

Wait until you hear that Trumps son (idk which of the shit gremlins) is working in an advisory role for Kalshi and Polimarket at the same time, making sure they will not get any issues with the government. It’s all fucked to hell.


Wait until you hear that Trumps son (idk which of the shit gremlins) is working in an advisory role for Kalshi and Polimarket at the same time, making sure they will not get any issues with the government. It’s all fucked to hell.


I‘d love to live in a DEI regime par excellence


I hate the Spotify UI and UX team. They had a completely fine product and layout 10 years ago, but somehow they keep inventing new changes and features that absolutely no one asked for or needs.
Fuck Spotify even more for all their other shitty practices tho. Trash company.


I get where you’re coming from, but the only ones that lose here are the suckers that think this is a fair game.
Predictionmarkets don’t work like a casino or sports betting. They are not the classic „house“ that you bet against in a casino, it’s more like a broker selling you futures on commodities. They earn their money via transaction fees for facilitating bets between people. So they win, no matter if the wager is rigged or not. This means that they probably don’t really care about it, or any other rigged bets at all. I would guess they might even like it, because every time there is a big article about some rigged bet like this, they get free press exposure.
Edited for clarity


I agree, it’s a terrible way to look at things and if someone actually thinks like that I would definitely assume they are a complete psychopath.
I just was trying to elaborate a bit on the point that that guy made. I don’t know if he came up with it on his own, but this whole issue is discussed in the movie „Thank you for smoking“
I would kinda disagree with you on the part about smoking being voluntary tho. Not a smoker anymore, but it’s by far the most addictive drug I know and I tried my share. I used to be quite addicted to Nicotine and it’s incredibly hard to get off it. To the point where I still get cravings years later when I walk past someone smoking. Most people start when they are kids and easily manipulated into it. Addiction is a sickness, not a choice.


Obviously you’re right, and morally this is terrible, but the other guy still has a point financially speaking. It doesn’t matter if it’s your fault or not, the best thing to happen to your social systems like public health care and retirement would be if you worked for 30 years and then died of a stroke or something fast like that. Cigarettes are great for that.


Diese Woche hab ich zwei deprimierende aber sehr gute Bücher für euch.
Zum ersten Wolfgang Borcherts Kurzgeschichten mit dem Titel „An diesem Dienstag: 19 Erzählungen“. Borchert ist für mich ein absolutes Genie. Niemand schreit seinen Schmerz an der Welt, die Generationen junger Menschen in einem Krieg zermalmt und weggeworfen hat so eindrucksvoll und herzzerreißend heraus wie er. Irgendwie schafft er es das unsagbare zu beschreiben und jemandem näher zu bringen der glücklicherweise nie etwas so schreckliches erleben musste und hoffentlich auch nie erleben wird. Ich kannte von ihm schon Draußen vor der Tür und Die Hundeblume welche ich beide unfassbar gut und sehr deprimierend fand. Diese Kurzgeschichtensammlung macht da keine Ausnahme.
Dann habe ich noch Requiem for a Dream von Hubert Selby Jr. gelesen. Vor Jahren hatte ich mal den davon Inspirierten Film von Darren Aronofsky gesehen und fand ihn sehr gut und sehr traurig. Das Buch fand ich nun in Teilen vielleicht sogar noch ein Stückchen besser, da man hier natürlich mehr direkte Einblicke in die Gedanken der Figuren bekommt und so deren Hoffnungen und Ängste noch ein wenig besser nachvollziehen kann. Mittlerweile habe ich auch ein wenig mehr Erfahrungen mit Drogen (keine Opiate wie Harry) und Sucht (v.A. Nikotin und Alkohol) gesammelt, was dem Ganzen auch nochmal einen zusätzlichen Beigeschmack verleiht. Man merkt an den Beschreibungen sofort, dass Selby Jr. ähnliches erlebt hat, wie das was seine Charaktere durchmachen müssen.
Interessant war, dass Borchert und Selby Jr. beide Satzzeichen und besonders Anführungszeichen zu verachten scheinen. Bei beiden wechseln die Sätze ohne sichtbare Zeichen von Beschreibungen in direkte Rede über. Daran muss man sich beim Lesen erstmal gewöhnen, aber diese Verstümmelung und bei Borchert immer wieder komplette Auflösung der Sprache macht etwas mit dem Text, das sehr eindrucksvoll das Trauma zeigt, welches beide beschreiben. Zusätzlich schreibt Selby Jr. für alle seine Figuren im Dialekt der zu ihnen passt, nicht nur deren Rede sondern den ganzen Absatz. Wer Spaß an kreativer Verwendung von Sprache hat, kommt bei beiden Autoren definitiv auf seine Kosten.


So you have some kinda body guards on your „solo“ trip? Sounds wild


Mac Miller was probably the worst one… I’m a little younger than him and watching his career from early on felt like watching an older brother develop and making it big. He made the soundtrack to most of my youth.


