Variablen
Dynamische Inhalte mittels Variablen erfassen
Mit einem Tag können nicht nur feste Werte, sondern auch dynamische Informationen der Website erfasst bzw. übermittelt werden. Als Quellen können Inhalte von Cookies, dem Datalayer, DOM-Elementen oder URL-Parametern dienen. Im Folgenden erklären wir, wie die einzelnen Variablen-Typen gefüllt und anschließend genutzt werden.
Um Variablen zu konfigurieren, klicke im Menü auf tag manager und wähle den Unterpunkt Meine Variablen aus.

Cookie-Variable
Nutze die Cookie-Variable, um Werte von Cookies für das Befüllen von Tag-Parametern zu verwenden. Hierfür ist neben einem Namen für die Variable lediglich die Eingabe des Cookie-Namens erforderlich.

Datalayer-Variable
Die „dataLayer“ Variable ist ein Javascript Array, das von einem oder mehreren Tag Anbietern gleichzeitig verwendet wird, um u. A. Website-Events abzuspeichern. Üblicherweise ist der Name dieser Variablen „dataLayer“. Andere Namen sind theoretisch jedoch möglich. Du kannst dir den Inhalt der Variablen anzeigen, indem du in der Browserkonsole einfach den Namen der Javascript Variablen also z. B. „dataLayer“ eingibst.
dataLayer = [
{
'event': 'pageview',
'category': 'Seite',
'action': 'Startseite',
'label': 'Übersicht',
'value': 1
},
{
'event': 'click',
'category': 'Button',
'action': 'Klick auf Button',
'label': 'Mehr erfahren',
'value': 2
}
];
Mithilfe der Datalayer-Variablen können nun Datalayer verschiedenster Anbieter ausgelesen werden. Gib hierzu den Namen des Datalayers sowie den Namen der entsprechenden Variablen an.

In unserem Beispiel also z. B. „Name des Datalayers“=“dataLayer“, „Name der Datalayer Variablen“=“event“. Gibt es mehrere Variablen mit dem selben Namen, so wird die zuletzt gesetzte verwenden. Verschachtelte Objekte lassen sich mit einem Punkt (.) ansprechen. Also z. B. „produkt.preis“.
URL-Variable
Für die URL-Variable stehen zwei Optionen zur Verfügung: GET-Parameter und Query. Ist GET-Parameter ausgewählt, kann der Wert eines bestimmten GET-Parameters verwendet werden. Hierfür muss nur der Name des gewünschten GET-Parameters eingetragen werden. Ist Query ausgewählt, werden aus der URL alle Inhalte übernommen, die nach dem Fragezeichen enthalten sind. Dies kann hilfreich sein, wenn die Query keine Key-Value Paare enthält, sondern nur einen Wert wie z. B. ?sorted, ?print o. Ä..
Sind hingegen Key-Value Paare vorhanden und die Variable wird zum Setzen einer eigenen Dimension verwendet, so wird der Wert des bereits in der Dimension definierten URL Parameter automatisch gefunden und verwendet.

DOM-Variable
Bei DOM-Variablen muss zunächst das Element angegeben werden, aus dem der Wert bezogen werden soll. Das geht über die gewohnte Auswahl zwischen CSS Selektor, Element-ID und Element-Klasse.

Anschließend kann definiert werden, ob die Variable mit dem Text dieses Elements gefüllt werden oder ob der Wert eines Attributs aus diesem Element verwendet werden soll. Wird Attribut-Wert gewählt, muss der Attribut-Name angegeben werden. Hiermit ist es auch möglich, sogenannte „data-attributes“ auszulesen.
Konstante-Variable
Dies ist keine dynamische Variable. Vielmehr vereinfacht sie das Wiederverwenden von Informationen in beliebig vielen Tags. Praktisch ist dies zum Beispiel für Kontodaten und Zugangsschlüssel, die zur Identifizierung bei Diensten Dritter verwendet werden.
Custom-Variable
Die Custom-Variable ermöglicht es, anhand einer beliebigen Funktion, Werte auf Grundlage von JavaScript-Code zu berechnen und auszugeben. Damit können Variablen-Werte definiert werden, die nicht als Vorlagen zur Verfügung stehen. Sie bietet sehr viel Flexibilität, da selbst komplexe Logiken möglich sind, indem bestimmte Informationen aus dem DOM extrahiert, Berechnungen durchgeführt, verschiedene Informationen kombiniert und zurückgegeben werden.
Beispiele sind die Ausgabe des Timestamps, das Abrufen eines Formularfeldwerts, Währungsumrechnungen und die Generierung von Zufallswerten.

Von Nutzern bereitgestellte Daten

Dies ist eine spezielle Variable für die Implementierung von Enhanced Conversions (Erweiterte Conversions) für Google Ads, Meta Ads, TikTok Ads und Pinterest Ads. Durch die verschlüsselte Übermittlung von E-Mail-Adressen direkt zum Zeitpunkt der Conversion lassen sich Zuordnungslücken schließen und die Gebotsstrategien deiner Kampagnen optimieren. Die Implementierung von Enhanced Conversions ist über den etracker tag manager besonders einfach und komfortabel:
Wähle eine zuvor angelegte Variable aus, mit der die E-Mail-Adresse aus deinem Shop-System oder dem DataLayer ausgelesen wird. Wir empfehlen die Verwendung einer DataLayer Variablen, da diese "stabiler" ist als eine DOM-Variable.
Der Rest geschieht automatisch:
- Sofern der Server-seitige Conversion Upload aktiviert ist, werden die die Daten lokal im Browser des Nutzers mittels SHA-256 verschlüsselt, bevor sie an die etracker- und von dort aus an die Server der Marketing-Plattformen gesendet werden. Diese empfangen dadurch niemals die echten E-Mail-Adressen, sondern nur kryptische Werte (z. B. d5a671c…), um sie mit ihren eigenen gehashten Nutzerdaten abzugleichen. Der etracker consent manager sorgt dafür, dass die Nutzerdaten nur bei vorheriger Einwilligung erfasst und gesendet werden.
- Wenn du die Conversion Tags von Google, Meta, TikTok oder Pinterest nutzt, werden die Daten verschlüsselt über die Tags nach vorheriger Einwilligung gesendet.
Bitte beachte: Bei Verwendung von Enhanced Conversions sollten die im Consent-Dialog bereitgestellten Informationen angepasst werden. Dazugehörige Mustertexte findest du hier.
Variablen verwenden
Um eine Variable in einem Tag zu verwenden, muss die Variable im passenden Parameter des entsprechenden Tags ausgewählt werden. Hierbei stehen neben festgelegten Bezeichnungen integrierte Variablen zur Auswahl, die den Wert aus dem Element beziehen, auf den sich der Trigger bezieht. Zusätzlich können eigene Variablen verwendet werden, die aus den vier oben genannten Quellen befüllt werden können und abhängig vom gewählten Trigger sind.
