Digital Impact Network https://digitalimpact.ch/ Thu, 19 Feb 2026 08:38:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://digitalimpact.ch/wp-content/uploads/2020/03/favicon.png Digital Impact Network https://digitalimpact.ch/ 32 32 DIN Präsentationen Fachbeiträge Cyber Security https://digitalimpact.ch/2026/02/19/din-praesentationen-fachbeitraege-cyber-security/ Thu, 19 Feb 2026 08:38:49 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=18351 DIN Präsentationen FachbeiträgeHerunterladen

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Interview mit Beat Rutishauser über seine Rolle als Chapter Manager und die Entstehung eines starken und zukunftsfähigen Netzwerks. https://digitalimpact.ch/2026/02/05/interview-mit-beat-rutishauser-ueber-seine-rolle-als-chapter-manager-und-die-entstehung-eines-starken-und-zukunftsfaehigen-netzwerks/ Thu, 05 Feb 2026 17:26:08 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=18093 Im Interview mit Beat Rutishauser, Vorstandsmitglied…

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Im Interview mit Beat Rutishauser, Vorstandsmitglied „Chapter Management“ im Digital Impact Network, erhalten wir spannende Einblicke in die Kunst des Netzwerkaufbaus und der (Re)aktivierung von Chapters. Als Netzwerker und Strukturgeber setzt Rutishauser auf Beziehungsarbeit und echte Präsenz, um nachhaltige Netzwerke zu schaffen, die über einzelne Events hinausgehen.

Wer nicht vernetzt ist, verpasst Entwicklungen – unabhängig von der eigenen Fachkompetenz.

Wir erfahren, warum das Vertrauen der Mitglieder und eine klare Ausrichtung für die erfolgreiche Gründung oder Reaktivierung eines Chapters entscheidend sind und welche Rolle das Geben und Nehmen dabei spielt.

Was genau umfasst deine Rolle als „Chapter Management“ innerhalb des Digital Impact Network? Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernimmst du?

Meine Rolle im Chapter Management ist vor allem Netzwerke aufbauen, strukturieren und befähigen. Ich begleite Regionen dabei, neue Chapters zu gründen oder bestehende wieder zu aktivieren – fachlich, organisatorisch und vor allem menschlich.
Zentral ist dabei Networking: Kontakte über Kontakte aufzubauen, Menschen miteinander zu verbinden und eine Kultur des Geben und Nehmens – in genau dieser Reihenfolge – aktiv vorzuleben.
Ein Chapter lebt nicht von Konzepten allein, sondern vom persönlichen Engagement innerhalb des Netzwerks.

Welche Herausforderungen tauchen häufig bei der Gründung oder Reaktivierung eines Chapters auf und wie adressierst du diese?

Häufig sind Erwartungen unklar, Rollen nicht definiert oder der Fokus liegt zu stark auf schnellen Events statt auf nachhaltigem Netzwerkaufbau.
Ich setze deshalb bewusst auf Beziehungsarbeit vor Aktivität: Erst Vertrauen, dann Struktur, dann Wirkung.
Networking ist kein Zufallsprodukt – es braucht Haltung, Verlässlichkeit und echte Präsenz.

Wie lange dauert es in der Regel von der Idee bis zur offiziellen Gründung oder Reaktivierung eines Chapters?

In der Regel drei bis sechs Monate. Ein belastbares Netzwerk braucht Zeit. Entscheidend ist nicht Tempo, sondern Qualität der Beziehungen und eine klare gemeinsame Ausrichtung.

Welchen Mehrwert bringt ein gut funktionierendes Chapter für das gesamte Netzwerk und dessen Mitglieder?

Ein starkes Chapter schafft Nähe, Relevanz, Vertrauen und Orientierung.
Mitglieder wissen, wo sie stehen, mit wem sie sich austauschen können und welche Themen für ihre Zukunft wirklich relevant sind. Digitalisierung, Strategie und Networking werden greifbar – regional, praxisnah und auf Augenhöhe.

Du hast im letzten Jahr ein neues Chapter gegründet und ein bestehendes reaktiviert. Wie gehst du dabei konkret vor?

Mein Vorgehen ist klar strukturiert:

  1. Netzwerk aktivieren – bestehende Kontakte gezielt ansprechen und verbinden
  2. Motiviertes Chapter-Team bilden – Menschen mit Haltung, nicht nur mit Titeln
  3. Vision, Mission und Mitgliedernutzen erarbeiten
  4. Strukturen & Spielregeln festlegen – Klarheit schafft Verbindlichkeit
  5. Jahresplanung erarbeiten – realistisch, wirksam und netzwerkorientiert

Networking ist dabei der rote Faden durch alle Schritte.

Wie fühlt es sich an, zu sehen, dass Chapters durch deine Unterstützung wieder aufleben oder neu entstehen?

Sehr erfüllend. Nicht wegen der Sichtbarkeit, sondern weil ich sehe, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam etwas aufbauen.
Das ist echte Wirkung – und sie entsteht nur durch ein qualitatives, tragfähiges Netzwerk.

Was motiviert dich persönlich zu diesem grossen Engagement?

Ich bin überzeugt: Zukunft entsteht im Dialog.
Dort, wo Menschen sich vernetzen, Wissen teilen und gemeinsam vorausdenken. Chapters sind für mich Orte, an denen genau das möglich wird.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der sich aktiv in einem Chapter engagieren oder ein eigenes aufbauen möchte?

Networking beginnt immer mit Geben.
Wer bereit ist, Zeit, Wissen und Kontakte einzubringen, wird ein starkes Netzwerk aufbauen – fachlich wie menschlich. Haltung schlägt Visitenkarte.

Was bedeutet dir das positive Feedback aus dem Netzwerk?

Es bestätigt mir, dass Struktur und Menschlichkeit kein Widerspruch sind.
Im Gegenteil: Sie verstärken sich gegenseitig und stärken das Vertrauen innerhalb des Netzwerks.

Gab es eine Rückmeldung oder Situation, die dich besonders berührt hat?

Ja. Wenn mir jemand sagt:
„Dank dem Chapter habe ich wieder Lust, mich mit Zukunftsthemen wie Future Management & Strategie, Strukturen & Prozesse, aber auch mit meinem Networking professionell auseinanderzusetzen.“
Dann weiss ich: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Wenn du an die kommenden Jahre denkst – wofür brennst du besonders im Chapter Management?

Für Chapters als Resonanzräume für Zukunftsfragen:
Future Management, Zukunftsgestaltung & Strategie, Megatrends, Strukturen & Digitalisierung, Führung und Zusammenarbeit – nicht theoretisch, sondern konkret und umsetzbar für KMU, Verwaltungsräte und Führungsteams.

Warum brauchen KMU heute professionelles Networking?

Weil Wissen, Chancen und Orientierung heute über Beziehungen entstehen.
Wer nicht vernetzt ist, verpasst Entwicklungen – unabhängig von der eigenen Fachkompetenz.

Was unterscheidet gutes Networking von klassischem Visitenkartentausch?

Gutes Networking ist langfristig, verbindlich und wertebasiert.
Es geht nicht um Kontakte sammeln, sondern um Beziehungen pflegen.

Woran erkennst du Organisationen, die wirklich zukunftsfähig sind?