Definitely a tragic one. RIP Danya


Ich habe von Brecht bisher nur Mutter Courage gelesen, aber das hat mich tatsächlich stark daran erinnert. Natürlich ist bei Brecht die Sprache etwas moderner, und der Fokus liegt bei Schiller deutlich mehr auf den Generälen als auf den einfachen Leuten. Aber die Art und Weise, wie der Krieg als fast unaufhaltsame Kraft dargestellt wird, die vom Opportunismus der Individuen befeuert wird, ähnelt sich sehr. In Wallensteins Lager gibt es sogar eine Marketenderin, die alleine einen Sohn großzieht und von der ich mir gut vorstellen könnte, dass die Courage durch sie inspiriert wurde.


Habe diese Woche Friedrich Schillers Wallenstein Reihe gelesen. Historisch fand ich es sehr cool, mich mal wieder mit dem 30 jährigen Krieg zu beschäftigen. Das haben wir in der Schule in zwei drei Stunden locker abgefrühstückt, was ich im Nachhinein schade finde.
Bisher hatte ich von Schiller Die Räuber und Wilhelm Tell gelesen. Während Karl Moor und seine Räuber im rechtschaffenden revolutionären Eifer im Zeichen der Aufklärung Gräueltaten begehen, war Tell eine Mary Sue, deren Revolution in Blut und Boden begründet ist. Wallenstein liegt nun irgendwo dazwischen. Er ist ein von den Sternen getriebener Mensch, doch gleichzeitig ein Meister der Politik und Manipulation. Vom Krieg profitiert er wie kein zweiter, doch auch er wird von ihm schließlich zur Kasse gebeten. Der Krieg selbst ist hier, wie der Kapitalismus und die Miene in Zolas Germinal wie ein Tier. Er ist ein selbsterhaltendes System. Ganz nach dem Kredo „Der Krieg ernährt den Krieg“ muss er immer weiter gehen und alle haben ein Interesse daran, dass er nie endet.
Spannend ist hier auch die Form. Schiller hat das Stück in drei Teilen geschrieben, die an drei Abenden aufgeführt werden konnten. Der erste Teil, Wallensteins Lager ist im Knittelvers geschrieben und soetwas wie ein atmosphärischer Proolog. Keine der wichtige Figuren des eigentlichen Stücks existieren hier, stattdessen sehen wir die Stimmung bei den Somdaten und den einfachen Leute und können erahnen, wie die Zivilisten unter dem Krieg leiden. Das muss damals ein gewagter Scjritt gewesen sein, und ich frage mich, wie viele Leute sich nach diesem ersten Abend heute noch den zweiten angesehen hätten. Für Teil 2 und 3 wechselt Schiller dann in Blankvers, um die eigentliche Geschichte, die sich in der Politischen Oberschicht abspielt zu erzählen.


Ich habe Homo Faber von Max Frisch gelesen. Insgesamt hat es mir gut gefallen. Frisch versteht es, unterhaltsam zu schreiben. Sein Protagonist und Ich-Erzähler Walter Faber ist die Personifizierung des toxischen modernen Produktivitätsmenschen; er hat keine Zeit für Emotionen, Gedanken über Gesundheit, ehrliche Selbstreflexion, Liebe, Freizeit oder Kunst. Stattdessen denkt er lieber an Arbeit und vor allem Technik (Turbinen und Flugzeuge, Symbole des Fortschritts im 20. Jh., haben es ihm besonders angetan). Permanent belügt er sich selbst (und den Leser), ist ungeduldig, genervt, zynisch, rationalisiert sein Verhalten, ist frauenfeindlich und generell misanthropisch. Dass das auf Dauer nicht gut geht, ist keine Überraschung.
Ich bin mir nicht sicher, was ich vom Ende halten soll, welches ich hier nicht verraten will. Ob Walter am Ende dazulernt, oder nicht, war mir nicht ganz klar, weshalb ich es nicht so richtig einordnen kann… aber verkehrt fand ich auch das nicht.


