so what we have done? A storm is coming

Veröffentlicht: Dezember 26, 2025 in Uncategorized

Zum Jahresende gibt es doch noch einmal ein paar schöne Entwicklungen rund um Midgard – Legenden von Damatu.

Besonders freue ich mich, dass Die Umstürmten guten Anklang erfahren und mein darin erhaltenes Abenteuer Das gebrochene Herz den Menschen gefällt. Die ersten Rückmeldung lassen erahnen, dass es einen guten Einstieg in die Welt von Midgard 6 bietet – so war es geplant. Zwischenzeitig waren Die Umstürmten sogar auf dem ersten Platz der Pegasus Downloadcharts, was mich wirklich freut. Damatu ist eine so vielseitige und schöne Welt, dass dürfen gerne noch mehr Interessierte kennenlernen.

Wenn ihr bereits Das gebrochene Herz gespielt habt, könnt ihr direkt mit Ein Himmel aus Glas weitermachen. In der Reihe Geschichten aus Lun veröffentlicht Pegasus Spiele in lockerer Reihenfolge kostenlose(!) Abenteuer, welche den in Die Umstürmten beschriebenen Schauplatz Lun weiter beleuchten. Den Anfang macht Michael Masberg, der dankenswerterweise eine meiner Ideen aufgegriffen und ein Abenteuer daraus gebastelt hat. Viel Spaß damit! Die nächste Geschichte aus Lun sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Parallel ist der Playtestguide III erschienen, welcher die bereits weit fortgeschrittenen Regeln zu Midgard 6 enthält. Wenn ihr also mehr Futter zu Welt und Regeln sucht, seid ihr hier richtig aufgehoben. Damit könnt ihr bereits jetzt lange und zahlreiche Spielabende bestreiten.

Aber auch in den Medien findet Midgard 6 und Die Umstürmten ersten Widerhall. So berichteten die Teilzeithelden über den Band und haben sehr wohlwollende Worte übrig. Der PenandPaper Blog berichtet ebenfalls. Pegasus Spiele selbst widmeten dem Buch Screentime und geben einen Einblick in das Produkt, wie ihr hier sehen könnt.

Aber auch Orkenspalter TV beschäftigt sich mit Die Umstürmten, ebendso wie Steamtinkerer und RollenspielWelten. Danke für Eure Worte zu diesem Buch und für Euer regelmäßiges Spotlight auf Rollenspielbücher.

Zu guter Letzt gibt es in der aktuellen Ausgabe der Geek! sogar einen Artikel in einem Printmagazin zu Die Umstürmten. Also nichts wie hin zum Bahnhofskiosk.

what the hell am I doin‘ here?

Veröffentlicht: Oktober 17, 2025 in Uncategorized

Liebe Freunde,

in der kommenden Woche erscheint eine neue Publikation aus meiner Feder, die gleich drei Besonderheiten aufweist. Zuvorderst, sie erscheint als Messeneuheit auf der weltgrößten Spielemesse. Darüber hinaus ist sie limitiert und die Einnahmen werden an FLINTA*astisch gespendet und drittens, es ist die erste Publikation für Midgard – Legenden von Damatu.

Wow. Jetzt aber von vorne und der Reihe nach. Ich habe viel zu erzählen.

Midgard?

Midgard ist das älteste deutsche Rollenspiel und wurde von den Eheleuten Franke veröffentlicht und maßgeblich gestaltet. Die Geschichte und die zahlreichen Bücher von unzähligen Autor*innen reichen bis in das Jahr 1981 zurück. Ich selbst habe in den 1990 fast jeden Samstag den Weg ins Nachbardorf eingeschlagen, um dort mit Freundinnen und Freunden den ganzen Tag Midgard zu spielen. Ich habe viel Liebe für das System und die Welt übrig, auch, wenn wir uns ein paar Jahre aus den Augen verloren hatten.

Erst vor wenigen Jahren, auf einem Konzert der Band Erdenstern, traf ich den Blogger und YouTuber Steamtinkerer, der mir mit leuchtenden Augen von seiner Leidenschaft für Midgard berichtete. Das war ansteckend. So kaufte ich mich in die damals aktuelle, fünfte Edition ein, spielte ein paar Mal und las viel in den Regionalbänden.