Sie nehmen Veränderungen im Aussen bewusst wahr und gestalten ihre Zukunft im Innern systematisch – auf der Basis von Trends, Entwicklungen und klarer strategischer Reflexion.
Zukunftsfähige Organisationen investieren nicht nur in Technologie, sondern ebenso in Menschen, Strukturen und Netzwerke. Sie verstehen, dass nachhaltiger Erfolg dort entsteht, wo Orientierung, Kompetenz und Beziehungen zusammenspielen.

Über Beat Rutishauser

DIN Vorstandsmitglied | Inhaber Blue Line Consulting | zertifizierter Future Manger

Beat ist Unternehmensberater, Sparringpartner und Dozent mit Fokus auf Future Management, Strategie, Geschäftsprozesse, Digitalisierung und professionelles Networking.
Er begleit KMU, Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen dabei, Orientierung zu schaffen, Netzwerke strategisch zu nutzen und Zukunft aktiv zu gestalten – strukturiert, pragmatisch und wirksam.

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MIKUJY https://digitalimpact.ch/2025/12/05/mikujy/ Fri, 05 Dec 2025 18:13:52 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=17644 MIKUJY ist auf nachhaltige Digitalisierung spezialisiert.

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MIKUJY ist auf nachhaltige Digitalisierung spezialisiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Definition ihrer GreenIT-Strategie und bieten eine SaaS-Plattform, mit der sich die Umweltauswirkungen von IT-Infrastrukturen und -Aktivitäten messen lassen. Die Plattform bietet außerdem personalisierte und maßgeschneiderte Aktionspläne, deren Umsetzung die CO2-Bilanz der IT sowie die Kosten senkt. Wir betreuen rund 60 Kunden aus allen Tätigkeitsbereichen: öffentliche Verwaltung, lokale Behörden, Universitäten, Krankenhäuser, Banken, Industrie, Einzelhandel etc.

MIKUJY lanciert 2026 zum zweiten Mal den Schweizer Benchmark für digitale Nachhaltigkeit. Die jährliche Studie misst den ökologischen Fussabdruck Ihrer digitalen Infrastruktur und zeigt klare Massnahmen zur Reduktion von Emissionen und IT-Kosten auf. Teilnehmende Organisationen – privat oder öffentlich, ab ca. 100 Mitarbeitenden – erhalten je nach Paket einen individuellen Bericht, den kollektiven Benchmark, einen Massnahmenplan sowie optional drei Monate Zugang zur CircularIT-Plattform.

Die Vorteile sprechen für sich: 2025 erzielten Teilnehmende durchschnittlich 265 CHF und 92 kg CO₂e Einsparung pro Mitarbeitenden. Die Teilnahme positioniert Ihr Unternehmen als Vorreiter einer nachhaltigen digitalen Transformation – bei minimalem Aufwand dank eines schnellen, intuitiven Onboardings. Preise und Details finden Sie hier.

Was sind die Vorteile für Mitglieder? Eine einfache, schnelle und kostengünstige Möglichkeit, den CO2-Fussabdruck Ihrer IT zu messen und Ihren Reifegrad in Sachen Green IT zu bewerten.
Weitere Informationen: https://mikujy.com/benchmark-2026/de/

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bespinian https://digitalimpact.ch/2025/11/27/bespinian/ Thu, 27 Nov 2025 15:00:43 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=17603 Sei es AWS, Azure, GCP oder Kubernetes. Wir sind dein vertrauenswürdiger Begleiter und Umsetzungspartner auf deiner Reise zu Cloud-Native und Serverless.

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👋 Willkommen bei bespinian!
Sei es AWS, Azure, GCP oder Kubernetes. Wir sind dein vertrauenswürdiger Begleiter und Umsetzungspartner auf deiner Reise zu Cloud-Native und Serverless.

🎯 Unser Ziel
Gemeinsam mit dir und deinem Team bewerten wir die Cloud-Bereitschaft deiner Software und Organisation. Anschliessend identifizieren und implementieren wir die Schritte zur Migration auf moderne Cloud-Native- und Serverless-Plattformen.

🎉 Was du gewinnst
Nach unserer Zusammenarbeit verfügst du über eine moderne Applikation, die zuverlässig auf deiner bevorzugten Cloud-Plattform läuft. Änderungen können einfach und sicher auf automatisierte Weise deployed werden. Bei Problemen stehen dir die richtigen Werkzeuge zur Verfügung, um diese zu erkennen, zu verstehen und zu beheben. Dadurch wird dein Betrieb flexibler und kosteneffizienter.
Das Angebot:
Beschreibung des Angebots: Cloud-Native Assessment Workshop

Eckdaten:
– Ziel: Ein klarer Plan für deine Journey in die Cloud
– Dauer: 4h
– Durchführungsort: Meetingraum bei dir oder bei uns
– Teilnehmer:innen: Engineers und Project Owners von dir und zwei bespinian Engineers

Egal, ob du die Public Cloud, eine hybride Lösung oder eine Rückführung in eine Private Cloud in Betracht ziehst – wir helfen dir zu beurteilen, wo die Cloud einen Mehrwert bietet und wo nicht. Gemeinsam analysieren wir deine Applikationen und Infrastruktur, definieren strategische Ziele und erstellen eine klare, umsetzbare Roadmap, die durch eine Kosten-Nutzen-Analyse untermauert wird. Das Ergebnis: Ein realistischer Plan, der die Stakeholder aufeinander abstimmt und Vertrauen schafft.
Relevanz für Mitglieder des Digital Impact Network: Das Cloud-Assessment Workshop-Angebot ist für Mitglieder des Digital Impact Network besonders relevant, da es ihnen einen klaren, umsetzbaren Fahrplan liefert, um den tatsächlichen Mehrwert von Cloud-Lösungen (Public, Hybrid oder Private) für ihre spezifische Applikations- und Infrastrukturlandschaft zu bewerten. Durch die gemeinsame Analyse und Erstellung einer Roadmap inklusive Kosten-Nutzen-Analyse können sie fundierte strategische Entscheidungen treffen, die Stakeholder abstimmen und die digitale Transformation effizient vorantreiben.

Sind Sie interessiert am Angebot? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf!

[contact-form-7]

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AGB IKT‑Leistungen 2025: Was merken IT‑Dienstleister sofort? https://digitalimpact.ch/2025/10/08/agb-ikt%e2%80%91leistungen-2025-was-merken-it%e2%80%91dienstleister-sofort/ Wed, 08 Oct 2025 13:33:53 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=17362 Wer IT-Leistungen für die öffentliche Hand in der…

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Wer IT-Leistungen für die öffentliche Hand in der Schweiz erbringt, kommt an den AGB IKT-Leistungen nicht vorbei. Sie gelten für Beratung, Projektarbeit, Softwarelizenzen, Entwicklung, Betrieb sowie Wartung und Support. Am 17. März 2025 sind die neuen AGB 2025 in Kraft getreten. Die frühere Fassung, bekannt als AGB SIK, wurde umfassend überarbeitet. Damit verändern sich die Rahmenbedingungen für künftige IT-Verträge mit der öffentlichen Hand in wesentlichen Punkten.

In diesem Beitrag zeigen wir, was sich geändert hat, worauf man als Dienstleister achten sollte und wie man sich gut auf Ausschreibungen und Projektverträge mit öffentlichen Auftraggebern vorbereitet.

Einheitliche Regeln – wozu eigentlich?

Die AGB IKT-Leistungen der Digitalen Verwaltung Schweiz dienen als vertragliche Grundlage für IT- und IKT-Projekte und IKT- Services im öffentlichen Sektor. Sie schaffen Klarheit in der Zusammenarbeit zwischen Behörden (Leistungsbezügern) und IT-Dienstleistern, indem sie Themen wie Haftung, Datenschutz, Leistungsänderungen oder Vergütung einheitlich regeln.