Diese Woche stand bei mir ganz im Zeichen Thomas Manns.
Anfang der Woche habe ich Tod in Venedig gelesen. Das fand ich nicht wirklich unterhaltsam. Auch wenn hier sehr offensichtlich ein Autor schreibt, der sein Werk versteht und hoch gebildet ist, hat mich die Handlung nicht wirklich abgeholt. Manns opulenter Schreibstil mit langen Sätzen, zusammengeschachtelt aus zig Nebensätzen und anderen Konstruktionen liest sich für mich extrem zäh. Auch seine Tendenz hier permanent Referenzen zum alten Griechenland einzubauen machte das ganze zwar eindrucksvoll und gibt dem dazu gebildeten Leser sicher einiges an Tiefe, für mich war es aber dadurch ziemlich anstrengend ihm auf seinen Gedankengängen zu folgen.
Irgendwas muss mir aber doch gefallen haben an Mann, denn ich wollte es nicht bei diesem ersten, eher unglücklichen Eindruck belassen. Deswegen habe ich danach Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull gelesen. Das hat mich deutlich besser unterhalten und war auch um einiges leichter zu lesen, weil Krull augenscheinlich die Bildung fehlt um ständig die alten Griechen heraufzubeschwören. Er ist zwar in Teilen extrem ausschweifig und verbos, auch hier finden sich Manns ausladende Satzkonstrukte, aber insgesamt sieht man hier, dass der Protagonist zwar versucht eine Aura von Klasse und Bildung zu projizieren, sie aber nicht hat. Das macht den Text menschlicher als bei dem alten Künstler in TiV. Auch merkt man hier mehr von einer Art Klassenbewusstsein, das Felix zwar als positiv empfindet, er stellt sich gerne als „aus feinerem Holz geschnitzt“ dar, aber der Text kritisiert es unterschwellig trotzdem. Leider hat Mann diesen Roman nicht fertig gestellt. Gegen Ende zieht es sich zwar etwas, aber der Handlung hätten 2/3 mehr Teile zu den 3 existierenden sicher gut getan.
I think they really did. What the fuck hahahahah.
I seriously would love to know what the thought process behind this was. Is it because the Rock has such big boobs that it would get censored by social media? Or is Disney going full puritan and now even against male nipples? Has the rock weird nipples and is ashamed?
I think you’re onto something here, and I think it’s a feature, not a bug. The US have been at war the entire time since WW2, but they usually don’t have a draft. So they need to rely on different methods to motivate young men into becoming soldiers. An integral part of being a soldier is the use of violence to solve problems, usually to the point where you might be expected to kill. If your society sees violence and killing unacceptable you’re gonna have a hard time finding people who wanna sign up to do the killing for you. So you honor your veterans more than any other part of your population, you make movies and games about valiant soldiers fighting for the good cause and step by step you slowly manufacture a cultural climate that says killing and violence are legit means of achieving a goal, sometimes even necessary.
It‘s not one singular factor, like education or better mental health care or the group of people who own them. Sure, those are all important, but they only in part tackle the main underlying issue why people do these things. Young men (and nearly all mass shooters are young men) in american society are told that they are supposed to be achievers, they are supposed to get rich, be cool, have many friends, get a girl, get a house, get a fancy car and all the other status symbols. But most of them don’t see a way of achieving this, since it’s pretty unrealistic with how things are in capitalism. This tension between the life they want and some think deserve, and the life they actually lead is pretty tough to handle.
Most adjust their goals, or get into political activism, or hustle culture, or drugs or do whatever else to get over this perception of a stolen future. But a tiny group can’t get over it and they are angry at society for taking what they think is their rightful life from them. They usually find other people with similar resentments online, radicalise further, and at the end you have a tragedy. Guns aren’t even necessary, they just make it easier to hurt a lot of people in a short time span.
Now Switzerland isn’t socialist heaven, but there is in general a higher standard of living, better education, better mental health care and less demands for young men to become as rich as possible. There are also more strict checks when issuing guns than there are in some us states and strict rules about storage. So a 17 years old will be less likely to develop the toxic ideology needed to want to do something like a mass shooting, have a better safety net to deradicalise him and have a harder time getting the needed equipment.
This is obviously generalising a lot, so don’t take it as a universal answer, because there isn’t.


Diese Woche gab’s mal wieder einen sehr guten Film bei mir. Anora von Sean Baker ist eine Geschichte über die junge Stripperin Anora, die den Oligarchensohn Vanya trifft. Er fragt sie, ob sie für eine Weile seine Freundin werden möchte und später auch, ob sie ihn Heiraten will. Wer hier eine Aschenputtel-RomCom erwartet liegt weit daneben. Anora ist eine Tragikomödie über die Macht des Kapitals. Vanya muss keine überlegten Entscheidungen treffen oder schlau sein, er kann tun was er will und verändert damit das Schicksal aller ärmeren Menschen um ihn herum. Anora, deren einziges Kapital ihr Körper ist, muss versuchen ihr Kapital geschickt zu ihrem Vorteil einzusetzen, hat aber eigentlich keine Chance. In Teilen witzig, rasant, tragisch und auf jeden Fall empfehlenswert.
Dann habe ich noch The Nickel Boys von Colson Whitehead gelesen. Ein erschreckendes Buch über eine Umerziehungsschule für problematische Jungs in den 1960gern in Florida, inspiriert von einer echten Schule. Whitehead stellt in diesem Buch die Frage, wie man mit Rassismus und dem damit verbundenen Trauma umgehen sollte. Lieber kompletter Zynismus? Oder unkompromittierter Idealismus? Das ganze wird anhand des Schicksals zweier Insassen der Schule untersucht. Das Buch ist definitiv keine leichte Lektüre, was man den Kindern hier antut ist schrecklich und wirklich tragisch zu lesen. Was in der echten Schule passiert ist, muss angeblich noch schlimmer gewesen sein. Whitehead hat dafür seinen zweiten Pulitzer gewonnen. Meiner Meinung nach verdient.
The result is similar, but a casino will definitely care if you keep winning, because then their profit margins go down. If you keep winning at Roulette or always bet on the right horse the house will cut you off. Prediction markets don’t care. They make the same money wether you lose or win all of your bets, cause your winnings don’t come out of the pot that the house manages, they come directly out of the pocket of the people who took you up on your bet. At least that’s what they say…
There are rumors that polymarket etc also act like the house sometimes and take bets that no one wants to take. But atm I think those are not confirmed.