Pegasus

2021 erreichte mich die Nachricht, dass Pegasus Spiele die Lizenz für Midgard übernehmen würde. Die Frankes hatten den Zeitpunkt ihres Ruhestands definiert und wollten das System in guten Händen wissen. Mich freute das sehr, hatte ich doch bereits mit Pegasus zusammengearbeitet und wusste um deren gute Strukturen und ihre Wertschätzung für Rollenspiele.

Pegasus wollte jedoch nicht lediglich die Lizenz übernehmen und die bisherigen Bücher verfügbar halten, man plante neue Wege einzuschlagen. Es wurde eine Redaktion aufgebaut und es sollte eine neue Regeledition geben und sogar eine in weiten Teilen neue Welt. Midgard – Legenden von Damatu war geboren.

Zusammenarbeit

In diesem Jahr erreichte mich der Ruf des Chefredakteurs, Michael Masberg. Wir beide kennen und schätzen uns sehr durch vergangene Kooperationen und mein Interesse an der Mitarbeit bei meiner alten Liebe Midgard war geweckt. Ich vergrub mich tief in die aktuellen Planungen, las jedes Dokument, was ich zwischen die Finger bekam, und machte auch vor den letzten Veröffentlichungen von Midgard 5 nicht halt. Dieser deep dive zeigte mir, wie viel Kreativität und Struktur in Legenden von Damatu steckt, so dass ich anfing meine eigenen Überlegungen anzustellen und konzeptionell zu arbeiten. Doch dazu vielleicht mehr in einem späteren Beitrag.

Überraschend erreichte mich die Anfrage, ob ich mir nicht vorstellen könne, dass zentrale Abenteuer der ersten Publikation für Midgard 6 zu verfassen. Als ich dann noch erfuhr, dass Daniel Simon Richter die Bandredaktion übernehmen würde, sagte ich umgehend zu. Ich wollte mir die Chance nicht entgehen lassen, mit solch kreativen Menschen wie Michael und Daniel zusammenzuarbeiten.

Am nächsten Tag wurde mir etwas bange, der zeitliche Rahmen war eng gesteckt und die Bürde eine neue Welt abenteuerlich zu eröffnen, groß. Es gibt noch keinen vollständiges Grundregelwerk oder gar Weltenband, auf den ich zurückgreifen konnte. Und vor allem: Ich hatte keine alte Idee in der Schublade und noch gar keinen Ansatz für das Abenteuer.

Der Spaß

Also machte ich das, was ich in solchen Momenten gerne mache. Spazieren gehen, Musik hören, Notizen machen, Ideen verwerfen, Konzepte überprüfen und Kaffee trinken. Für mich sind diese Phasen der größte Spaß am Autorendasein. Vielleicht gibt es da draußen Kolleg*innen, die gerne lektorierte Texte überarbeiten oder Tippfehler suchen, ich gehöre nicht dazu. Mein größtes Vergnügen ist es frei zu denken und unzählige Ideen zu entwickeln, bis sich einige verfestigen, zueinander finden und sich miteinander verweben.

Der Prozess endete mit einer Überraschung für mich, war es doch keine kühne Idee und kein kombiniertes Konzept, was den Ausschlag für die Idee meines Textes gab, sondern ein Song.

I want a perfect body, I want a perfect soul

Creep, der Hit der britischen Band Radiohead, wurde mir durch eine Playlist in meinen Kopf gespült und verfing sich dort. Ich denke häufig in Musikstücken und höre beim Schreiben immer Musik, so dass diese einen ganz besonderen Stellenwert für meinen kreativen Prozess hat. Das jedoch ein Lied mal den Impuls für ein Abenteuer gibt, hatte ich auch nicht erwartet.

Also schnell die Gedanken geordnet und auf Papier gebracht, um sie dem Verlag anzubieten. Die Ideen (ein gutes Abenteuer besteht immer aus mehreren guten Ideen) wusste zu gefallen und schon begann der Schreibprozess.

Das Gebrochene Herz

ist der Titel des Abenteuers, welches niemals so hätte entstehen können, wenn ich nicht tatkräftige Hilfe gehabt hätte. Allem voran Michael und Selina, die an die Idee glaubten, Daniel der mich immer wertschätzend und mit guten Ideen begleitet hat, und ganz besonders Lars und Paul aus der Weltenredaktion, deren Spielplatz ich nutzen durfte und die sich tatkräftig einmischten.

Dazu kommen meine Testspieler, die sich auf das Abenteuer im doppelten Sinne eingelassen haben. Vielen Dank an Conrad, Harry, Klaus, Thomas sowie Udo für Euer Feedback und Eure Zeit.