Gerade bei öffentlichen Ausschreibungen bieten die AGB den Vorteil, dass Angebote besser vergleichbar werden. Die rechtlichen Spielregeln sind von Anfang an klar. Für IT-Dienstleister bedeuten sie aber auch: wenig Verhandlungsspielraum und hohe Anforderungen an Professionalität, Dokumentation und Datenschutz.

Was ist neu in der Version 2025?

Die Teilrevision bringt zahlreiche kleinere und grössere Änderungen. Viele davon sind redaktioneller oder systematischer Natur. Doch es gibt auch inhaltliche Anpassungen, die direkte Auswirkungen auf die Praxis haben. Insbesondere in den folgenden Bereichen:

Subunternehmen nur noch mit schriftlicher Genehmigung. Eine der deutlichsten Änderungen betrifft den Einsatz von Subunternehmen (Ziff. 9.1.). Neu darf ein IT-Dienstleister Subunternehmen nur noch beiziehen, wenn die Verwaltung dies vorgängig schriftlich genehmigt hat. Diese Zustimmung kann verweigert werden. Insbesondere, wenn Datenschutz- oder Sicherheitsbedenken bestehen. Zudem müssen Subunternehmen vertraglich dazu verpflichtet werden, alle relevanten Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen ebenfalls einzuhalten. Für Dienstleister bedeutet das: Der Einsatz von Partnerfirmen muss frühzeitig geplant, offengelegt und vertraglich sauber geregelt werden. Spontane oder nachträgliche Auslagerungen sind künftig kaum mehr möglich. Datenschutz: Strengere Regeln für Auslandbearbeitungen.

Die neue Version der AGB trägt dem revidierten Datenschutzgesetz Rechnung. Besonders deutlich zeigt sich das beim Thema Datenbearbeitung im Ausland. Die Bearbeitung von Personendaten ausserhalb der Schweiz oder eines Landes mit anerkanntem Datenschutzniveau ist nur noch zulässig, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde und wenn entsprechende Schutzmassnahmen durch den Dienstleister getroffen werden.

Praktisch bedeutet das: Dienstleister müssen ihre Datenflüsse genau kennen und offenlegen. Wer Cloud-Dienste oder externe Rechenzentren nutzt, muss im Vorfeld klären, wo die Daten liegen und sicherstellen, dass die vertraglichen und technischen Anforderungen erfüllt sind. Werden KI-Dienste im Service eingebunden, muss dem IT-Dienstleister klar sein, wie die Datenbearbeitung beim Inference- oder Plattformanbieter erfolgt und wie die KI-Anfragen genau funktionieren. Er muss sich entsprechend dokumentieren lassen.

Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen

Die Pflicht zur Meldung von Sicherheitsvorfällen ist nicht neu, sondern wurde im Wesentlichen aus den SIK-AGB 2020 (Ziff. 13.8) übernommen. Neu ist aber, dass die Diskussion im Zuge der Revision gezeigt hat: weitergehende Regelungen,etwa die vom BBL vorgeschlagenen Musterklauseln zu Cyberangriffen, wurden auf AGB-Stufe bewusst nicht übernommen. Der Grund: Solche Klauseln sind eher für Einzelverträge geeignet, wo sie fallbasiert und mit konkreten Sicherheitsanforderungen ausgestaltet werden können.

Für IT-Dienstleister bedeutet das: Die AGB setzen einen Mindeststandard, verlangen aber dennoch unverzügliche Meldung und Sofortmassnahmen bei jedem Vorfall oder schon Verdacht. Wer an Ausschreibungen teilnimmt, sollte sich bewusst sein, dass zusätzliche Anforderungen regelmässig auf Stufe Einzel- oder Abrufvertrag hinzukommen können. Entscheidend ist, dass ein Incident-Management vorhanden ist, das schnelle Reaktion, Dokumentation und Zusammenarbeit mit der Verwaltung sicherstellt.

Prüfrechte der Verwaltung: Transparenz wird Pflicht

Neu erhalten öffentliche Auftraggeber deutlich erweiterte Kontrollrechte (Ziff. 17). Sie dürfen Audits durchführen, Systeme prüfen und Einblick in Dokumentationen verlangen. Stellt die Behörde dabei Mängel oder Vertragsverletzungen fest, muss der Dienstleister diese auf eigene Kosten beheben. Auch die Prüfkosten können in diesem Fall dem Dienstleister auferlegt werden. Wer gut dokumentiert arbeitet und strukturierte Projektabläufe vorweisen kann, hat hier wenig zu befürchten. Für andere kann es jedoch teuer werden, insbesondere, wenn Unterlagen fehlen oder Sicherheitsvorgaben nicht eingehalten wurden. Aus der Praxis wissen wir, dass vor allem das Patch Management ein wiederkehrendes Sorgenkind ist und die Ressourcen oftmals nicht ausreichen, um die Patches zeitnah auszuspielen. Hier hilft ein klarer Prozess und eine Weisung für die Einstufung, Priorisierung und Zuweisung der Patches sowie Fristen und Zielvorgaben für die verantwortlichen Mitarbeitenden.

Preisänderungen nur bei vertraglicher Vereinbarung

Ebenfalls neu geregelt ist die Möglichkeit zur Preisanpassung. Während früher ein gewisser Interpretationsspielraum bestand, gilt jetzt: Anpassungen der Vergütung während der Vertragslaufzeit sind nur zulässig, wenn dies ausdrücklich vertraglich vorgesehen ist, zum Beispiel durch eine Indexklausel.

Für IT-Dienstleister bedeutet das: Wer keine entsprechende Regel im Vertrag vorsieht, muss mit den ursprünglich vereinbarten Preisen auskommen – selbst bei steigenden Kosten oder geänderten Rahmenbedingungen. Besonders relevant ist diese Thematik bei der Ausschreibung von langjährigen Verträgen, bei denen die Gewichtung des Preises in den Zuschlagskriterien hoch ist. Wer zu tiefen Preisen anbieten möchte, muss sein Angebot mit Berücksichtigung von tendenziell steigenden Lohn- und Lizenz- oder Cloudkosten kalkulieren. Zudem erhöhen sich mit der Einbindung von mehr Funktionalität und KI in Software nicht nur die Lizenz- sondern auch die Wartungskosten. Bei der Schnürung des Angebots sollte man daher seine Drittabhängigkeiten und insbesondere die Preisanpassungsklauseln seiner Subunternehmer und Lieferanten kennen.

Anforderungen an Personal: Fachlich UND persönlich geeignet

Ein weiteres Thema, das in der Praxis oft unterschätzt wird: die Anforderungen an das eingesetzte Personal. Neu muss nicht nur die fachliche Qualifikation stimmen, auch die persönliche Eignung (z. B. Sozialverhalten, Integrität) wird in den AGB genannt.

Nebenbeschäftigungen, die die Leistungserbringung beeinträchtigen könnten, müssen der Verwaltung gemeldet und von dieser genehmigt werden. Zudem ist der IT-Dienstleister verpflichtet, sein Personal laufend zu überwachen und bei Bedarf auszutauschen.

Was heisst das für IT-Dienstleister?

