – Gibt es Solarzellen auf dem Dach? Gibt es E-Ladestationen? Ist das Papier nachhaltig? – Dadurch, dass ich diesen Blick entwickelt habe, habe ich beschlossen, in diesem Bereich etwas zu unternehmen und wollte auf der Nachhaltigkeits-Ebene vieles umsetzen. Das bedeutet auch, einen Wandel anzustoßen und sozusagen den nachhaltigen Tourismus zum neuen ‚Normal‘ zu machen.
Ich denke Nachhaltigkeit ist ganz einfach etwas, das immer enthalten ist. Dabei ist egal, ob es sich um ökologische, ökonomische oder soziale Nachhaltigkeit handelt. In allen Bereichen möchte ich auf jeden Fall einen nachhaltigen Fernblick miteinbeziehen. Es ist auf jeden Fall interessant, da es sich auf alles bezieht und immer ein Zusammenhang vorhanden ist.
Abgesehen davon bin ich aber natürlich auch noch flexibel. Selbst ich muss sagen, dass ich noch keinen Weg habe, der bis zu meiner Rente durchdekliniert ist. Ich bin sehr offen und halte Ausschau, wo es mich in Zukunft hinziehen wird. Vielleicht werde ich auch noch einen Master machen oder eine ganz andere Arbeitsstelle finden. Dadurch, dass ich eben so neugierig und begeisterungsfähig bin, werde ich noch sehen, was auf meinem Weg so ansteht.
Ich habe sehr viel durch mein Engagement in der studentischen Unternehmensberatung mitgenommen und gelernt. Sowohl zwischenmenschlich, methodisch als auch durch die einzelnen Kontakte, die ich als Ressortleiterin Externes im Personal knüpfen konnte. Auch die Zusammenarbeit mit Stabsstellen sowie das Delegieren und Betreuen von Aufgaben waren sehr spannend.
Die Zusammenarbeit in einem Team und die Kommunikation im gesamten Verein prägen einen in jedem Fall beim beruflichen Werdegang. Sowohl die Kontakte, die sich hier und da für Praktika aufwärmen lassen, als auch methodisch, wie ich an Aufgaben herangehe. Ich merke beispielsweise bei Praktika, dass ich Qualitätsstandards aus meiner JE übernehme und an Aufgaben anders herangehe.
Der Beitrag Gründerin, Autorin und Studentin – Ein Interview mit Lilith Diringer erschien zuerst auf BDSU.
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