Aber worum geht’s denn nun genau?

Also, Das Gebrochene Herz führt die Spielenden auf den Archipel der Winde, eine zentralgelegene Inselgruppe im Herzen von Damatu. Ausgangspunkt ist die Magokratie Casdasar, was schon mal cool klingt. Magokratie? Ja genau, ein Herrschaftssystem von Magier*innen, welche die Geschicke des Landes leiten. Da kommen wir zu dem, was sich neben dem Abenteuer noch in dem Band befindet. Die Lupe wird über Casdasar gehalten und speziell über die Insel Krest. Die dortige Hafenstadt Lun ist nicht nur Schauplatz des Abenteuers, sondern kann auch bei späteren Reisen auf das Archipel aufgrund ihrer günstigen Lage und dem Hochseehafen als Ausgangspunkt genutzt werden. Wir erfahren viel über die dortige Gesellschaft, die Stadt selbst und über Orte, die man unbedingt sehen und welche, die man vielleicht meiden sollte. Wir lernen neue Spezies kennen und sehen die Wunder Casdasars von nahem. Selbst wenn man kein Interesse an dem Abenteuer haben sollte, bekommt man hier ein gutes Paket an Informationen zu dem Ort.

Über das Abenteuer selbst möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, werden die Figuren doch kopfüber in die Handlung geworfen. Es braucht mitfühlende, kühne Figuren, denn nicht immer ist klar zu erkennen, wer hier moralisch integre ist und wem man sich besser wehrhaft in den Weg stellen sollte.

Dem Band liegen vorgefertigte Figuren bei, mit denen ihr ad hoc losspielen könnt. Darunter bekannte Gesichter aus dem Playtestguide, aber nicht ausschließlich. Lasst Euch von spannenden Geschichten und tollen Fertigkeiten inspirieren.

Regeln?

Ja, jedes Rollenspiel braucht ein paar Regeln, so natürlich auch Legenden von Damatu. Praktischerweise sind alle relevanten Regeln ebenfalls in dem Band, um für Euch die Hürde möglichst gering zu halten. Ihr lest den Band einmal durch und ihr könnt sofort loslegen. Ungemein hilfreich ist dabei das neue Layout, welches die Seiten und den Text so strukturiert, dass ihr rasch alles Relevante wiederfindet, was ihr benötigt. Tolle Sache und nebenbei ganz schön schick.

Okay, kommen wir noch mal zum Anfang

Ich bin sehr begeistert, Teil der ersten Publikation für Midgard – Legenden von Damatu zu sein. Es entsteht ein großartiges, diverses, nahbares Rollenspiel, dass mit einigen wirklich coolen Narrativen aufwartet, die ich gleichermaßen innovativ wie vertraut finde. Von mir also die ganz herzliche Einladung, schaut Euch den Band und das System einmal an, es lohnt sich.

Die Umstürmten, so der schöne Titel des Buches, wird limitiert auf der SPIEL in Essen veröffentlicht und im Nachgang aber auch als PDF für alle verfügbar sein. Der Band kostet lediglich einen Zehner und das eingenommene Geld wird gespendet. Der Verlag hat sich dazu entschieden FLINTA*stisch zu unterstützen, welche sich für Diversity, Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Aber besucht die Organisation gerne, die können das viel besser erklären.

Ich selbst werde auch auf der SPIEL sein, um auf die Messeneuheit anzustoßen und diese Veröffentlichung zu feiern (& um zahlreiche Rollenspielbücher zu kaufen). Sprecht mich gerne an, begrüßt neue Spielende und wertschätzt die jahrzehntelangen Midgardfreundinnen und -freunde. Ich werde das auch tun.

es ist nicht tot, was ewig schläft

Veröffentlicht: Februar 15, 2025 in Uncategorized

Eine neue Kurzgeschichte wurde bei Pegasus Spiele veröffentlicht.

Zu dem Preis eines überteuerten Latte Macchiato könnt ihr meine neue Kurzgeschichte aus der Welt von Shadowrun digital erwerben. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, es wird hart am Metaplot entlang gesurft und der Umfang der Erzählung straft die Bezeichnung Kurzgeschichte Lügen. Also, greift zu, habt Spaß und spart Muni.

https://www.pegasusdigital.de/product/506272/Shadowrun-Kaleidoskop–Disfunktional

and the voice that made me cry

Veröffentlicht: November 19, 2021 in Uncategorized

Ab heute überall im Handel erhältlich!