Die neuen AGB erhöhen den Standard, den öffentliche Auftraggeber an ihre IT-Partner stellen. Dies gilt vor allem in Bezug auf Transparenz, Sicherheit und vertragliche Disziplin. Für Unternehmen bedeutet das:

  1. Mehr Planungsaufwand: Subunternehmen, Personal und Datenschutzfragen müssen früher und präziser geklärt werden.
  2. Mehr Dokumentation: Wer keinen klaren Überblick über Leistungen, Prozesse und Datenflüsse hat, riskiert Probleme bei Audits.
  3. Weniger Spielraum bei Preisen: Ohne Indexklauseln oder klare Preisanpassungsregeln bleibt man schnell auf steigenden Kosten sitzen.
  4. Mehr Verantwortung beim Personal: Auswahl, Kontrolle und Kommunikation müssen professionell organisiert sein.

Aber: Wer diese Vorgaben erfüllt, kann sich auch positiv abheben. Behörden schätzen IT-Dienstleister, die strukturiert, verlässlich und regelkonform arbeiten. Wer die neuen AGB kennt und proaktiv umsetzt, verschafft sich damit einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Praxistipps:

Datenschutz & Informationssicherheit

– Datenflüsse und Speicherorte dokumentieren (inkl. Cloud, KI-Dienste, Rechenzentren)
– Zugriffsregelungen und Schutzmassnahmen nachweisbar festhalten
– Meldeprozesse für Sicherheitsvorfälle (Ziff. 16.5) einrichten

Subunternehmer

– Subunternehmerliste aktuell halten
– Frühzeitig Genehmigungen der Verwaltung einholen
– Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen vertraglich absichern

Datenschutz & Informationssicherheit

– Datenflüsse und Speicherorte dokumentieren (inkl. Cloud, KI-Dienste, Rechenzentren)
– Zugriffsregelungen und Schutzmassnahmen nachweisbar festhalten
– Meldeprozesse für Sicherheitsvorfälle (Ziff. 16.5) einrichten
– Incident-Management etablieren: Sofortmassnahmen, Dokumentation, Kommunikation

Audits & Prüfrechte

– Prozesse für Audits schaffen (inkl. vollständige Dokumentation von Leistungen und Sicherheitsmassnahmen)
– Patch-Management mit klaren Priorisierungs- und Fristenregelungen organisieren
– Nachweise und interne Weisungen regelmässig überprüfen

Vertragliche Regelungen

– Indexklauseln oder Preisanpassungsklauseln in Angebote und Verträge aufnehmen
– Abhängigkeiten von Subunternehmern und Lieferanten vertraglich prüfen
– Regelungen zu Personalwechseln und Nebenbeschäftigungen klar festlegen

Personalmanagement

– Fachliche Qualifikationen regelmässig überprüfen
– Persönliche Eignung (Integrität, Sozialverhalten) sicherstellen
– Nebenbeschäftigungen kontrollieren und Genehmigungen einholen
– Austauschprozesse bei ungeeignetem Personal vorbereiten

Projektorganisation

– Klare Abläufe und Verantwortlichkeiten definieren
– Lückenlose Dokumentation von Leistungen und Prozessen sicherstellen
– Ressourcenplanung für langfristige Verträge (Kostensteigerungen, Wartung, KI-Einbindung) realistisch kalkulieren

    Chantal Lutz

    Rechtsanwältin sowie Dozentin mit Fokus auf IT- und Datenschutzrecht sowie Immaterialgüterrecht. Engagiert sich im DIN als Vorstandsmitglied, zudem Mitglied des Verwaltungsrats der Bank WIR.

    Johannes Lange

    Founder und CEO eines Beratungsunternehmens, Schwerpunkt IT-Vertragsmanagement und strategische Verhandlungsführung. Zudem ausgebildeter Wirtschaftsmediator mit Praxis in der Lösung von Konflikten.

    Fokko Oldewurtel

    Rechtsanwalt spezialisiert auf IT-, IP- und Datenschutzrecht sowie Cybersecurity. Unterstützt Unternehmen bei der rechtssicheren Umsetzung von Cloud- und KI-Vorhaben.

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    Cyber-Resilienz beginnt mit Vorbereitung: Wie auch kleine und mittlere Unternehmen digitale Krisen meistern können https://digitalimpact.ch/2025/07/24/cyber-resilienz-beginnt-mit-vorbereitung-wie-auch-kleine-und-mittlere-unternehmen-digitale-krisen-meistern-koennen/ Thu, 24 Jul 2025 11:20:25 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=16911 Einleitung: Bedrohungen erkennen – und entspannt

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    Einleitung: Bedrohungen erkennen – und entspannt überleben

    Cyberangriffe? Das ist heute keine Ausnahme mehr, sondern eher der digitale Alltag – und ja, auch kleine Schweizer KMU sind davon betroffen. Doch es geht nicht nur darum, Angriffe abzuwehren, sondern vor allem darum, wie schnell man danach wieder durchstarten kann. Wie ein guter Notfallplan bei einem Feueralarm: Wichtig ist, dass man weiss, wo der Ausgang ist. Genau hier setzt die Cyber-Resilienz an – damit Sie nicht im Dunkeln tappen.


    Zwei praktische Helfer für den Ernstfall:

    Das Isolierte Recovery Environment (IRE) und Dependency Maps – zwei clevere Werkzeuge, die technische und geschäftliche Abhängigkeiten sichtbar machen, für Übersicht sorgen und den Zugriff auf wichtige Daten zur Wiederherstellung sichern.

    Das Isolierte Recovery Environment (IRE): Ihr sicherer Hafen, wenn’s brennt
    Stellen Sie sich vor: Ihr gesamtes Netzwerk ist plötzlich blockiert. Alles steht still – wie wenn im Büro das Licht ausgeht und Sie im Dunkeln sitzen. Was jetzt hilft? Das Isolierte Recovery Environment (IRE).

    Was ist ein IRE?
    Ein IRE ist Ihr IT-Notfalllager – eine speziell eingerichtete, geschützte Umgebung, die vollständig vom Hauptnetzwerk getrennt ist. So gelangen keine verseuchten Daten hinein. Mit speziellen Laptops und sauberen Clients können Sie sicher auf wichtige Daten zugreifen und die Systeme wiederherstellen – bei minimalem Risiko einer weiteren Infektion.

    Ein IRE besteht zum Beispiel mindestens aus einem NAS (Netzwerkspeicher) und einer zugehörigen Konsole, die beide nicht über das Unternehmensnetzwerk erreichbar sind. Die Konsole kann jedoch direkt und sicher auf das NAS zugreifen, um das System aktuell zu halten und für die Wiederherstellung bereitzustellen.

    Mittels spezieller Techniken werden die Unternehmensdaten regelmässig und sicher aktualisiert, so dass stets eine geprüfte, unveränderbare und aktuelle Version für den Notfall bereitsteht

    Vorteile eines IRE:

    • Strikte Trennung vom verseuchten Netzwerk – keine bösen Überraschungen!
    • Nur autorisierte Personen haben Zugriff – Sicherheit geht vor.
    • Nutzung von unveränderbaren, sauberen Kopien wichtiger Daten – keine Datenfälschung möglich.
    • Gut geprüfte Abläufe für die Wiederherstellung – Schritt für Schritt zurück zur Normalität.
    • Minimierte Ausfallzeiten und Risiken – weniger Stress, mehr Geschäft
    • Schutz Ihrer Unternehmensreputation durch schnellere Wiederherstellung und qualitativ bessere Datenstände.

    Für Sie bedeutet ein IRE: schneller wieder arbeitsfähig sein, finanzielle Verluste verringern und das Vertrauen Ihrer Kunden bewahren.

