1. THE HALO EFFECT mit MARCH OF THE UNHEARD ist das zweite Album der Allstar-Band aus DARK TRANQUILITY- und IN FLAMES-Mitgliedern und ich finde es noch gelungener als das Erstlingswerk und die feine und distinktive Gitarrenarbeit von Jesper Strömblad und Niclas Engelin hört man meilenweit raus. Ich war jedenfalls sehr begeistert.
– March of the Unheard Musikvideo
2. GHOSTs neues Album SKELETÁ ist endgültig im #AOR angekommen und zitiert großzügig Journey, Styx, Asia, etwas Toto & co. Was alles richtig gut klingt, aber manchen Alt-Fan vor den Kopf stoßen könnte.
– Cenotaph
3. DEAFHEAVEN sind mit LONELY PEOPLE WITH POWER endlich wieder kreischend im Black Metal angekommen, den verbitterte Oldschool-Black-Metaller verächtlich als „Hipster-Black Metal / Post Rock“ bezeichnen würden. Ändert aber nichts dran, dass das gut ist.
– Album
4. CENTURY mit SIGN OF THE STORM – Die Schweden sind Ende der 1970er / Anfang der 1980er in eine Zeitmaschine gestiegen und 2022 aufgeploppt. Ihr 2. Album von diesem Jahr klingt dann auch weiterhin so, als ob sie einer #NWoBHM-Doku entsprungen sind. Was übrigens auch für die Produktion gilt, was man mögen muss. Das beste klassische Metal-Album des Jahres. 🙂
– Album
5. GREEN CARNATION mit A DARK POEM PART 1: THE SHORES OF MELANCHOLIA – Gehaltvoller, angegothter Prog-Rock aus Norwegen, irgendwo zwischen Amorphis, Enslaved und Porcupine Tree.
– Album
6. CASTLE RAT mit THE BESTIARY – Old School Sword & Sorcery Doom-Metal mit Ausflügen in Maiden-Lager, der mich umgehend mein 2nd Edition Dungeons and Dragons aufschlagen lassen will. Zum Ende geht dem Album etwas die Puste aus, aber das ist wieder meckern auf hohem Niveau. „This video looks like it was filmed by an Italian director in 1982!“
7. ARCH ENEMY mit BLOOD DYNASTY ist doch etwas überraschend das letzte Album mit Alissa White-Gluz und ich möchte einfach mal den absolut untypischten Song der Scheibe ansprechen, ein Cover der franz. Band Blasphème vom 1985er Album Désir de Vampyr. Zusammen mit Attentat Rock, Sortilège und Vulcain zählten BLASPHÈME zu den populärsten und musikalisch besten Vertretern der zweiten Welle des französischen Heavy Metal. In diesem Sinne, Goodbye und vivre libre, Alissa White-Gluz!
8. ELUVEITIE bringen immer mal wieder ein Album raus, was ich gut finde. Mit ÁNV haben sie das mal wieder geschafft. Mit ihrem keltischen Folk-Melo-Death-Metal haben sie ja eh ein Alleinstellungsmerkmal.
– The Prodigal Ones
9. PHANTOM SPELL mit HEATHER & HEART ist „antifascist Wizard Rock blending prog rock grandiose with classic heavy metal.“
– Album
10. PARADISE LOST mit ASCENSION – Die Renaissance der Briten geht weiter, auf Ascension klingt Sänger Nick Holmes so gut wie lange nicht und Greg Mackintosh hat wieder Bock auf fette 1990er Paradise Lost-Riffs. Mir persönlich gefällt der Vorgänger OBSIDIAN einen Tick besser, nur um noch irgendwas zum Rummeckern zu finden.
– Album
11. BABYMETAL mit METAL FORTH – Suzuka „Su-Metal “ Nakamoto stolpert auf der Wacken Open Air After-Party in Hamburg über einige der hippsten, jungen irgendwo Metal-nahestehenden Künstler (u.a. Poppy, Slaughter to Prevail, Bloodywood, Spiritbox,) und nimmt einfach mal jeden auf. Dazu gibt es noch ein paar ehr belanglose Song ohne Kollaboration. Aber es gab halt auch RATATATA mit ELECTRIC CALLBOY.
HONORABLE MENTIONS
– Dream Theater Parasomnia Hello and welcome back, Mike Portnoy!
– Blackbraid mit Blackbraid III
ARSCHBOMBE
– Machine Head Unatoned – Würgs
BONUSBOMBEN
> MAUD THE MOTH – THE DISTAFF ist eher sowas wie Neoclassical Darkwave als Metal, aber die wunderschönen Klanglandschaften sind nah genug dran, dass ich das hier einfach mal mit aufnehmen musste. [Album]
> IMPERIAL TRIUMPHANT mit GOLDSTAR, für den Namen und spacig-jazzigen Avantgarde-Krach! [Album]
> LABYRINTHUS STELLARUM spielen auf RIFT IN REALITY „atmospheric black cyber space metal“. [Album]