Mein neuer Roman TRÜMMERLAND ist im Uhrwerk Verlag erschienen. Es handelt sich jedoch nicht um einen gewöhnlichen Roman, sondern um ein hochwertiges Buch, wie ich es normalerweise nicht kenne. Hardcover, Leineneinband, Lesebändchen und Prägung machen mächtig was her, auch die wunderschöne Karte Lorakis im Inneren ist bemerkenswert, aber vor allem freue ich mich über phantastische Innenillustrationen von Vincent Modler, die das Buch protegieren.

Wenn ihr Interesse an Rollenspielen im Allgemeinen oder Splittermond im Besonderen habt oder auch einfach mal wieder eine spannende Phantastikgeschichte erleben wollt, greift gerne zu. Allzulange würde ich jedoch nicht warten, dass wunderschöne Buch ist auf lediglich 500 Exemplare limitiert.

Hier gehts zum Verlagsshop

Und zur Buchhandlung des Vertrauens

Gerne erzähle ich Euch in nächster Zeit noch etwas mehr zu dem Roman. Heute fangen wir aber erstmal mit dem Klappentext an:

Ein Land in Trümmern. Die größte Armee, die Lorakis je gesehen hat, ist auf dem Vormarsch. Ein bestialisches Orkheer vernichtet alles und jeden, der es wagt, vor die schartigen Klingen zu treten. Städte fallen, Häuser brennen und Termark existiert nicht mehr. Während die junge Pfadwanderin Nhevva um ihr Leben kämpft, erhebt eine noch größere Bedrohung ihren hässlichen Schädel über den Welten. Eine Macht, die alles verändern kann.

c-beams glittering in the dark

Veröffentlicht: August 15, 2021 in Uncategorized

maybe you get what you deserve

Veröffentlicht: Juli 26, 2021 in Uncategorized

Meet a roleplayer!

Unter diesem Motto durfte ich Oliver Rede und Antwort stehen.

Wobei, eigentlich reden wir vor allem darüber, wie der Markt und die Szene tickt, und wie großartig das Hobby Rollenspiel ist. Schaut gerne rein, mir hatte das Gespräch sehr viel Spaß gemacht.

Ich bin natürlich nicht der Einzige, der in dieser Interviewreihe vor die Kamera getreten ist. Also schaut mal auf Olivers YouTube-Kanal vorbei, da findet ihr überaus spannende Gespräche rund um das Rollenspiel.

living in a nightmare zone

Veröffentlicht: Juli 17, 2021 in Uncategorized

Meine neue Erzählung wurde veröffentlicht!

Ich freue mich sehr Euch Horrorstreik im Albtraumhafen vorzustellen. Wie ihr am Titel (& am Pseudonym!) bereits bemerkt habt, ist Sorrowville durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Das von Henning Mützlitz erdachte Setting läßt sich am ehesten mit Grusel-Pulp umschreiben. Fast so, als würde Geisterjäger John Sinclair mit Cthulhu in einer Bar trinken gehen. Naja, ganz so schlimm ist es wahrscheinlich nicht, jedoch geht es bei Sorrowville eher um Unterhaltung, als um menschliche Abgründe. Pulp Horror trifft Noir Crime.

Ich durfte die dritte von fünf geplanten Novellen verfassen. Dabei ist zu erwähnen, dass jede Geschichte in sich geschlossen ist, ihr also problemlos zugreifen könnt, selbst wenn ihr Band 1 & 2 noch nicht gelesen habt. Das Besondere an dieser Veröffentlichung ist, dass es parallel zu dem gedruckten Buch noch ein professionell eingesprochenes Hörbuch (also nicht von mir!) gibt, dass ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Wenn ihr jetzt noch nicht davon überzeugt seid zum Preis von zwei Latte Macchiatos diese tolle Novelle zu kaufen, gebe ich Euch noch einen kleinen Vorgeschmack darauf, was euch erwartet.

Ein deutscher Frachter havariert im Devil’s Riff unweit von Sorrowville, wo der Regen immer fällt und die Menschen kein freundliches Wort miteinander wechseln. Während ein Streik der Hafenarbeiter die Stadt in Atem hält, machen sich Elizabeth Roberts und Zacharias Zorn auf den Weg, um das gestrandete Geisterschiff zu untersuchen. Sie ahnen nicht, in welcher Gefahr Sorrowville schwebt: Eine dunkle Macht hat ihren hässlichen Schädel erhoben und zeichnet Bilder eines blutigen Untergangs der Stadt.