    Dependency Maps: Der Kompass im IT-Dschungel

    Wenn der Notfall eintritt, zählt jede Minute. Dann hilft es ungemein, genau zu wissen, welche Systeme voneinander abhängen und in welcher Reihenfolge man sie wieder anwirft. Dependency Maps sind wie eine Landkarte für Ihre IT-Landschaft.

    1. Technische Dependency Map

    Zeigt, wie Ihre IT-Systeme, Server und Netzwerke miteinander verbunden sind. So sehen Sie, welche Komponenten kritisch sind und wo der Schuh drückt.


    2. Daten-Dependency Map

    Zeigt, wo die Daten herkommen, wie sie fliessen und wer auf wen angewiesen ist. Das hilft, Fehlerquellen zu vermeiden und den Wiederanlauf sauber zu organisieren.


    Vorteile von Dependency Maps:

    • Klare Prioritäten im Notfall – keine Zeit verlieren
    • Schnellere und strukturierte Wiederherstellung – Schritt für Schritt zurück ins Business
    • Grundlage für moderne Sicherheitsstrategien wie Zero Trust
    • Bessere Planung und Automatisierung Ihrer IT-Prozesse
    • Basis für ein funktionierendes Business Continuity Management (BCM)

    Fazit: Vorbereitung ist das beste Rezept für Resilienz

    Cyber-Resilienz (Widerstandsfähigkeit) fängt nicht erst beim Angriff an, sondern schon viel früher. Mit einem Isolierten Recovery Environment und klaren Dependency Maps sind Sie für den Ernstfall gerüstet – das spart Zeit, bewahrt Ihre Daten und schützt Ihren guten Ruf.

    Wer vorbereitet ist, bleibt auch in der Krise handlungsfähig – und macht sein Unternehmen digital fit für die Zukunft. Und mal ehrlich: Ein bisschen Vorbereitung schadet nie, oder?

    Über den Autor:

    Patrick Scheidegger ist Mitgründer und Geschäftsführer der CreativIT GmbH in Münsingen. Seit über 20 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Planung und Umsetzung komplexer IT-Infrastrukturen mit besonderem Fokus auf Cyber-Resilienz, Informationssicherheit und nachhaltige Prozessoptimierung.
    Als IT-Architekt konzipiert er sichere, skalierbare Systemlandschaften, die den Anforderungen moderner Unternehmen gerecht werden – von der strategischen Ausrichtung über die technische Architektur bis zur operativen Umsetzung. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung widerstandsfähiger IT-Strukturen, die auch in Krisensituationen leistungsfähig und steuerbar bleiben. Dazu gehören unter anderem Business Continuity Management Massnahmen, Isolierte Recovery Umgebungen, strukturierte Risikoanalysen und praktikable Sicherheitskonzepte für Unternehmen.Mit seiner Erfahrung als Projektleiter verbindet er methodische Präzision mit unternehmerischem Denken. Er versteht IT nicht nur als technische Disziplin, sondern als strategischen Hebel für Geschäftserfolg – besonders in einer Zeit zunehmender Cyberbedrohungen und regulatorischer Anforderungen.

    Weitere Informationen finden Sie hier: www.creativit.ch

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    DIN gründet Chapter Emmental-Oberaargau https://digitalimpact.ch/2025/07/22/din-gruendet-chapteremmental-oberaargau/ Tue, 22 Jul 2025 14:04:26 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=16896 Der Verein Digital Impact Network wächst und hält…

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    Der Verein Digital Impact Network wächst und hält mit einem engagierten neuen Team Einzug in die Region Emmental-Oberaargau. Das DIN bietet technologischen Entwicklungen unserer Gesellschaft ein «Sprachrohr», indem es an Veranstaltungen Expertinnen und Experten mit weiteren Fachkräften aus verschiedensten Branchen zusammenführt und für einen regen Austausch zwischen Anwender und Anbieter sorgt.


    Warum diese Region?

    Das neue DIN Chapter Emmental-Oberaargau entsteht dort, wo herausragendes Digital-Know-how, unternehmerischer Pioniergeist und eine stark vernetzte Unternehmenslandschaft zusammentreffen. In dieser Region entwickeln engagierte Unternehmen tagtäglich Lösungen, die den digitalen Fortschritt mitgestalten und Anwendungen für Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben.

    Damit dieses Potenzial noch besser genutzt werden kann, stärkt das Chapter den Austausch über Branchen- und Firmengrenzen hinweg. Es bietet eine Bühne für die Digitalisierung, Cutting-Edge-Technologien, fördert den Know-how-Transfer auf höchstem Niveau und vernetzt Spezialistinnen und Spezialisten direkt miteinander – für schnellere Innovationszyklen und tragfähige Partnerschaften.

    Als Plattform verbindet das Chapter Emmental-Oberaargau Unternehmen, Organisationen und Fachkräfte, um gemeinsam neue Impulse zu setzen, Wissen zu teilen und Zukunftsideen in marktfähige Lösungen zu überführen. Auf diese Weise trägt es dazu bei, die Region nachhaltig als Hotspot für digitale Exzellenz und Innovation zu positionieren.

    Ziele des neuen Chapters:

    1. Digitale Kompetenz und Innovation
      Als Hub wird der Austausch von Wissen und Best Practices zwischen lokalen Unternehmen und Experten gefördert.

    2. Vernetzung
      Eine Plattform für lokale Start-ups, etablierte Unternehmen, Technologieanbieter und Fachkräfte, um sich auszutauschen, zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen.

    3. Regionale Wirtschaft unterstützen
      Impulse für lokale Unternehmen setzen und die digitale Wettbewerbsfähigkeit sichern.

    4. Mehr Sichtbarkeit und Reichweite
      Das DIN-Netzwerk fördert nicht nur das Geschäftswachstum, sondern auch die Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen aus allen Regionen.

    5. Wissenstransfer
      DIN-Events aller Art stellen sicher, dass das Emmental-Oberaargau auf dem neuesten Stand der digitalen Entwicklungen ist und wir uns gemeinsam den Herausforderungen der digitalen Zukunft stellen können.

    Wir laden alle interessierten Unternehmen, Start-ups, Fachleute und Innovatoren aus dem Emmental-Oberaargau ein, sich uns anzuschliessen und Teil dieser aufregenden Reise in die digitale Zukunft zu werden.

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    Auf dem Weg zum KI Kanton Bern https://digitalimpact.ch/2025/06/03/auf-dem-weg-zum-ki-kanton-bern/ Tue, 03 Jun 2025 12:36:32 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=16610 Unter dem Titel „Wie kann der grösste Industrie-

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    Unter dem Titel „Wie kann der grösste Industrie- und Verwaltungskanton der Schweiz die Chancen der Künstlichen Intelligenz optimal nutzen?“ fand am 28. April 2025 in der Neuen Festhalle Bern eine gut besuchte Veranstaltung statt. Über 200 Teilnehmende haben sich eingefunden, um sich über den aktuellen Stand, Chancen und Herausforderungen im Bereich KI auszutauschen.

    Die Keynote von Nationalrat Christian Wasserfallen und die anschliessende Podiumsdiskussion mit Lara Amini (LOXO), Dr. Dominic Gorecky (Swiss Smart Factory), Matthias Stürmer (Berner Fachhochschule BFH), David Weder (Swiss Cobotics Competence Center) und Michael Wegmüller (Artifact), moderiert von Corinna Rutschi (Unchain Your Mind), bildeten die inhaltlichen Höhepunkte des Anlasses.

    Zentrale Erkenntnisse aus der Veranstaltung:

    • Der Kanton Bern verfügt über ein wachsendes Ökosystem im Bereich Digitalisierung und KI. Entscheidend ist nun, dass dieses nicht fragmentiert oder kleinteilig bleibt, sondern in der Breite Wirkung entfaltet.
    • Der Einstieg in die Technologie gelingt am besten durch konkrete, kleine Pilotprojekte. Diese schaffen Vertrauen, bauen Hemmungen ab und zeigen Potenziale auf.
    • Besonders kleine und mittlere Unternehmen können als Motoren der Innovation agieren. Ihre Agilität bietet ihnen einen Vorteil bei der Implementierung neuer Technologien.
    • Die eigentliche Gefahr für KMU liegt nicht im Einsatz von KI, sondern darin, deren Nutzen zu übersehen oder zu spät zu erkennen.
    • Die Dynamik im Bereich Künstliche Intelligenz folgt Plattformlogiken mit starken Skaleneffekten. Wer nicht frühzeitig und konsequent investiert, läuft Gefahr, abgehängt zu werden.
    • Kapital und Talente sind grundsätzlich vorhanden. Was vielerorts fehlt, ist unternehmerischer Mut und strategisches Führungsverhalten – also Menschen, die Verantwortung übernehmen und langfristig in Innovation investieren.

    Der Kanton Bern bringt viele Voraussetzungen mit, um sich als KI-Standort weiterzuentwickeln: eine breite industrielle Basis mit wertvollen Daten, ein vielfältiges Bildungsangebot, starke Innovationsnetzwerke und eine lebendige Start-up- und Technologielandschaft.

    Mit gezielten Anstrengungen kann Bern den Schritt schaffen – von einem traditionellen Industrie- und Uhrenkanton hin zu einem Ort, an dem Künstliche Intelligenz fest verankert ist. Insbesondere in zukunftsweisenden Bereichen wie generativer, agentenbasierter und physischer KI besteht grosses Potenzial.

    Herzlichen Dank an die BERNEXPO GROUPE für die professionelle Organisation und Gastfreundschaft sowie an alle Beteiligten, die diesen Anlass ermöglicht und mitgestaltet haben.

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    Cybersecurity https://digitalimpact.ch/2025/05/13/cybersecurity/ Tue, 13 May 2025 15:10:42 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=16552 Was ist Cyber-Resilienz? Und warum betrifft sie

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    Was ist Cyber-Resilienz? Und warum betrifft sie auch mein Unternehmen?

    Cyber-was? Cyber-Resilienz! Aber was genau bedeutet Cyber-Resilienz? Cyber-Resilienz bedeutet: Ihr Unternehmen bekommt ein digitales Immunsystem. Damit können Sie digitale Krankheiten – also Cyberangriffe – besser abwehren.

    Ein hohes Fieber in einem KMU kann schnell zu hohen Verlusten führen.  Ich möchte Ihnen an einfachen Beispielen zeigen, was Sie schon heute tun können, um Ihre Abwehrkräfte im digitalen Raum zu stärken und Ihr Unternehmen langfristig cyber-resilienter zu machen.

    Claudia sagt: “Pff, das ist schon seltsam, dass ich alle unsere sensiblen Finanzdaten per E-Mail verschicken soll. E-Mails sind doch wie Postkarten, oder?”

    Samuel entgegnet: “Jetzt übertreib mal nicht! Die meisten Leute wollen einfach die schnellen und praktischen Tools im Internet nutzen und nicht so umständlichen Prozessen folgen. Die meisten sicheren Tools sind erstens total lästig und zweitens ineffizient.

    Kommen Ihnen diese oder ähnliche Diskussionen bekannt vor? Bequemlichkeit vor Sicherheit. Aber wer bleibt so auf Dauer gesund? Viele Privatpersonen und Kleinunternehmen denken ähnlich: Zu klein für Hacker, Hauptsache die Tools sind einfach. Doch Cyberkriminelle denken genau umgekehrt: Bei so vielen unbedarften und ungeschützten Nutzern, wird schon der ein oder andere in die Falle tappen. Cyber-Resilienz klingt zwar technisch kompliziert, ist aber überlebenswichtig.

    Alle 85 Minuten meldet ein Schweizer KMU einen Cyberangriff. Jedes dritte KMU in der Schweiz war schon einmal Opfer eines Cyberangriffs. Im Durchschnitt bewegen sich Angreifer über 200 Tage unbemerkt in den IT-Systemen – genug Zeit, um erheblichen Schaden anzurichten.

    Cyberangriffe treffen alle Unternehmen. Aber kleine Unternehmen sind häufig viel weniger geschützt und werden deshalb häufiger Opfer eines erfolgreichen Angriffs – mit folgenschweren Konsequenzen:

    • Betriebsausfälle
    • Datenverluste
    • Imageschäden
    • Rechtliche Konsequenzen

    10 einfache Dinge, um Ihre Cyber-Abwehrkräfte  zu stärken

    1. Cyber-Sicherheit zur Chefsache machen

      Übernehmen Sie selbst die Verantwortung für Ihre Cybersicherheit. Gehen Sie die Probleme aktiv und pragmatisch an. Sprechen Sie darüber und lernen Sie von anderen.
    2. Regelmässige Backups erstellen

      Erstellen Sie regelmässig Backups von Ihren Daten, lokal auf physische Datenträger, die nicht mit dem Internet verbunden sind. Und nutzen sie zusätzlich Cloud Lösungen. Wichtig ist, dass die Backups regelmässig getestet werden, damit Ihre Daten im Ernstfall auch tatsächlich wiederherstellbar sind.
    3. Software-Updates immer sofort installieren

      Ein Update aufzuschieben ist wie das Cabriolet offen auf dem Parkplatz stehen zu lassen, obwohl man weiss, dass bald Regen kommt. Auch wenn sie nerven, Updates sorgen dafür, dass Sicherheitslücken in Ihren Software-Anwendungen geschlossen werden. Denn sobald eine Schwachstelle öffentlich bekannt ist, wird sie auch von Angreifern ausgenutzt.
    4. Starke Passwörter und Passwortmanager nutzen

      Kennen Sie Ihr Passwort auswendig? Dann sind Sie leider auf dem Holzweg. Stellen Sie sich vor, Sie haben Dutzende von Firmengebäuden und jedes hat genau denselben Schlüssel. Das ist zwar praktisch, aber sehr beängstigend, fall der Schlüssel verloren geht. Kriminelle würden sich freuen. Zum Glück gibt es heute Passwortmanager. Kleine Investition, riesiger Schutz. Ein Passwort-Manager ist wie ein Tresor – Sie brauchen nur einen Schlüssel, um alle anderen sicher aufzubewahren.
    5. Zwei-Faktor-Authentifizierung einführen

      Ein Passwort allein ist wie ein Schlüssel – wird er gestohlen, steht die Tür offen. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist wie ein Türschloss plus ein einmalig generierter Bestätigungscode auf dem Handy oder ein Fingerabdruck. Durch diesen doppelten Schutz bleibt der Zugang versperrt, selbst wenn das Passwort in falsche Hände gerät. Ein kleiner Mehraufwand, der Sie vor grossen Problemen schützt.
    6. Schulen Sie sich und Ihr Team