Neben Scarecrow Neversea schreiben noch Malcolm Darker, Naomi Nightmare, Sheyla Blood und Chastity Chainsaw an der Reihe mit. Schlagt den Kragen hoch, zieht den Kopf ein und schaltet lieber die Taschenlampe ein, wenn ihr nach Sorrowville reist.

and to me everyday is Halloween

Veröffentlicht: Juli 14, 2021 in Uncategorized

Morgen ist es endlich soweit!

Meine Novelle – oder die von Scarecrow Neversea – mit dem phantastischen Titel HORRORSTREIK IM ALBTRAUMHAFEN aus der Reihe Sorrowville erscheint im Verlag in Farbe und bunt.

Bevor wir uns den Inhalt der Erzählung in nächster Zeit genauer zuwenden, beantworten wir zuerst die Frage: Was ist Sorrowville überhaupt?

Die Reihe

Es handelt sich um eine Novellenreihe, die sich um die pulpig-grusligen Ereignisse in der Stadt Sorrowville dreht. Dabei ist jede Geschichte abgeschlossen und folgt einem eigenen Handlungsbogen. Neben der zugrunde liegende Stadt eint das Setting und die handelnden Personen die Erzählungen. Schauen wir uns das doch mal genauer an.

Die Stadt Sorrowville

Das namensgebende Sorrowville ist eine fiktive Stadt in Maine und nach Portland die zweitgrößte Stadt des US-amerikanischen Bundesstaats. Sie liegt an der felsigen Atlantikküste und der Mündung des Passagassawaukeag River in die (ebenfalls fiktive) Black Hollow Bay.

Sorrowville hat im Jahr 1926 etwa 50.000 Einwohner und verfügte bis zum Ersten Weltkrieg über einen bedeutenden Seehafen, der jedoch hinter Portland zurückgefallen ist. Die früher berühmte Holzindustrie und Schuhfertigung sind ebenfalls im Niedergang begriffen. Hoffnungslosigkeit und Resignation bestimmen die Gemüter der Menschen. Trotz der Prohibition geben sich immer mehr von ihnen Alkohol und anderen, weit schlimmeren Lastern hin.

Von den „Roaring Twenties“ ist hier nicht viel zu spüren. Stattdessen florieren Korruption und organisierte Kriminalität, und seit der Öffnung eines dunklen Portals durch die sagenumwobende Mystikerin Mariah Burnham im Jahr 1893 sickert die alles zersetzende Kraft einer dämonenhaften Entität ins Diesseits. In einer Zeit der Zerrissenheit, gefangen zwischen dem Aufbruch der Moderne und der alten Ordnung, korrumpiert sie die Geister jener, die gierig nach Macht, Reichtum und der Befriedigung ihrer geheimsten Triebe sind. Gleichzeitig umgarnen die Tentakel der wahnhaften Laster auch jene, die nach Befreiung aus sozialen Zwängen sowie nach Selbstbestimmung und -verwirklichung streben – sowie diejenigen, die längst alle Hoffnung verloren haben.

Sorrowville wandelt am Abgrund, doch vom unsagbaren Schrecken, der in der Finsternis der Tiefe lauert, ahnen die wenigsten.

Die Hauptfiguren

Nachdem wir bereits Sorrowville, die Kleinstadt voller Resignation und Laster (nein, nicht die Fahrzeuge …) an der Küste von Maine, betreten haben, wird es Zeit, die Hauptfiguren kennenzulernen.

Zacharias Zorn, genannt „Zack“, 46, ist Privatermittler für außergewöhnliche Fälle. Der ehemaliger Barkeeper, Türsteher und Reporter hat in seiner Zeit schon zu viel Scheiße gesehen, um noch an Besserung oder so etwas wie Erlösung zu glauben. Dennoch ist er von einem gewissen Gerechtigkeitssinn beseelt, der es ihm nicht erlaubt, dem organisierten Verbrechen und erst recht nicht den Dienern des finsteren All-Einen in Sorrowville das Feld zu überlassen. 

Zack besitzt körperliche Fähigkeiten, die über die eines normalen Menschen hinausgehen, sowie die Begabung, übernatürliche Spuren nachzuverfolgen. Er wird immer dann gerufen, wenn die Polizei bei einem Verbrechen nicht weiterkommt und mehr dahintersteckt als eine profane Bluttat.