      Ob Phishing, Social Engineering oder Ransomware-Attacken – in 90 Prozent aller bekannten Fälle nutzen Cyberkriminelle menschliche Fehler aus. Ein einziger unbedachter Klick, kann bereits fatale Folgen haben. Schulen Sie sich und Ihr Team, um Cyberangriffe wie Phishing-Mails zu erkennen und in Stresssituationen richtig zu reagieren.  Das ist auch mit kleinem Budget und wenig Zeit machbar. Besuchen Sie KMU-Veranstaltungen, um von anderen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Informieren Sie sich in den Medien oder mit Newslettern über die neuesten Tricks der Cyberkriminellen. Und nicht zuletzt: Führen Sie regelmässig Schulungen zur Sensibilisierung durch. Diese müssen gar nicht lang sein. Hauptsache, sie sind nicht langweilig.
    7. Virenschutz und Firewall sicher einrichten

      Antivirenprogramme und Firewalls sind glücklicherweise für die meisten selbstverständlich, um Schadprogramme wie Viren, Würmer und Trojaner fernzuhalten. Vergessen Sie nicht, die Programme aber auch sicher zu konfigurieren und mit Updates immer aktuell zu halten.
    8. Zugriffsrechte beschränken

      Hier gilt der Grundsatz: So wenig Rechte wie möglich, so viele wie nötig, damit alltägliche Arbeiten effizient ausgeführt werden können. Ein Administratorkonto und ein getrenntes Benutzerkonto für alltägliche Arbeiten schützen effektiv vor unbefugten Änderungen an den Systemen.
    9. Notfallplan erstellen

      Und wenn es dann doch mal brennt? Die Notrufnummern stehen überall, damit wir uns auch in Extremsituationen daran erinnern können. Erstellen Sie sich auch einen Notfallplan für Cybervorfälle, der alle wichtigen Ansprechpartner und Handlungsschritte enthält. Dieser ist unglaublich hilfreich, um im Ernstfall einen kühlen Kopf zu bewahren. Wen rufen Sie an, wenn die IT-Systeme nicht mehr verfügbar sind? Wo sind die Backups? Was ist beim Einspielen der Backups zu beachten.
    10. Externe Hilfe suchen

      In der Krisenzeiten ist es Gold wert, die richtigen Köpfe zu kennen. Im Falle eines Cyberangriffs ist es wichtig, einen verlässlichen IT-Partner an seiner Seite zu haben. Aber auch Organisationen wie das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS), die Information Security Society Switzerland (ISSS) oder Portale wie cyberpreventionservices.axa.ch helfen informiert zu bleiben, Krisen zu verhindern und zu überwinden.

    Und 3 Dinge, die Sie nie tun sollten

    1. Denken „Uns passiert schon nichts“

      Es gibt zwei Trugschlüsse. Erstens: Mir passiert schon nichts. Zweitens: Und wenn es mich erwischt, dann wird es schon nicht so schlimm sein. Den danach folgenden, endlosen innere Dialog “Ach hätte ich doch, ach wäre ich doch …” ist nur zermürbend. Prävention ist der Grundbaustein zum Schutz aller. Vorbereitung ist der beste Schutz
    2. Backups nie überprüfen

      Überprüfen Sie alle paar Monate ihre Backups und schauen Sie, dass sie die wichtigsten Daten wiederherstellen können.
    3. Bequemlichkeit über Sicherheit stellen

      Alte Gewohnheiten abzulegen ist nicht einfach. Denken Sie aber daran: Wenn Sie überall dasselbe Passwort benutzen oder Updates monatelang aufschieben, machen Sie es nicht nur sich leicht, sondern auch Cyberkriminellen.

    Seien Sie proaktiv – und lassen Sie Cyberkriminellen keine Chancen

    Erste Schritte für mehr Cyber-Resilienz heute:

    • Backup heute einrichten oder testen
    • Passwortmanager installieren und erste Zugänge übernehmen
    • Wichtige Logins (Mail, Buchhaltung, Cloud) auf 2FA prüfen
    Quellen:
    Zum Autor:

    Adrian Etter ist eine engagierte Führungspersönlichkeit mit über 16 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung. Nachdem Adrian neu entdeckt hatte, wie wichtig der Bezug zur Gesellschaft für ihn ist, hatte er jede Gelegenheit genutzt, um seine Führungsqualitäten auf ein neues Niveau zu heben. Sein Weg vom intensiven Programmieren, zum Wakesurf-Instruktor und zum stellvertretenden Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr zeigt seine besondere Fähigkeit, Leidenschaft mit Bodenständigkeit zu verbinden. Heute ist er als C-Level-Führungskraft bei einem führenden Schweizer Anbieter für Digitalen Schutz im Internet tätig und bringt Innovation und Qualität voran – und bleibt dabei im Herzen Programmierer, der gelegentlich daran erinnert werden muss, den Computer auszuschalten und wieder ins echte Leben aufzutauchen.

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    Wenn IT und Fachabteilungen sich nicht verstehen: Wie aus Missverständnissen Lösungen werden https://digitalimpact.ch/2025/04/15/wenn-it-und-fachabteilungen-sich-nicht-verstehen-wie-aus-missverstaendnissen-loesungen-werden/ Tue, 15 Apr 2025 12:58:08 +0000 https://digitalimpact.ch/?p=16314 Das Problem kennen wir alle: Ein Unternehmen möchte…

    Der Beitrag Wenn IT und Fachabteilungen sich nicht verstehen: Wie aus Missverständnissen Lösungen werden erschien zuerst auf Digital Impact Network.

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    Das Problem kennen wir alle: Ein Unternehmen möchte sich zwar sehr gerne digitaler aufstellen, aber die Umsetzung will nicht so wirklich glücken. Denn Digitalisierung heisst nicht nur Papierprozesse digital abzubilden, sie bedeutet, Prozesse grundlegend neu zu denken und echten Mehrwert zu schaffen. Die IT weiss zwar, was technisch alles möglich wäre, kann aber die fachlichen Anforderungen oft nicht richtig einschätzen. Die Fachabteilung hingegen sieht aus ihrer Perspektive andere Möglichkeiten, kennt jedoch die technischen Potenziale nicht. So stehen beide einander gegenüber, ohne eine gemeinsame Lösung zu finden. Am Ende spricht jeder seine eigene Sprache und echte Fortschritte bleiben aus.

    Die Konsequenzen dieser Kommunikationskluft sind weitreichend: Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die strategischen Ziele mit Digitalisierungsprojekten erreicht werden – doch diese liefern nicht die erhofften Ergebnisse. Die unbefriedigende Zusammenarbeit führt zu Frustration und Stagnation. Im schlimmsten Fall wandern motivierte Mitarbeitende zur Konkurrenz ab, welche die digitale Transformation besser meistert. Geschäftspartner bekommen ein verkehrtes Bild des Unternehmens oder der Organisation und ziehen sich möglicherweise zurück. Gleichzeitig erwarten Kunden heute, dass ihre Lieferanten und Organisationen State-of-the-Art-Technologien nutzen – auch im Service, der hier eine große Rolle spielt. Zu guter Letzt sinkt der Marktwert oder die Glaubwürdigkeit und somit Umsatz und Gewinn.

    Aber was wäre, wenn es ein einfaches Werkzeug gäbe, das beide Welten zusammenbringt? Genau das ist die Wardley Map – ein visuelles Hilfsmittel, von dem sowohl Fachexperten als auch IT-Spezialisten begeistert sind.

    Was ist eine Wardley Map und warum sollte sie Sie interessieren?

    Eine Wardley Map ist ein strategisches Visualisierungswerkzeug, das Unternehmen und Organisationen dabei hilft, ihre Geschäftsprozesse, IT-Landschaften und strategischen Optionen besser zu verstehen. Entwickelt von Simon Wardley, basiert das Konzept auf der Idee, dass jede technologische oder organisatorische Komponente einer Entwicklung unterliegt, die sich von einer innovativen Idee hin zu einem standardisierten Produkt bewegt.

    Die Wardley Map besteht aus zwei Achsen:

    • Vertikale Achse: Zeigt die Sichtbarkeit eines Elements – von internen Komponenten, die für Endnutzer unsichtbar sind, bis hin zu jenen, die von Kunden direkt wahrgenommen werden.
    • Horizontale Achse: Stellt die Evolution eines Elements dar – von der experimentellen Phase über kundenspezifische Lösungen und standardisierte Produkte bis hin zur Commodity (also etwas, das als Standard angesehen wird und weit verbreitet ist).

    Der entscheidende Vorteil: Die Map schafft eine gemeinsame Sprache zwischen Fachabteilungen und IT.

    Durch diese strukturierte Visualisierung wird sofort erkennbar, wie einzelne Prozesse und Technologien zusammenhängen und welche strategische Bedeutung sie haben. Plötzlich sehen beide Seiten auf einen Blick:

    • Welche Komponenten für den Geschäftserfolg wirklich kritisch sind
    • Wo Standards bereits etabliert sind und einfach genutzt werden können
    • Wo echte Innovation den grössten Mehrwert schafft
    • Welche Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Elementen bestehen

    Diese gemeinsame Sichtweise führt zu klarerer Kommunikation und besseren Entscheidungen. Ihre Organisation kann gezielter investieren: Entwickeln Sie nur dort selbst, wo es einen echten Wettbewerbsvorteil bringt, und nutzen Sie bestehende Lösungen, wo diese ausreichen. So setzen Sie Ihre begrenzten Ressourcen genau dort ein, wo sie den grössten Nutzen stiften.

    Wie Sie Wardley Maps in Ihrem Unternehmen oder Organisation einsetzen können

    Der Einstieg ist einfacher als gedacht:

    1. Workshop organisieren: Bringen Sie Fachexperten, IT-Spezialisten und Führungskräfte zusammen.
    2. Kernfragen klären:
      • Was sehen und erleben Ihre Kunden direkt?
      • Welche Prozesse und Technologien laufen im Hintergrund?
      • Wo nutzen Sie bereits Standards, wo experimentieren Sie noch?
    3. Map erstellen und weiterentwickeln

    Ein praktisches Beispiel: „Once Only“ in der öffentlichen Verwaltung

    Das „Once Only“-Prinzip bedeutet, dass Bürger ihre Daten nur einmal angeben müssen und Behörden diese dann intern weiterverwenden. Die Umsetzung ist jedoch komplex.

    Mit einer Wardley Map lassen sich die wichtigsten Elemente identifizieren und einordnen und somit die kritischen Abhängigkeiten aufzeigen. Diese Visualisierung macht für alle Beteiligten auf einen Blick klar, welche Technologien bereits vorhanden sind und welche noch entwickelt werden müssen.

    So sieht die konkrete Vorgehensweise aus

    1. Elemente identifizieren:

    Die Verwaltung ermittelt die zentralen Elemente, die für eine „Once Only“-Umsetzung erforderlich sind, z.B.:

    • Datenquellen (bestehende Register wie Einwohnermelderegister, Handelsregister, Steuerdatenbanken)
    • Datenabgleich (Systeme zur Validierung und Zusammenführung vorhandener Daten)
    • Zugriffsrechte und Datenschutz (Sicherstellung von Datenschutzrichtlinien und Zugriffsmanagement)
    • Fachverfahren (z. B. Genehmigungsprozesse, die auf bereits vorhandene Daten zugreifen müssen)
    • Bürger-Interaktion (Schnittstellen zur Antragstellung und Statusverfolgung)

    2. Sichtbarkeit bestimmen:

    Nicht alle Komponenten sind für den Bürger direkt sichtbar:

    • Sichtbar: Antragstellung, Statusverfolgung (Transparenz für den Bürger, dass Daten wiederverwendet werden)
    • Weniger sichtbar: Datenquellen, Datenabgleich, Datenschutz und Fachverfahren (laufen im Hintergrund, um eine medienbruchfreie Bearbeitung zu ermöglichen)

    3. Entwicklungsstadium einordnen:

    Für jedes der aus eigener Sicht relevanten Elemente, wird nun das Entwicklungsstadium eingeordnet. Dabei können diese Punkte auch noch in Beziehung mit den jeweiligen Verantwortlichen oder Bedürfnisträgern gebracht werden. Dies könnte dann z.B. so aussehen:

    Die Die Map zeigt auf einen Blick, welche Elemente voneinander abhängen und in welcher Entwicklungsphase sie sich befinden. Nehmen wir das „Once Only“-Prinzip als Beispiel:

    Ein Blick auf die Map verrät sofort, wo die kritischen Abhängigkeiten liegen: Das „Once Only“-Prinzip (Daten nur einmal erfassen müssen) kann nur funktionieren, wenn alle beteiligten Stellen auf dieselben Daten zugreifen können. Dafür braucht es:

    1. Zuerst: Hochwertige Fachdaten als Grundlage
    2. Dann: Ein funktionierendes System, das diese Daten zusammenführt
    3. Erst danach: Kann das „Once Only“-Prinzip wirklich umgesetzt werden

    Die Map macht für alle Beteiligten – sowohl IT-Experten als auch Fachverantwortliche – sofort verständlich, was zuerst entwickelt werden muss, bevor das Gesamtziel erreicht werden kann. Sie sehen, welche Komponenten bereits marktreif sind und direkt eingesetzt werden können und wo noch Entwicklungsarbeit nötig ist.

    So können Sie Ihre Investitionen gezielt dort einsetzen, wo sie den grössten Nutzen bringen und vermeiden teure Fehlschläge durch falsch priorisierte Projekte.

    Fazit: Einfaches Werkzeug, grosse Wirkung

    Wardley Maps sind ein unkompliziertes, aber wirkungsvolles Instrument, um:

    • Kommunikationsprobleme zwischen Fachabteilungen und IT zu lösen
    • Strategisch bessere Entscheidungen zu treffen
    • Echte Innovation statt blosser Digitalisierung voranzutreiben

    Probieren Sie es selbst aus – und erleben Sie, wie aus Missverständnissen plötzlich gemeinsame Lösungen entstehen!

    Mehr erfahren? Video-Tutorial zu Wardley Maps

    Zum Autor:

    Thomas Kummer ist Leiter Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Bedag Informatik AG (www.bedag.ch). Mit seiner umfassenden Erfahrung in Führungspositionen bei internationalen Telekommunikationskonzernen bringt er wertvolle Expertise im ICT-Bereich mit. Vor seiner Tätigkeit bei Bedag betreute er mehrere Jahre den Health-Markt für T-Systems Schweiz. Seine juristische Ausbildung an der Universität Bern, ergänzt durch einen Executive MBA vom IMD Lausanne, erlaubt ihm, sein Marktverständnis mit strategischem Geschäftsblick zu verbinden.

    Der Beitrag Wenn IT und Fachabteilungen sich nicht verstehen: Wie aus Missverständnissen Lösungen werden erschien zuerst auf Digital Impact Network.

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