„Dann wollen wir doch mal sehen, dass sie etwas möglichst Grauenvolles für uns haben.“

Elizabeth Roberts, die umtriebige Reporterin der Sorrowville Gazette ist meist nicht weit, wenn Zacharias Zorn einem mysteriösen Verbrechen nachgeht. Sie besitzt ein untrügliches Gespür für spannende Geschichten und schafft es damit auch regelmäßig in die großen Zeitungen in Boston und darüber hinaus.

„Lissy“ stammt aus einem reichen Elternhaus und entspricht dem Bild einer Flapperin, einer modernen, jungen Frau der 1920er-Jahre, die selbstbestimmt lebt und sich selbstbewusst Ziele setzt, was bei manchen Bewunderung, doch in konservativen Kreisen Antipathie auslöst.

Meist gibt sich die Mittdreißigerin sehr gepflegt und erinnert an große Hollywood-Diven, die Männer wie Frauen in ihren Bann schlagen kann. Sie raucht mindestens so viel wie ihr Freund Zack, auch der nächste Bourbon ist trotz der Prohibition selten weit, und an die Zahl ihrer ständig wechselnden Liebhaber*innen kann sie sich nicht mehr erinnern.

Erst Lissys Ausstrahlung und ihre oft ungewöhnlichen Ideen bringen den Privatermittler Zacharias Zorn auf die richtige Spur – und Lissy zur nächsten aufsehenerregenden Geschichte auf den Titelblättern der Gazetten Neuenglands.

„Mir war nicht klar, dass der handelsübliche Nekromant gemeinhin streng nach Handbuch arbeitet.“

Der Mythos

Sorrowville – Die unheimlichen Fälle des Zacharias Zorn spielt mit der Ästhetik und den Klischees des Noir-Krimis und des Horror-Romans in Heftform. Die Reihe ist sowohl von den Werken H.P. Lovecrafts inspiriert als auch von pulpigen Gruselromanen wie bspw. Geisterjäger John Sinclair. Dabei ist Sorrowville (aktuell) nicht in den Cthulhu-Mythos eingebettet, wenngleich allein schon aufgrund der Epoche in Kombination mit den übernatürlichen Elementen des Grauens und Wahnsinns ein enger Bezug dazu besteht.

Die Okkultistin Mariah Burnham zerriss im Jahr 1893 mittels eines geheimen Buches unwissentlich den fragilen Wall zwischen dem Diesseits der „Wirklichkeit“ und der surrealen Finsternis der so genannten „Abgründe des Lasters“. Durch ein dunkles Portal sickert seitdem die Macht einer äonenalten dämonenhaften Wesenheit in die Welt.

1926, In einer Zeit der Zerrissenheit, gefangen zwischen dem Aufbruch der Moderne und der alten Ordnung, korrumpiert sie die Geister jener, die gierig nach Macht, Reichtum und Befriedigung ihrer geheimsten Triebe sind. Gleichzeitig umgarnen die Tentakel der wahnhaften Laster aber auch jene, die nach Befreiung aus sozialen Zwängen sowie nach Selbstbestimmung und -verwirklichung streben.

Zacharias Zorn und Elizabeth Roberst stoßen bei den Fällen von Sorrowville immer wieder auf Hinweise au dieses Wesen und müssen sich mit jenen auseinandersetzen, die sich ihm verschrieben haben. Die Wesenheit wird von den wenigen Informierten hinter allen übernatürlichen Umtrieben vermutet, die Sorrowville in den vergangenen Jahren heimsuchen. Die engsten Anhänger dieser Entität sind der Meinung, dass es sich dabei um den „All-Einen“ wahlweise den obersten oder mächtigsten Gott der Finsternis handelt. Dieser sei im Inneren der Erde selbst gefangen, doch die unzähligen Arme seiner vielleibigen Gestalt befreiten ihn langsam aus seiner Qual – und in Sorrowville werde er sich manifestieren, wenn dereinst das Zeitalter seiner Herrschaft anbricht.

you stick to my skin

Veröffentlicht: Juli 13, 2021 in Uncategorized

Rezensionen

In den letzten Monaten haben sich ein paar Rezensionen zu meinem aktuellen Roman ALTER RATIO angesammelt, die ich Euch natürlich nicht verschweigen möchte.

So spendierte der Würfelheld satte 4 von 5 Punkten für den zweiten Shadowrunroman nach ALTER EGO. Ich freue mich riesig darüber! Auch die Teilzeithelden haben den Roman gelesen und ihm eine ausführliche Rezension spendiert. Aus der Rezension von Neue Abenteuer darf ich – nicht ganz uneitel – einmal zitieren: „…aber wenn die Romanreihe in so guten Händen ist wie die von Mike Krzywik-Groß dann gibt es zumindest auf der Seite keine Befürchtungen meinerseits.“ Wow, vielen Dank!

Zu guter Letzt habe ich mich noch sehr über eine Rezension von Literatopia gefreut. Lasst uns auch hier einen Blick auf das Fazit werfen: „Alter Ratio“ ist ein rasanter „Shadowrun“-Roman mit mehreren Eskalationsstufen, inklusive fanatischen Technomancern und zwielichtigen KIs. Die novaheiße Deckerin Aggi hält die Leserschaft ordentlich auf Trab und lässt den abgewrackten Paul Dante richtig alt aussehen. Mike Krzywik-Groß gelingt es, gut zu unterhalten und gleichzeitig in der düsteren sechsten Welt Zeichen für Menschlichkeit zu setzen.“ Sehr schön, da ist mein sinistrer Plan mit dem Roman wohl aufgegangen.

Nach dem Blick zurück folgt natürlich der Blick voran! Denn dieses Jahr erscheinen noch zwei Publikationen von mir, die ich zumindest schon einmal aus der Ferne grüßen möchte. In wenigen Tagen geht meine erste Novelle an den Start. Die Erzählung ist Teil der Grusel-Pulp-Reihe Sorrowville, welche im Verlag in Farbe und Bunt erscheinen wird. Der Titel HORRORSTREIK IM ALBTRAUMHAFEN gibt bereits prima die Richtung vor, in der sich die Geschichte bewegen wird.

Im Herbst erscheint mein nächster Roman im Uhrwerk Verlag zu dem Rollenspiel Splittermond. Auf dieses Buch freue ich mich schon ganz besonders, aber dazu später mehr.

alles bleibt konfus

Veröffentlicht: April 15, 2021 in Uncategorized

10 Jahre im Literaturbetrieb

Heute ist ein besonderer Tag für mich. Am 15. April 2011, also heute vor genau 10 Jahren, erschien mein erster Roman.

Es folgte eine wilde Reise durch Welten und Verlage, welche ich immer mal wieder in meinem Blog und den Sozialen Medien festgehalten habe. Trotzdem erlaubt mir zumindest einen kleinen Moment des innehalten und erinnern, ja?

Im Sommer 2010 traf ich auf der NordCon in Hamburg Werner Fuchs, seines Zeichens Erfinder von Das Schwarze Auge und deutscher Verleger von George R. R. Martin. Eigentlich wollte ich ihm spontan mein Manuskript andrehen, was in der heimischen Schublade lag, doch davon wollte er nichts hören, bot mir aber an, etwas für die Romanreihe von Das Schwarze Auge zu schreiben. Wenn ich denn schreiben könnte, wie er mir mit prüfenden Blick mit auf dem Weg gab. Als ein paar Wochen später mein Exposé und eine Schreibprobe bei ihm eintraf begann die Reise zu meinem ersten Buch.

Ich erinnere mich noch gut an diese aufwühlende Zeit. Wir schreibt man denn einen Roman? Ist das wirklich interessant, was ich da schreibe? Oder spannend? Wie ihr sicherlich merkt, es war ein Weg voller Fragen und Versuchen und immer wieder eine Zeit des neu Erfindens. Ich hatte großartige Hilfe von Testlesenden aus dem Freundeskreis, aber auch mein erster Lektor Florian Don-Schauen (dem ausnahmslos phantastische Lektor*innen folgten), war sehr wichtig für Riva Mortis. Ja, so hieß der Roman und auch die Titelfindung war alles andere als leicht. Mein erster Titelentwurf hätte wohl das gesamte Cover bedeckt, so lang war der Text und wurde natürlich abgelehnt. Zum Glück – und das ist ein Umstand den ich die gesamten 10 Jahre und weit darüber hinaus sehr wertschätze – kenne ich großartige Menschen, die obendrein vor morbider Kreativität nur so sprühen. Danke an Ralf von der Punk-Band Tischelerei Lischitzki für den Titel, der natürlich an Rigor Mortis – die Leichenstarre – angelehnt ist. Und wo ich gerade beim Danke sagen bin: Danke an meine Kollegin Judith Vogt! Sie veröffentlichte ihren ersten Roman nur einen Monat zuvor und gemeinsam wälzten wir die einhundert Millionen Fragen in unseren Köpfen. Das war sehr gut und wichtig (stay rebel!).

Es folgten erfolgreiche Jahre, wie ich sie mir nicht erdacht hätte können. Ich traf Menschen, die ich zuvor nur aus ihren Texten oder YouTube-Videos kannte. Ob es auf mehreren Buchmessen war (yes, Elcho!) oder auf internen Autor*innen-Treffen von unterschiedlichen Rollenspielverlagen. Der erste Roman war ein Türöffner zu etwas, was ich zuvor nur über viele Jahre als Zaungast kannte. Ein Riesenspaß! Wir heckten große Pläne aus und bauten Welten und rissen sie wieder ein (yes, Michael Masberg!). Aber vor allem erzählten wir Geschichten. Ob es sich dabei um Romane, Kurzgeschichten, Rollenspieltexte oder Kochbücher handelte, war ganz egal. Es ging um die Macht des Narratives und um ein Ventil, all die brodelnde Masse Kreativität loszuwerden. Phantastische Projekte wie Eis & Dampf waren nicht nur literarisch spannend, sondern wurden obendrein auch noch mit Preisen bedacht.

Wir taten uns zusammen als Autorenkollektiv AKzwanzig13, um eine kreative Echokammer zu generieren und befeuerten uns gegenseitig, was hervorragend funktioniert hatte. Auch an diesem Ort entstanden nicht nur neue Geschichten, sondern auch Freundschaften (yes, Henning!), was nicht zu unterschätzen ist im Literaturbetrieb. Denn, und das sollte man niemals vergessen, Schreiben ist eine verdammt einsame Tätigkeit. Ich denke dabei an Menschen wie den Verleger Torsten Low oder die angesprochenen Autor*innen-Treffen und Conventions, welche der Szene ein kleines Zuhause geben und somit eine große Wichtigkeit für viele haben. Ihr seid super!

Nicht ohne Grund suchte und fand ich auf meinem Weg immer wieder Gefährten und Sparringspartner, mit denen ich den ganzen Wahnsinn teilen konnte. Auch dort gab es Brüche, Trennungen und Zerwürfnisse. Doch wenn ich mir die 10 Jahre ansehen, waren sie vor allem ein Gewinn an tollen Menschen, die mir begegnet sind und mich mit ihren Texten und ihrer Persönlichkeit bewegt und verändert haben. Ein ganz besonderer Dank an Euch alle. Ihr seid es, um die es geht.

Neben den kreativen Köpfen waren es die Leserinnen und Leser, die mir ein ums andere Mal die Tränen in die Augen trieben. Noch gut erinnere ich mich an eine Leserin, die Riva Mortis in der Zeit las, als sie ihr Kind bekam und mir ein Foto des Neugeborenen mit meinem Buch schickte. Herrje, jetzt hat das Kind wohl die Grundschule abgeschlossen! Zeit vergeht. Tick-Tack.

Bevor ich nun aber endgültig in Nostalgie, Schwermut und dem hundertsten Danke versinke, lasst uns noch mal kurz drauf schauen, was es noch gab und gibt: Ich schreibe regelmäßig für das Magazin Geek! und habe mit der Heldformel ein Sachbuch herausgebracht. Meine große Liebe Shadowrun durfte ich mit zwei Romanen und einer Kurzgeschichte bereichern und zahlreiche Lesungen liegen hinter mir. Es gibt Musik zu meinen Büchern (verrückt!) und mittlerweile gebe ich Workshops für angehende Autor*innen.

Es wird in Zukunft wohl etwas weniger von mir zu lesen geben, da Zeiten etwas anders verteilt werden müssen. Aber jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, fällt mir auf, dass dieses und nächstes Jahr noch eine Novelle, ein Roman und ein weiteres Rollenspielbuch von mir erscheinen werden. Also wahrscheinlich wird es dann doch nicht so ruhig um mich. Wäre ja auch irgendwie merkwürdig.

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, schaue ich auf viel Schönheit zurück. Die 10 Jahren waren gut zu mir und ich hatte verdammt viel Glück. Also noch ein letztes, großes Danke an alle da draußen, die mit auf dem Weg sind oder waren! Lasst uns die nächsten 10 Jahre angehen.